Eine groß angelegte genomische Studie zeigt, dass die Bevölkerung im römischen Grenzraum Süddeutschlands zwischen Spätantike und Frühmittelalter nicht durch Massenmigration geprägt wurde. Stattdessen belegen die Daten die Mobilität kleiner Gruppen, soziale Trennung und eine rasche Vermischung nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches. Die Ergebnisse zeichnen ein neues Bild der Entstehung früher mitteleuropäischer Gesellschaften.