Teildisziplinen

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  • Dogmatik

    Dogmatik

    Dogmatik ist die theologische Disziplin, die die christliche Glaubenslehre, wie sie in der Bibel grundgelegt ist, darstellt. Sie verantwortet den Glauben vor den Anfragen der Gegenwart und ist um eine widerspruchsfreie Vermittlung der verbindlichen Glaubensinhalte im Spannungsfeld zwischen Tradition und Zeitgeist bemüht.

  • Kirche auf einem Fundament aus Felsen

    Fundamentaltheologie

    Die Fundamentaltheologie ist jene Disziplin der Theologie, die sich die Grundfragen theologischen Nachdenkens stellt. Als Teil der Systematischen Theologie klärt sie die Voraussetzungen der Theologie und legt damit das Fundament, auf dem die Dogmatik den christlichen Glauben konkret entfaltet. Die Fundamentaltheologie führt – als „Außenministerium“ der Theologie – das Gespräch mit anderen Wissenschaften sowie anderen Weltanschauungen und verantwortet ihnen gegenüber ihren eigenen Standort.

  • Koran, Thora und Bibel

    Religionswissenschaft

    Die Religionswissenschaft analysiert die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen. Sie fragt dabei nicht nach der Wahrheit von religiösen Dogmen, sondern untersucht die Rolle, die die Akteure, ihr Glauben und ihre Glaubenspraktiken für die Kultur und Geschichte ihrer Zeit spielten.

Disziplinen der Dogmatik

  • Gnadenlehre

    Gnadenlehre ist die Bezeichnung des dogmatischen Lehrstücks (Traktats), das sich mit Wesen, Wirkung und geschichtlichem Verständnis der Gnade Gottes befasst.

  • Soteriologie

    Soteriologie

    Soteriologie (griech. = die Lehre von der "soteria", Heil, Rettung) ist die theologische Einzelwissenschaft, die sich mit dem Heil der Menschen, mit der Erlösung befasst.

Theologische Schulen

  • Theologische Schulen: Was ist das?

    Mit Schulen. ist zunächst das Faktum gemeint, dass in der Geschichte der Theologie verschiedene Schulen auftraten und auftreten (Alexandrinische, Antiochenische Theologenschule, Augustinismus, Thomismus, Skotismus; in der evangelischen Theologie z. B. lutherische, reformierte Theologie, Schleiermachers Theologie, Liberale Theologie, Dialektische Theologie usw.).

  • Liberale Theologie

    Als Liberale Theologie bezeichnet man eine Richtung der Theologie, die sich Glaubensfragen vom Ausgangspunkt des menschlichen Geistes und unter den Vorzeichen der Naturwissenschaften nähert.

  • Politische Theologie

    Die Politische Theologie ist sich ihrer Rolle in der Welt bewusst und reflektiert die Einflüsse der Öffentlichkeit auf den Glauben und umgekehrt.

  • Transzendentaltheologie

    Transzendentaltheologie heißt der von J. Maréchal († 1944) begonnene und von K. Rahner († 1984) entscheidend weitergeführte Versuch, das Seins- und Gottesdenken bei Thomas von Aquin († 1274) durch Einbeziehung des transzendentalen Gedankengangs bei I. Kant († 1804) und der Seinsphilosophie M. Heideggers († 1976) zu erweitern und im 20. Jh. gesprächsfähig zu halten.

Systematisch-theologische Themen

  • Gottebenbildlichkeit

    Gottebenbildlichkeit ist ein aufgrund biblischer Zeugnisse gebildeter Begriff für die herausragende Stellung und Aufgabe des Menschen in der Schöpfung.

  • Gotteserkenntnis

    In der Glaubenswelt der Bibel sprechen die Schönheiten der Schöpfung und die Erfahrungen mit dem lebendigen Gott (in behütender Führung und im Gericht) so deutlich von seiner Existenz, dass sich die theoretische Frage nach der Erkennbarkeit Gottes erst zögernd, vielleicht von hellenistischer Skepsis provoziert, einstellt.

  • Heilsgeschichte

    Heilsgeschichte, ein im 19. Jh. entstandener, viel diskutierter Begriff, der besagt, dass Gott mit seinem universalen Heilswillen die Geschichte der ganzen Menschheit umfasst, einem jeden Menschen in ihr sein Heil angeboten hat und anbietet und dass faktisch seine Gnade und seine Rechtfertigung in der Menschheit geschichtlich konkret realisiert wurden.

  • Kontingenz

    Kontingenz (lateinisch = das Zufällige) ist ein philosophischer Begriff für die „Zufälligkeit“ im Sinn von Nicht-Notwendigkeit eines existierenden Seienden.

  • Mythos

    Mythos (griech. = anschauliche Erzählung) heißt eine Redeweise, die in erzählender Form Erkenntnisse vermitteln will, die rational-begrifflich nicht faßbar sind. In diesem Sinn verwendet schon die antike griech. Philosophie (Platon †347 v.Chr.) Mythen.

  • Offenbarung

    Offenbarung als theologischer Begriff bezeichnet eine Erfahrung Gottes, die als Selbstkundgabe oder Selbsterschließung Gottes wahrgenommen wird.

  • Transzendenz

    Transzendenz (lateinisch = das Überschreiten) ist ein zentraler Begriff eines Seinsdenkens, das in Theologie und Anthropologie unentbehrlich ist.

  • Verstand und Vernunft

    Verstand und Vernunft werden im Sprachgebrauch der klassischen Theologie nicht unterschieden. Anders bei I. Kant († 1804), nach dem sich die Vernunft auf das Bewusstsein und dessen Grundlagen bezieht, während der Verstand als „Vermögen der Begriffe“ die Anwendung der Vernunft auf den Bereich der Erscheinungen (sinnlichen Wahrnehmungen) darstellt.

  • Wahrheit

    Wahrheit (sprachlich verwandt mit lateinisch „veritas“= das Vertrauenswerte; griechisch „aletheia“= das Unverheimlichte, Unverborgene).

  • Wort Gottes

    Wort Gottes wird in der Theologie in zweifacher, wenn auch innerlich zusammenhängender Bedeutung verwendet.

Eine Gesamtschau

System (griechisch = ein aus Teilen gegliedertes Ganzes) bezeichnet die notwendige Zusammengehörigkeit von Einzelheiten zueinander sowie zu einem Ganzen, und zwar unter funktionalem Gesichtspunkt. In vielen Bereichen und Wissenschaften wird der Begriff System angewendet und werden Systemtheorien entworfen. In die Theologie gelangte das Systemdenken, als zu Beginn der Neuzeit Versuche einsetzten, den additiven Aufbau der theologischen Lehre (vgl. auch Loci theologici) durch eine Gesamtschau zu ersetzen. Im Zusammenhang damit entstanden im 17. Jahrhundert Begriffe wie „theologia systematica“, ohne dass zunächst gründlich über deren Eigenart reflektiert worden wäre.

Als in der Zeit der Aufklärung Glaubens- und Lehrinhalte von Dogmatik und Ethik unter dem Gesichtspunkt der Vernünftigkeit überprüft wurden, bahnte sich der Zugang zu begrifflich genauen und sachlich zusammenhängenden Gesamtdarstellungen an. Verstärkt wurde dieses Bemühen durch zunehmende Säkularisierung und Vorherrschaft der Naturwissenschaften im Wissenschaftsbereich; nun mussten die Existenzberechtigung und Geltungsansprüche der Theologie in der pluralen Kultur begründet werden. Von da her versteht sich die Zugehörigkeit der Fundamentaltheologie zur Systematischen Theologie.

Komplex und umstritten waren bzw. sind die Apologetik (Kontroverstheologie) und Ökumenische Theologie in ihrem Verhältnis zur Glaubenslehre und Moraltheologie.

Abgesehen von unterschiedlichen Organisationsformen in einzelnen Theologischen Fakultäten wird in wachsender Übereinstimmung der Aufbau der Theologie heute in der sinnvollen Einteilung in vier Sektionen gesehen, die in sich jeweils eine Mehrzahl von einzelnen Disziplinen oder Fächern und sogenannte Hilfswissenschaften umfassen: Biblische Theologie, Historische Theologie, Systematische Theologie und Praktische Theologie. Soll die Theologie (wissenschaftliche) Reflexion des Glaubens und der Glaubenspraxis sein, dann sind angesichts der schon unüberschaubaren Spezialisierung und Verselbständigung der theologischen Einzeldisziplinen immer neue Anstrengungen zu einer Gesamtschau lebensnotwendig.

Quelle: Herbert Vorgrimler: Neues Theologisches Wörterbuch, Neuausgabe 2008 (6. Aufl. des Gesamtwerkes), Verlag Herder

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