Anzeige
Anzeige: Umfrage zur Amazonas-Synode

Kirchenreform Der synodale Weg

Die katholische Kirche in Deutschland startet einen „synodalen Weg“. Gibt es Reformen oder bleibt alles beim Alten? Der Vatikan hat in zwei Briefen an die Deutsche Bischofskonferenz akut heftigste Vorbehalte angemeldet und darauf hingewiesen, dass die für die Beratung beabsichtigten Themen "die Zuständigkeit einer Teilkirche" überschreiten. Weiter heißt es: "Wie kann eine Versammlung einer Teilkirche über Themen der Weltkirche beschließen, und wie kann sich eine Bischofskonferenz von einer Versammlung dominieren lassen von der die meisten Mitglieder keine Bischöfe sind?" Die Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART hat die Bedeutung, aber auch die Schwächen des geplanten "synodalen Wegs" beleuchtet. Hier gelangen Sie zum Video.

Video: Stephan Langer über den synodalen Weg

Aktuelle Ausgabe

  • Gratis 34/2019 S. 371-372

    Die christliche AuraLiturgie der Sinnlichkeit

    Welche Reformen braucht die Kirche? Der Forderungskatalog ist bekannt. Den größten Teil der Bevölkerung – und der Getauften – interessiert das alles nicht mehr. Seltsamerweise wird in den Debatten etwas anderes, Grundlegendes ausgespart: die Atmosphäre des Sinnlichen, Liturgie und Kult.

  • LeserdebatteSynodaler Weg und Konzil

    Sie waren keine „Priester“, keine Kleriker, aber Apostel – und die ersten Synodalen der Kirche. Mit ihren Protagonisten Petrus und Paulus hatten sie beim Apostelkonzil von Jerusalem die ersten einschneidenden Reformen für die junge Christengemeinde zu beschließen. Wieder stehen bedeutendste Reformen an, wenn die katholische Kirche nicht den Anschluss an die Zukunft verlieren will. In Deutschland soll ein „synodaler Weg“ die Kirchenkrise bewältigen helfen. Wie sehen Sie es? Was erwarten Sie? Schreiben Sie uns, diskutieren Sie mit!

  • Das religiöse Buch des MonatsGott? Die religiöse Frage heute

    Was verliert eine Kultur, eine Gesellschaft, ein Staat, wenn Gott mehr oder weniger sang- und klanglos aus dem Leben der Bürgerinnen und Bürger verschwindet? Und was könnten sie gewinnen, wenn der Sinn für die Gottesfrage wächst? 135 Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens gehen diesen Fragen nach.

Thema

Foto: Pixabay

Von einer kleinen Gruppe aus Münster hat sich „Maria 2.0“ zu einer bundesweiten Bewegung entwickelt. Hier haben wir relevante Artikel für Sie zusammengestellt.

Unser Auftaktkommentar „Das Knacksen“ lässt wissen: Die Reformdebatten kommen nicht einfach so, sondern haben sich lange fast unmerklich angekündigt. In „Was kann der Streik erreichen?“ fassen wir Reaktionen auf „Maria 2.0“ zusammen. Anschließend erläutert Gerd Häfner Paulus-Texte zur Stellung der Frau. Klaus P. Fischer zeigt in „Unfehlbar trotz fehlbarer Argumente?“, dass auch das offizielle Lehramt nicht immer konsistent argumentiert – sondern selbst biblische Aspekte zur Ämterfrage selektiv gewichtet. Stephan Langer erklärt, warum unkonventionelle Reformvorschläge geboten sind.

Weshalb Maria vor Selbstbewusstsein „explodiert“ ist, legt Gotthard Fuchs dar. Die Rolle der Frau erläutert Arnold Angenendt in einem Streifzug durch die Kirchengeschichte. Eberhard Schockenhoff liefert Impulse zur Erneuerung der Sexualmoral. Abschließend fragt sich Johannes Röser, ob Jesus eine Kirche gründen wollte. Er zeigt auf, dass kirchliche Ämter der zeitbedingte Versuch sind, eine strukturelle Ordnung zu wahren – und damit offen sind für Neuansätze.

Wochenimpuls : Staub und Geist

Die Schrift hat recht: Der Mensch ist Staub. Er ist ein immer Sterbender. Er ist das Wesen, das, wenn es anhebt, auf den Tod zusteuert, eindeutig und unerbittlich, das einzige Wesen, das von dieser Todverfallenheit weiß. Er ist Staub! Er ist Geist, freilich.
Aber was ist dieses Geist-Sein, sich selbst überlassen, anderes als die Erkenntnis der Unbegreiflichkeiten, die Erkenntnis der Schuld, die Erkenntnis der Ausweglosigkeiten. Der Mensch ist so sehr Geist, dass er Gott erkennen kann. Aber was heißt das anderes, als dass er erkennt, dass er vor einem Unbegreiflichen steht mit unerfindlichen Wegen und unaufspürbaren Gerichten, dass er vor dem Heiligen steht als verlorener Sünder; was heißt das anderes, als dass er sich durch seinen Geist begreift als das, was er ist: als Staub und Asche.


Karl Rahner in: „Der wahre Sinn der Fastenzeit liegt nicht im Verzichten“ (Matthias Grünewald, Ostfildern 2018)

Leserdebatten und Leserumfragen

  • RedaktionsumfrageAmazonassynode

    Wird die Amazonas-Synode im Herbst diesen Jahres zum Hoffnungszeichen für eine Erneuerung der katholischen Kirche? Wird der verpflichtende Zölibat aufgegeben? Die Redaktion von CHRIST IN DER GEGENWART ist an Ihrer Meinung interessiert.

  • LeserdebatteKirchenschwund und Glaubensverlust

    Nominell wächst das Christentum weltweit, geistig jedoch schrumpft es wie noch nie in seiner Geschichte. Die Selbstgenügsamkeit mit dem Bestehenden „oben“ in den Kirchenleitungen wie „unten“ im Volk Gottes irritiert. Wir laden unsere Leserinnen und Leser herzlich dazu ein, sich an der Diskussion über den Zustand und die Zukunft der Kirche wie des christlichen Gottesglaubens zu beteiligen.