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2021

  • Plus kindergarten heute Ausgabe 3_2021 S. 36-39 kompetenzen

    Datenschutz: Was darf wem erzählt werden?Was unsere Rechtsexpertin rät

    Stellen Sie sich vor, Eltern vertrauen Ihnen wichtige Informationen an und bitten Sie, diese für sich zu behalten. Dürfen Sie sie trotzdem an die Kita-Leitung oder das Jugendamt weitergeben? Unter welchen Voraussetzungen ist es zulässig, sich mit Grundschule, Mediziner*innen oder Therapeut*innen über Kinder in der Kita auszutauschen?

  • Plus kindergarten heute Ausgabe 2_2021 S. 32-35 projekte

    Das Mitmach-DorfMehr Partizipation wagen

    Kinder in die Gestaltung ihrer direkten Umgebung einzubinden ist das Ziel des Projekts „Lebens(t)raum“. Wie eine Kita-Gruppe sich auf den Weg macht, ihr Dorf kinderfreundlicher zu gestalten – und sogar den Bürgermeister in die Pflicht nimmt.

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Was ist unter „Kindeswohl“ zu verstehen?

Kein Gesetz sagt aus, was genau darunter zu verstehen ist. Das macht das Kindeswohl zu einem unbestimmten Rechtsbegriff, der sich einer allgemeinen Definition entzieht und daher der Interpretation im Einzelfall bedarf.

Versuch einer Definition:

Ein am Wohl des Kindes ausgerichtetes Handeln ist dasjenige, welches die an den Grundrechten und Grundbedürfnissen von Kindern orientierte, für das Kind jeweils günstigste Handlungsalternative wählt (J. Maywald, 2012).

Rolle und Aufgabe der Kindertageseinrichtung bei der Erfüllung des Schutzauftrags

Pädagogische Fachkräfte müssen in der Lage sein, gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung zu erkennen, also präventiv Gefährdungen wahrzunehmen, um rechtzeitig Hilfen einleiten zu können. Im Falle einer Kindeswohlgefährdung ist es unerlässlich, planvoll und abgestimmt vorzugehen. Viele Einrichtungen arbeiten deshalb nach einem Kinderschutzleitfaden und setzen spezielle Instrumente zur Risikoeinschätzung ein. Es ist verpflichtend, bei der Risikoeinschätzung neben einer insoweit erfahrene Fachkraft auch die Eltern bzw. Sorgeberechtigten und das Kind mit einzubeziehen, vorausgesetzt, hierdurch wird der wirksame Schutz des Kindes nicht in Frage gestellt. Unter Umständen kommen weitere Berufsgruppen mit unterschiedlichen Zielsetzungen dazu.

Präventive Maßnahmen

Neben der notwendigen Hilfe im Einzelfall gibt es zahlreiche präventive Möglichkeiten, den respektvollen Umgang zwischen Kindern und Erwachsenen zu fördern und Eltern bei der gewaltfreien Erziehung zu unterstützen. Vorbeugender Kinderschutz ist die beste Maßnahme, Gewalt gegen Kinder immer weiter zu reduzieren. Er kommt dadurch zum Ausdruck, dass

  • sich die konzeptionelle Arbeit an den Rechten und Grundbedürfnissen des Kindes orientiert,
  • die Stärkung der Persönlichkeit zum festen Bestandteil des Kindes zum Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag zählt und
  • diese Stärkung gemeinsames Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern ist.
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