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Titelseite Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 62 (2008) Heft 7

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 325-327

    Leitartikel: Der Katholikentag und die Krise

    Am Ende der sommerlich-fröhlichen Maitage in Osnabrück schienen sich Teilnehmer wie professionelle Beobachter in ihrem Urteil einig: Dieser 97. Deutsche Katholikentag war eine höchst harmonische Veranstaltung. Aber war das nicht doch ein bisschen viel Harmonie? Kann sich die Kirche in ihrer momentanen Verfassung einen solchen Katholikentag überhaupt leisten? Wo doch die Krise auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens nicht zu übersehen und auch kaum schön zu reden ist, es an vielen Stellen gilt, Abschied zu nehmen vom Bewährten und Wohlvertrauten. Osnabrück hat funktioniert: als Gegenakzent und Kontrasterfahrung, als Glaubensfest, Ideenbörse, Workshop und Bildungsveranstaltung, vor allem aber als eine gelungene Gelegenheit zu Begegnung und Austausch. Fest steht aber auch, dass jeder weitere Katholikentag sich wieder von Neuem wird bewähren müssen.

Kommentar

  • Gratis S. 328-329

    Kommentar: Besessen

    Das Interesse am Exorzismus ist ein regelmäßig wiederkehrendes Phänomen.

  • Gratis S. 329

    Kommentar: Definitiv

    Der Päpstliche Laienrat billigt die Statuten des Neokatechumenalen Wegs.

  • Gratis S. 330

    Kommentar: Verdacht

    Die deutschen Bischöfe wollen ein weltkirchliches Institut gründen.

Aktuell

  • Gratis S. 331-333

    Vatikan: Auf dem Weg zur Bischofssynode

    Im Oktober findet die nächste Vollversammlung der Bischofssynode statt. Sie wird sich drei Wochen lang mit verschiedenen Aspekten des Themas Wort Gottes beschäftigen. Es gibt in diesem Bereich positive Entwicklungen, aber auch Defizite.

  • Gratis S. 333-335

    EKD: Strukturveränderungen und neue Köpfe

    Im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland ist derzeit einiges in Bewegung. Das gilt sowohl für die landeskirchlichen Strukturen wie für das kirchliche Führungspersonal. Im Jahr 2009 endet die „Ära Huber“.

Blickpunkt

Essays

  • Gratis S. 349-354

    Welche Politik für die Armen wirklich Not tut: Empörung ohne Folgen

    Hinter die Berechnungen zu Armut und Armutsrisikoquote im dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung müssen Fragezeichen gesetzt werden. Jedoch wäre es unangemessen, den politischen Handlungsbedarf wegzudiskutieren. Eine Politik der Armutsprävention muss bei den Hauptrisikogruppen ansetzen, den Langzeitarbeitslosen, den Alleinerziehenden, den Menschen mit Migrationshintergrund und ohne Berufsausbildung.

  • Gratis S. 354-359

    Der 97. Deutsche Katholikentag in Osnabrück: Erstürmte Wälle, erlangte Weite

    Der Katholikentag in Osnabrück wird nicht nur aufgrund seiner heiteren Stimmung in Erinnerung bleiben. Glaubensfragen und spirituelle Impulse hatten noch mehr Gewicht als früher, die Probleme in den deutschen Bistümern wurden nicht ausgeklammert. Politische Themen zogen vor allem bei der Beteiligung Prominenter – und dort, wo es entsprechend gesellschaftlich engagierte kirchliche Gruppierungen gibt.

  • Gratis S. 359-364

    Kleine Polemik gegen fundamentalistische Nichtgläubige: Extremistenbeschluss für Gläubige

    Die so genannten „neuen Atheisten“ kritisieren, dass religiöse Überzeugungen nicht nur unvernünftig und unwissenschaftlich sind, sondern letztlich auch gewaltförmig und damit unmoralisch beziehungsweise politisch gefährlich. Man kann dieser Position aber nicht nur mit Empörung begegnen. Vielmehr bedarf es des Nachdenkens darüber, was religiöse Überzeugungen sind.

  • Gratis S. 369-373

    Aktuelle Tendenzen der Christologie: Rabbi, Vorbild, Gottes Sohn

    Jesus von Nazareth gilt manchen vornehmlich als Wanderradikaler, Rabbi oder moralisches Vorbild, aus der gläubigen Binnenperspektive ist er darüber hinaus Messias und Gottessohn. Beide Perspektiven zusammenzuhalten und für die Gegenwart plausibel zu machen, ist und bleibt die vornehmliche Aufgabe dogmatischer Christologie – wie ein Blick in entsprechende Neuerscheinungen zeigt.

Autorinnen und Autoren