Anzeige
Umfrage: Papst-Schreiben zur Amazonas-Synode

Aktuelle Ausgabe

  • Gratis 5/2020 S. 48

    Schafft die Minijobs ab!

    7,6 Millionen Menschen in Deutschland sind geringfügig Beschäftigte. Das System der Minijobs setzt oft falsche Anreize.

  • Das religiöse Buch des MonatsGott? Die religiöse Frage heute

    Was verliert eine Kultur, eine Gesellschaft, ein Staat, wenn Gott mehr oder weniger sang- und klanglos aus dem Leben der Bürgerinnen und Bürger verschwindet? Und was könnten sie gewinnen, wenn der Sinn für die Gottesfrage wächst? 135 Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens gehen diesen Fragen nach.

Thema

Foto: KNA Bild

Die Kirche stirbt, wenn sie nicht Mut hat zu religiösen Reformen. In diesem Sonderdruck haben wir relevante Artikel für Sie zusammengestellt. Der Journalist Stephan Langer erwartet vom „synodalen Weg“ mehr als nur routinierte Arbeitskreis-Tätigkeit. Der Jesuit Andreas Batlogg fordert, dass die Reformdebatte kein bloßes Spiel mit Worten bleibt.

Der Chefredakteur der unabhängigen Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART Johannes Röser macht einen radikalen Vorschlag: Wenn weltkirchliche Probleme nur weltkirchlich gelöst werden können – dann veranstaltet ein Konzil! Wolfgang Beinert erläutert, warum Kirche ohne Eucharistie undenkbar ist, und warum das Priesteramt deshalb neu durchdacht werden muss. Der nächste Artikel fragt: Sind aber nur „bewährte“ alte Männer die richtige Antwort auf den Priestermangel?

Das Dauerthema eines ökumenischen Abendmahls steht im Fokus des Beitrags „Die Mahlfrage“. Anschließend zeigt Klaus P. Fischer auf, wie fehlbar vermeintlich unfehlbare Argumente gegen die Weihe von Frauen zu Priesterinnen sind. Den Abschluss bildet ein Artikel von Michael Seewald mit grundsätzlichen Reflexionen zu den aktuellen Reformdebatten.

Wochenimpuls : Am Brunnen zu Gast

In uns strömen die Quellen des Heiles und der Heilung. Gott ist als ein Brunnen in uns, zu dem wir zu Gast und Einkehr geladen sind. Diese inneren Quellen müssen wir finden und immer wieder strömen lassen in das Land unseres Lebens. Dann wird keine Wüste. „Ich will euch erquicken“ (Mt 11,29). Das alte Herrenwort wird vom strömenden Geist Gottes eingelöst. Von innen her wird uns die Kraft und die geistige Sicherheit und Überlegenheit kommen. Wie oft habe ich dies erfahren in der Hetze und Gejagtheit dieser Monate, unter der Last und Übermacht: dass auf einmal die Frische und die Kraft von innen her aufgehen als morgendliche Sonne und die Ruhe des gebändigten Sturmes und der gemeisterten Mühe die Landschaft der Seele erfüllt.
Wenn wir die inneren Quellen nicht finden, helfen uns keine Anspannungen und keine äußere Ruhe. Wo aber der Geist Gottes den Menschen anrührt, da gerät er über seine Maße hinaus, und es ist immer etwas von der heiligen Stille und seligen Ruhe, der erholsamen Ruhe der Gottesnähe, des Domes, der Waldlandschaft, der guten Freundschaft in ihm.

Alfred Delp (1907–1945; hingerichtet am 2. Februar) in: „Aufzeichnungen aus dem Gefängnis“ (Herder, Freiburg 2019)

Leserdebatten und Leserumfragen

  • RedaktionsumfrageAmazonassynode

    Wird die Amazonas-Synode im Herbst diesen Jahres zum Hoffnungszeichen für eine Erneuerung der katholischen Kirche? Wird der verpflichtende Zölibat aufgegeben? Die Redaktion von CHRIST IN DER GEGENWART hatte Sie hierzu nach Ihrer Meinung gefragt.

  • LeserdebatteKirchenschwund und Glaubensverlust

    Nominell wächst das Christentum weltweit, geistig jedoch schrumpft es wie noch nie in seiner Geschichte. Die Selbstgenügsamkeit mit dem Bestehenden „oben“ in den Kirchenleitungen wie „unten“ im Volk Gottes irritiert. Wir laden unsere Leserinnen und Leser herzlich dazu ein, sich an der Diskussion über den Zustand und die Zukunft der Kirche wie des christlichen Gottesglaubens zu beteiligen.