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Tück, Jan-Heiner

Jan-Heiner Tück

Dogmatiker

Foto: Privat

Jan-Heiner Tück

Jan-Heiner Tück, Dr. theol, wurde 1967 geboren und ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er ist Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift „Communio“ und des OnlinePortals www.communio.de; Initiator der Wiener Poetikdozentur „Literatur und Religion“; Mitglied der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Theologischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz. Vielfältige Veröffentlichungen unter anderem zum Austausch mit der Gegenwartsliteratur sowie Diskussionsbände mit Jan Assmann. Zuletzt erschienen: „Gelobt seist du, Niemand“. Paul Celans Dichtung – eine theologische Provokation, 3. Auflage, Freiburg 2023 sowie Crux. Über die Anstößigkeit des Kreuzes, 2. Auflage, Freiburg 2023.

Bücher, Artikel, Lesungen, Meldungen

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Erlösung auf Golgota? Der Opfertod Jesu im Streit der Interpretationen
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Erinnerung an die Zukunft. Das Zweite Vatikanische Konzil
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Erlösung auf Golgota? Der Opfertod Jesu im Streit der Interpretationen
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Risse im Fundament. Die Pfarrerinitiative und der Streit um die Kirchenreform
Die Pfarrerinitiative und der Streit um die Kirchenreform
Jan-Heiner Tück
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Römisches Monopol? Der Streit um die Einheit der Kirche
Der Streit um die Einheit der Kirche
Jan-Heiner Tück
Kartonierte Ausgabe
9,95 €
Lieferbar in 3-5 Werktagen

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Beiträge als PDF

Standortbestimmungen. Zum Angebot katholischer Theologie im deutschsprachigen Raum

Die Studierendenzahlen in der katholischen Theologie sinken dramatisch, ein Ende ist nicht in Sicht. Es ist an der Zeit, das Feld zwischen Theologischen Fakultäten, Instituten und Kirchlichen Hochschulen neu abzustecken.

Herder Korrespondenz, Theologie, 17-19

Crux. Anstöße gegen die Kreuzesvergessenheit

„Das Leiden am Kreuz kann kein leichtes sein, sonst hat es nichts zu bedeuten.“ Elias Canetti

Anzeiger für die Seelsorge, Heft 4/2024, 20-25

Gottessohn? 1700 Jahre Nizäa

Das erste ökumenische Konzil zeigt, dass Streitfragen nicht in Spaltungen einmünden müssen, sondern synodal geklärt werden können. Es kann allerdings Jahrzehnte dauern, bis synodale Klärungen auch in der ganzen Kirche rezipiert werden.

COMMUNIO, Heft 4/2024, 369-371

Sehnsucht nach dem ganz Anderen. Gottes Barmherzigkeit als Quelle der Hoffnung

Wird den Opfern der Geschichte am Ende Gerechtigkeit zuteil? Diese abgründige und hoch aktuelle Frage kann nur mit dem Gottesgedanken beantwortet werden. Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus wird am Ende im Gericht die Gerechtigkeit wiederherstellen. Die Sehnsucht danach ist dem Menschen eingeschrieben. Jan-Heiner Tück ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Wien. Der Beitrag ist die leicht gekürzte Version seines Vortrags anlässlich des Festaktes zum 90. Geburtstag von Walter Kardinal Kasper an der Vinzenz Pallotti University Vallendar, 5. März 2023.

Stimmen der Zeit, Heft 6/2023, 431-443

Der Fluchtpunkt der Hoffnung. Benedikt XVI., die letzten Dinge und die moderne Philosophie

Joseph Ratzinger hat seine letzte Reise angetreten. In seiner Enzyklika „Spe Salvi“ hat er 2007 beschrieben, worin angesichts des Todes die christliche Hoffnung besteht.

Herder Korrespondenz, Heft 2/2023, 13-15

Die Vereinnahmungsfalle. Missbrauchsbetroffene dürfen nicht theologisch funktionalisiert werden

Beim Synodalen Weg gelten die Erfahrungen von Missbrauchsbetroffenen nun als „locus theologicus“, also als Erkenntnisquelle der Theologie. Das ist legitim und notwendig, wird aber problematisch, wenn es sich in Bestrebungen einfügt, die klassische theologische Erkenntnislehre auf den Kopf zu stellen.

Herder Korrespondenz, Heft 3/2022, 46-48

Ewiges Archiv. Kann man die Spuren des Vergangenen auslöschen?

Ende Dezember wurde das Dokumentations- und Menschrechtszentrum Memorial in Russland aufgelöst. Das Archiv des Terrors steht der vom Kreml gewünschten geschichtspolitischen Umschreibung des Vergangenen entgegen. Aus Stalin soll ein patriotischer Held gemacht werden. Kann eine solche Manipulation vollständig gelingen?

Herder Korrespondenz, Heft 2/2022, 37-39

Der gekreuzigte Gerechte. Platons Politeia als Fremdprophetie der Passion Christi

Gerechte Menschen halten schon durch ihre Präsenz anderen den Spiegel vor: Was ist bloß Schein und was ist Sein? Sokrates hat in Platons „Politeia“ vorausgesehen, dass der Gerechte sich deshalb viele Feinde macht – was letztlich mit der Verurteilung zum Tode enden kann. Frühe in Rom verfolgte Christen beriefen sich in Prozessen auf Pla-ton – und verstanden den Tod des Sokrates als Vorausahnung der Passion Christi. Der Autor ist Professor für Dogmatische Theologie an der Universität Wien.

Stimmen der Zeit, Heft 8/2021, 613-621

Den Bräutigam darstellen. Was spricht gegen die Priesterweihe für Frauen?

In der Debatte um die Frauenordination haben Traditions- und Autoritätsargumente einen schlechten Stand. Es gibt aber auch Argumente, die sich aus der Logik sakramentaler Repräsentation ergeben. Sie sollten zur Kenntnis genommen werden.

Herder Korrespondenz, Heft 1/2021, 21-25

Niemand zeugt für den Zeugen. Paul Celan

Paul Celan wäre jetzt hundert geworden. Eine Erinnerung an den Dichter, der dem Grauen eine gebrochene Hoffnung nicht verweigerte.

CHRIST IN DER GEGENWART, 47/2020, 522

Vom Engel des Vergessens vergessen. Kärntner Slowenen

Die Schriftstellerin Maja Haderlap holt die Leidens- und Widerstandsgeschichten der Kärntner Slowenen zurück in die Gegenwart

CHRIST IN DER GEGENWART, 33/2020, 365-366

"Der Meridian des Schmerzes und des Trostes". Paul Celans Gedicht "Zürich, Zum Storchen" und das Gespräch mit Nelly Sachs

Nach einem Treffen mit Nelly Sachs in Zürich schreibt Paul Celan 1960 ein Gedicht, das sich als poetisches Protokoll der besprochenen Gedanken lesen lässt. Das Gespräch handelt von Gott, vom jüdischen Leid und von der Hoffnung. Jan-Heiner Tück interpretiert den Text und schildert dessen Entstehungshintergrund. Der Autor ist Professor für Systematische Theologie an der Universität Wien.

Stimmen der Zeit, Heft 7/2020, 511-524

Rettendes Erinnern. Literaturnobelpreis für Peter Handke

In der Würdigung Peter Handkes anlässlich der Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis ist in den Medien vieles gesagt und geschrieben worden, die religiöse Dimension seines Werkes ist jedoch wenig bis gar nicht angeklungen.

CHRIST IN DER GEGENWART, 42/2019, 469-470

Das größere Gegenüber. Die Psalmen des Uwe Kolbe

Die lyrischen Suchbewegungen des Dichters Uwe Kolbe tragen ihn und die Leser bis ins „Gehäuse der Lieder“ – zu den Psalmen.

CHRIST IN DER GEGENWART, 22/2019, 253-254

Christusfreundschaft einzigartig. Der christliche Glaube im antiken Umfeld

Jesus stirbt für seine Freunde, selbst für seine Feinde – und Gott wird ihn nicht im Tod belassen. Die christliche Botschaft ist größer als alles, was sich die Antike zum Verhältnis von Gott und Mensch vorstellen konnte.

CHRIST IN DER GEGENWART, 15/2019, 165-166

Die Kniebeuge des Peter Handke. Kreuzverehrung oder Trimm-dich-Pfad

Was dem einen eine sportliche Übung, ist dem anderen eine Geste der Ehrfurcht. Ein Blick in die Notizen „Vor der Baumschattenwand nachts“.

CHRIST IN DER GEGENWART, 6/2019, 70

Die Sehnsucht, neu zu beginnen. Patrick Modiano - wiedergelesen zum Jahreswechsel

„Im Café der verlorenen Jugend“: Patrick Modianos Roman oder die Frage, was bleibt, wenn alles vergeht – wiedergelesen zum Jahreswechsel.

CHRIST IN DER GEGENWART, 52/2018, 573-574

Gesellschaft mit den Kriegstoten. Zweiter Weltkrieg

Vergangen, vergessen, vorbei – so funktioniert das Leben nicht. Die Opfer des Zweiten Weltkriegs haben uns heute etwas zu sagen.

CHRIST IN DER GEGENWART, 47/2017, 521-522

Sogar die Fische haben zugehört. Michael Köhlmeier

In den antiken Mythen und den biblischen Geschichten sehen wir uns selbst. Ein Gespräch mit dem österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmeier über den heiligen Antonius, das Rätsel des Bösen und die Kraft der Märchen.

CHRIST IN DER GEGENWART, 42/2017, 469-470

Ein zerklüftetes Panorama. Theologische Zugänge zur Gegenwartsliteratur

In der Theologie gibt es seit Längerem ein verstärktes Interesse an der Literatur der Gegenwart. Statt sich durch fremde Anleihen interessanter zu machen, soll Dichtung als eigenständiges Medium wahrgenommen werden und die Fühlungnahme mit den Suchbewegungen der Zeit verstärken.

Herder Korrespondenz, Heft 10/2016, 45-48

Christentum ohne Wurzel? Warum das Alte Testament nicht aus dem christlichen Kanon herausgenommen werden darf

Der Vorschlag von Notger Slenczka, Inhaber des Lehrstuhls Systematische Theologie Dogmatik an der Humboldt-Universität zu Berlin, das Alte Testament aus der Bibel zu streichen, löste im Frühjahr 2015 eine heftige Debatte aus. Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Wien, untersucht die Argumente und ihre Konsequenzen.

Stimmen der Zeit, Heft 1/2016, 43-55

Ehe und Familie im Gegenwind. Der Abschlussbericht der Synode – eine Rahmenvorgabe mit Deutungsspielraum

Das Abschlussdokument der Bischofssynode „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“, die vom 4. bis zum 25. Oktober 2015 in Rom stattfand, lässt dem Papst einen Ermessensspielraum in der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen. Kann er neue Wege in der Pastoral beschreiten, ohne die Lehre zu ändern?

Herder Korrespondenz, Heft 12/2015, 621-624

Compassio und Widerstand. Christologische Spuren in Hilde Domins Gedichten "Ecce homo" und "Salva nos"

In Gedichten haben sich jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit dem Holocaust auseinandergesetzt. Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien, interpretiert zwei Gedichte der Dichterin Hilde Domin im Hinblick auf christologische Spuren.

Stimmen der Zeit, Heft 4/2015, 245-254

Postkonziliare Interpretationskonflikte. Nachtrag zur Debatte um die Verbindlichkeit des Konzils

Die Gespräche des Vatikans mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien, benennt die neuralgischen Punkte der Diskussion und insistiert auf der Verbindlichkeit des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Stimmen der Zeit, Heft 9/2013, 579-586

Arbeit am Gottesbegriff. Ein Erkundungsgang anhand jüngerer Veröffentlichungen

Gott ist das zentrale Thema der Theologie. Gleichwohl gelingt es der akademischen Theologie oft genug nur noch unzureichend, das Gottesthema in die vielfältigen Erfahrungsorte heutiger Zeitgenossen zu übersetzen. Was sind die wichtigsten Einsichten jüngerer Publikationen zur Gotteslehre?

Herder Korrespondenz, Streitfall Gott, 23-27

Wirklichkeitsverdichtung. Zu Peter Handkes der "Der Große Fall"

Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien, stellt Peter Handkes neues Buch "Der Große Fall" vor.

Stimmen der Zeit, Heft 10/2011, 701-709

Sterben - Weiterleben - Zurückbleiben. Versuch über Judith Hermanns "Alice"

„Alice“, das dritte Buch der Berliner Schriftstellerin Judith Hermann, besticht durch eine zarte Poetik des Verschwindens. Jan-Heiner Tück, Professor für Dogmatik an der Universität Wien, stellt die fünf Erzählungen über Sterben, Weiterleben und Zurückbleiben vor und sieht in der Zurückhaltung der Autorin gegenüber allzu schnellen Sinnfestlegungen eine theologische Herausforderung.

Stimmen der Zeit, Heft 4/2010, 266-278

Arbeit am Gottesbegriff. Ein Erkundungsgang anhand jüngerer Veröffentlichungen

Der christliche Gottesglaube ist heute vielfach angefragt. Akademischer Theologie und kirchlicher Verkündigung gelingt es nur noch unzureichend, das Gottesthema in die vielfältigen Erfahrungsorte heutiger Zeitgenossen zu übersetzen. Was sind die wichtigsten Einsichten jüngerer Publikationen?

Herder Korrespondenz, Heft 12/2009, 623-628

Rabbi, Vorbild, Gottes Sohn. Aktuelle Tendenzen der Christologie

Jesus von Nazareth gilt manchen vornehmlich als Wanderradikaler, Rabbi oder moralisches Vorbild, aus der gläubigen Binnenperspektive ist er darüber hinaus Messias und Gottessohn. Beide Perspektiven zusammenzuhalten und für die Gegenwart plausibel zu machen, ist und bleibt die vornehmliche Aufgabe dogmatischer Christologie – wie ein Blick in entsprechende Neuerscheinungen zeigt.

Herder Korrespondenz, Heft 7/2008, 369-373

Drama zwischen Gott und Mensch. Zur bleibenden Aktualität Hans Urs von Balthasars

Der Schweizer Theologe Hans Urs von Balthasar hätte in diesem Monat seinen 100. Geburtstag feiern können. Was ist die Essenz seines umfangreichen und weitverzweigten Werks, und wo kann sein Ansatz auch die gegenwärtige Theologie befruchten?

Herder Korrespondenz, Heft 8/2005, 389-393

Ein Auslaufmodell? Die lesende Maria von Altdorf

Eine Skulptur im schweizerischen Altdorf zeigt die religiöse Initiation Mariens – eine Lektion für die dortige Schulbehörde.

Kierkegaards Paradox. Aufkündigung als Akt der Treue

Das eigentliche Drama in Kierkegaards Leben ist die Aufkündigung seiner Verlobung. Er hatte einer jungen Frau versprochen, sie zu heiraten – und hat dieses Versprechen gebrochen. Nicht leichtfertig, sondern aus Treue zu einem inneren Auftrag. Dieses Paradox wurde zur heimlichen Quelle seiner Produktion.

Wo Du war, soll Es werden. Ernst Jünger und die Theologie

Das Wort Gott droht semantisch zu zerbröseln, seine personale Spitze zwischen theologischer Kritik und raunendem Alleinen zerrieben zu werden. Aber es gibt Widerlager, die sich dagegen wehren, aus dem ansprechbaren Du ein unpersönliches Es werden zu lassen – und die die Erinnerung daran wachhalten, dass Gott allein Herr der Geschichte ist.

Expeditionskitzel und Höhenrausch. Vom Reiz und Risiko der Grenzüberschreitung

Vor einem Jahr ereignete sich in 3.800 Metern Tiefe ein schweres Unglück: Fünf Männer starben in einem Mini-U-Boot nahe der Titanic. Ob in der Tiefsee oder auf den höchsten Gipfeln: Abenteuerlust und Wissensdurst treiben Menschen immer wieder an ihre Grenzen - und darüber hinaus. Dante warnte einst vor Grenzüberschreitungen. Wird das Signal heute noch verstanden?

Ein Papstamt für alle Christen? Tektonische Verschiebungen in der katholischen Kirche und ihre ökumenischen Potenziale

Ein neues Dokument aus dem Vatikan skizziert, wie ein Papstamt für alle Christen in der globalen Moderne aussehen könnte.

Auftrumpfende Einfallslosigkeit. Florentina Holzinger arbeitet sich in "SANCTA" an der katholischen Kirche ab

Man ist heutzutage zu Recht sehr sensibel dafür geworden, wie Minderheiten in den Medien dargestellt werden. Was soll eigentlich die kleiner werdende Schar katholischer Ordensleute von einem solchen Spektakel halten?

Vergebung über den Tod hinaus? Benedikt XVI. zu einer Leerstelle seiner Eschatologie

Ist es vorstellbar, dass es im Jenseits zu einer Versöhnung von Opfern und Tätern der Geschichte kommt? Im Jahr 2015 äußerte sich Benedikt XVI. darüber in einem persönlichen Brief.

Mehr als das Ganze. Bruckners kleine None – eine Annäherung

Anton Bruckner, dessen 200. Geburtstags in diesem Jahr gedacht wird, war gläubiger Katholik. Seine letzte Symphonie, die Neunte, widmete er "Dem lieben Gott". Deren dritter Satz beginnt mit einer None, durch die der regulär von einer Oktave gebildete Ton-Kosmos um eine Winzigkeit überragt wird: eine kleine Sekunde über das Ganze hinaus. Was für ein Fingerzeig auf das Transzendente hin.

Heiliger Krieg. Die russisch-orthodoxe Kirche auf Abwegen

In einem Strategiepapier der russisch-orthodoxen Kirche wird das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine als "Heiliger Krieg" gegen den satanischen Westen eingestuft. Dem russischen Staat wird die Rolle des "Katechon" zugeschrieben, der das Kommen des Antichrist aufhalte. Muss die russische Kirche daran erinnert werden, dass diese Art von politischer Theologie seit dem Konzil von Nizäa 325 – erledigt ist?

Licht von oben. Annäherungen an Christi Himmelfahrt. Ein Gespräch mit Walter Kardinal Kasper

Das Fest Christi Himmelfahrt versteht sich unter modernen Bedingungen nicht von selbst. Statt es als lokale Veränderung im Kosmos zu deuten, votiert Walter Kasper für eine Lesart, die den Übergang in die Fülle des Lebens bei Gott betont. Gleichzeitig hat die Inthronisation des Erhöhten theologiepolitische Konsequenzen. Sie verbietet es, menschliche Potentaten zu glorifizieren.

Der begütigende Blick. Michelangelos Pietà – gesehen mit den Augen Robert Hupkas

5000 Mal fotografierte Robert Hupka die Pietà, als sie Mitte der Sechzigerjahre bei der New Yorker Weltausstellung gezeigt wurde. Die Geschichte einer besonderen Begegnung.

"Weh denen, die Dich verschweigen". Martin Walser über den Gott, der fehlt

2012 hat der Schriftsteller Martin Walser in einem viel beachteten Essay über Rechtfertigung geschrieben und darin festgehalten: "Gott fehlt. Mir." Er brachte damit jenes Hin- und herschwanken zwischen Glaubenwollen, aber Nichtglaubenkönnen ins Wort, das viele Menschen heute umtreibt.

Das Elefantengedächtnis der Kirche. Sowohl Johannes XXIII. als auch Johannes Paul II. sind vor zehn Jahren heiliggesprochen worden

Im Jahr 2014 sprach Papst Franziskus zwei seiner Vorgänger heilig. Mit beiden verbindet ihn die besondere Bedeutung, die sie der Barmherzigkeit Gottes zuschrieben.

Verlustanzeige. Das Ende einer langen Tradition: Kein NZZ-Leitartikel zu Ostern mehr

2023 brach Chefredakteur Eric Gujer mit einer langjährigen Tradition – diese Leerstelle haben wache Leserinnen und Leser registriert. In der Tat fehlte etwas, wenn die öffentliche Reflexion über Kreuz und Auferstehung in der Neuen Zürcher Zeitung nun endgültig abgestellt würde. Ein Zwischenruf.

Verklärte Körper und herrliche Klänge. Olivier Messiaens "Les corps glorieux"

Zum christlichen Bekenntnis gehört der Glaube an die Auferstehung des Fleisches. Eine schwierige Vorstellung: Werden tatsächlich eines Tages die Glieder der im Grab verwesten Toten wieder zusammengefügt? Der Komponist Olivier Messiaen hat mit seinem Orgelzyklus "Les corps glorieux" dem skandalösen Realismus der christlichen Auferstehungshoffnung musikalischen Ausdruck verliehen.

Das Kreuz und der "Fels des Atheismus". Kardinal Kasper über die Ereignisse der Karwoche und ihre Bedeutung – Zweiter Teil

"Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?", schreit Jesus am Kreuz. Ist der Sohn Gottes am Ende selbst zum Atheisten geworden? Walter Kasper spricht im Interview über die schwierigsten Fragen des Christentums: Warum gibt es das Leid? Warum ist die Welt unvollkommen, obwohl sie Gottes Schöpfung ist? Und worauf richtet sich angesichts dessen die christliche Hoffnung?

Einbruch des Anderen in die Zeit. Zum Tod Maurizio Pollinis

Am 23. März 2024 ist der italienische Pianist und Dirigent Maurizio Pollini im Alter von 82 Jahren verstorben. Seine Virtuosität konnte überwältigen und Momente religiöser Erfahrung eröffnen. Ein Nachruf.

"Seine Gegner beschlossen schon früh, ihn aus dem Weg zu räumen". Kardinal Kasper über die Ereignisse der Karwoche und ihre Bedeutung – Erster Teil

Was geschah vor mehr als 2000 Jahren zum Pessachfest in Jerusalem? Warum musste Jesus von Nazareth sterben? Wer trägt dafür die Verantwortung? Und was ist für Christen der religiöse Sinn dieses Todes Jesu am Kreuz? Ein Gespräch mit Walter Kasper über Tage, die die Welt verändert haben – und Menschen seitdem zu denken geben.

Kann man eine Maschine lieben? Liebe in Zeiten von KI: Ein Vorgeschmack der Hölle?

Die Künstliche Intelligenz (KI) hält inzwischen sogar im intimsten Bereich menschlichen Lebens Einzug. Doch echtes Glück und echte Erfüllung kann sie nicht schenken – denn dazu braucht es ein Gegenüber auf Augenhöhe und keine seelenlose Maschine.

An der Schmerzgrenze. Die Werke des Schock-Künstlers Gottfried Helnwein gehören nicht in eine Kirche

Die Fastentücher, die seit einigen Wochen im Wiener Stephansdom hängen, sorgen für Unmut im Kirchenvolk. Kunst-Experten und Theologen schweigen. Doch die Irritation ist nachvollziehbar. Soll nun zu Ostern auch noch die Darstellung eines zwölfjährigen Kindes mit blutigen Wundmalen aufgehängt werden?

"Das Widerwärtigste unter der Sonne"? Goethe und das Kreuz

Der Toleranzradius des Weimarer Geheimrats ist weit, aber nicht grenzenlos. In seinen "Venezianischen Epigrammen" hat Goethe seiner Aversion gegen das christliche Symbol des Kreuzes freien Lauf gelassen.

Gedächtnis – Gegenwart – Wandlung. Ein Nachruf auf Jan Assmann

Am 19. Februar ist der große Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann mit 85 Jahren gestorben. Sein Werk hat auch die Theologie herausgefordert, wobei Assmann selbst zeitlebens eine liebevoll-vornehme Distanz zu den Sinngehalten des Glaubens unterhielt.

"I am impressed with the patience of the Pope". An interview with Cardinal Christoph Schönborn

Controversy over the "Synodal Committee": For the Viennese Cardinal, the situation in the neighboring country is very serious. A letter from the highest-ranking Curia Cardinals to the Bishops in Germany warns them not to "present the Pope with a fait accompli" by finalizing decisions again. Cardinal Christoph Schönborn says: "A core aspect of the constitution of the Catholic Church is at stake.”

"Mich beeindruckt die Geduld des Papstes". Ein Gespräch mit Kardinal Christoph Schönborn

Streit um den "Synodalen Ausschuss": Für den Wiener Kardinal ist die Situation im Nachbarland sehr ernst. Ein Brief der höchstrangigen Kurienkardinäle an die Bischöfe in Deutschland mahnt, den Papst nicht schon wieder durch Beschlüsse "vor vollendete Tatsachen zu stellen". Kardinal Christoph Schönborn meint: Es steht ein Kernpunkt der Verfassung der katholischen Kirche auf dem Spiel.

Lässt sich das ungelebte Leben nachholen? Zur Melancholie der Infanten-Bilder von Diego Velázquez

Das Kunsthistorische Museum in Wien bietet eine Fülle von großartigen Kunstwerken – die Infanten-Bilder von Velázquez erinnern daran, dass unser Leben unter dem Neigungswinkel der Sterblichkeit steht, und werfen die Frage auf, ob aus dem Fragment eines zu früh abgebrochenen Lebens ein Ganzes werden kann.

Den Gegenwind aus Rom im Rücken. Bischof Overbeck setzt Fakten und führt in der Diözese Essen einen Gemeinsamen Rat ein

Der Essener Bischof prescht vor und hat erklärt, einen "Gemeinsamen Rat" schaffen zu wollen als neues synodales Gremium im Ruhrbistum. Das wirft einige Rückfragen auf. Droht am Ende anstelle einer "heilsamen Dezentralisierung" eine heillose kirchliche Zersplitterung?

"Die Kirchen haben den Bezug zum Mysterium verloren". Ein Aschermittwochsgespräch mit Thomas Hürlimann

Der Schriftsteller Thomas Hürlimann ist dem Tod schon dreimal von der Schippe gesprungen. Er sagt: "Es fällt mir sehr viel leichter, an den Tod am Kreuz zu glauben als an die Auferstehung." Für den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe im Grenzsituationen hat er Verständnis.

Wenn Gott fehlt. Von frommen Atheisten und anderen Gottsuchern

Nicht nur der Gläubige erfährt Zweifel und Anfechtungen. Auch der Ungläubige kennt Situationen, in denen sein Glaube, nicht glauben zu können, brüchig wird.

Lichthaus der Hoffnung. Von der Nekropole zur Wohnstatt Gottes

Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin hat der Künstler James Turrell eine Kapelle gestaltet, die einen österlichen Kontrapunkt zum Totengedenken an den Gräbern setzt.

Produktive Irritation. Wie katholisch sind die katholischen Akademien?

Eine COMMUNIO-Kolumne von Ulrich Greiner hat für Aufsehen gesorgt. Siegfried Grillmeyer vom Nürnberger Caritas-Pirckheimer-Haus meint: Greiners Polemik muss man nicht ernst nehmen. Dabei könnte der Einspruch Anlass zu einer selbstkritischen Überprüfung sein.

Geißel Gottes? Der Bußprophet in der Metro

Warum beschleicht uns Unbehagen, wenn uns ein Mitpassagier als Prophet entgegentritt und uns mit ungefilterter Zudringlichkeit behelligt?

Hope and History. Mit Seamus Heaney über den Wolken

Nur eine Geschichte hätte das Zeug, einen Funken Hoffnung zu entfachen, der die Trümmer der Vergangenheit wegräumen und die Tränen der Gegenwart abwischen könnte.

"Wenn es Gott nicht gibt, sind wir verloren". Ein Gespräch mit dem Berliner Schriftsteller Hartmut Lange

Kunst und Religion stehen bis heute in einem engen Wechselverhältnis. Denn sie schaffen eine lebenswerte Welt, spenden Trost und bewahren das Geheimnis, sagt der Berliner Schriftsteller Hartmut Lange im COMMUNIO-Interview. Darin geht es auch um die exklusiv auf communio.de veröffentlichte Novelle "Die Absinthtrinkerin".

Das Zerschlagene zusammenfügen. Messianische Spuren bei Paul Celan und Walter Benjamin

Im Eingedenken der Toten, in der Trauer um die Verlorenen wurzelt die Hoffnung auf eine Macht, die das Unwiderrufliche widerrufen könnte.

Für eine theologischere Theologie. Eine Antwort auf die Kritik von Rainer Bucher und Michael Schüßler

Die Debatte um die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 6) hat die Wogen hoch gehen lassen: Ein Essay, in dem Jan-Heiner Tück und Ulrich Körtner "eine Theologie, die von Kirche her und auf Kirche hin denkt" forderten, wurde von den beiden Pastoraltheologen Rainer Bucher und Michael Schüßler als ein Rückzug ins binnenkirchliche Ghetto gedeutet. Hier antworten Tück und Körtner: Wo Religiosität und theologisches Nachdenken nicht mehr kirchlich rückgekoppelt sind, drohen sie sich zu verflüchtigen.

"This Can't End Well". A Conversation With Cardinal Kasper

In this interview, Cardinal Walter Kasper analyses the situation in the global church following the first stage of the Vatican's Synod on Synodality. And he criticises the Catholic Church in Germany: the fact that they are continuing to work on the establishment of a new church governing body despite Roman objections is a "defiant challenge".

Der offene Himmel. Von der transformativen Kraft des Heiligen

Die Bruder-Klaus-Kapelle in Mechernich-Wachendorf ist anders als andere Sakralräume. Sie feiert die Alterität des Heiligen, wenn sie alles, was die Sammlung behindern könnte, streng zurücknimmt.

Ungleiche Nachbarn. Papst Franziskus will in Santa Maria Maggiore begraben werden – neben Vorgängern, die ganz anders waren als er

Papst Franziskus will nicht im Petersdom, sondern in Santa Maria Maggiore begraben werden. Katholische Ironie: Hier sind auch Pius V. und Sixtus V. begraben. Pius V. führte die "tridentinische Messe" ein, Franziskus will sie aussterben lassen. Sixtus V. ließ im Kirchenstaat die Todesstrafe vollstrecken, Franziskus hat sie für moralisch unzulässig erklärt.

"Das kann nicht gut ausgehen". Kardinal Walter Kasper im Gespräch

Der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper analysiert im Interview die weltkirchliche Lage nach der ersten Etappe der römischen Bischofsynode über Synodalität. Und er kritisiert die katholische Kirche in Deutschland: Dass man dort trotz römischer Einsprüche an der Einrichtung eines neuen kirchlichen Leitungsgremiums weiterarbeite, sei eine "trotzige Herausforderung".

Der große Pan ist tot. Poetik-Vorlesung von Thomas Hürlimann

Das Wiener Institut für Systematische Theologie hat eine Poetik­dozentur eingerichtet, um das Verhältnis von Literatur und Religion neu auszuloten. Jetzt sprach Thomas Hürlimann über Glaubens­distanz und Glaubenssehnsucht.

Rechthabenmüssen. Martin Walsers "Rechtfertigung, eine Versuchung"

Zu Martin Walsers Essay "Rechtfertigung, eine Versuchung" - eine Erwiderung des Wiener Theologen Jan-Heiner Tück.

Was das Konzil wollte. Zweites Vatikanisches Konzil

Der Streit um die Zukunft der Kirche ist auch ein Streit um die Deutung des Zweiten Vatikanischen Konzils, das vor fünfzig Jahren eröffnet worden ist.

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