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Kitas professionell leiten

Die Leitungstätigkeit in einer Kindertageseinrichtung stellt sowohl eine anspruchsvolle als auch vielseitige Aufgabe dar. Die dortigen Leitungskräfte sind gefordert, ihre Einrichtung den sich kontinuierlich verändernden Rahmenbedingungen und Erwartungen von außen anzupassen: das Initiieren und Managen von Veränderungen (Change Management) zählt zu den zentralen Aufgaben einer Kita-Leitung. Sie muss sich also neben pädagogischen Themen auch mit gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen auseinandersetzen, um daraus Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Kita (auf der Basis von Trägervorgaben) abzuleiten und diese (i.d.R. mit dem Team) auf den Weg zu bringen.

Aufgaben einer Kita-Leitung

Zu den Aufgaben von Leitungskräften gehören: Selbstmanagement, Entwicklung von Visionen und Strategien, Formulierung von Zielen, Personalauswahl, Personalentwicklung, Mitarbeiter/-innen-Motivation, Optimierung des Arbeitsklimas, Bündelung von Ressourcen mit Blick auf anstehende Aufgaben, Strukturierung von Aufgaben, Organisation von Arbeitsabläufen, Unterstützung von Mitarbeiter/-innen bei deren Aufgaben, Förderung der Teamarbeit, Einsteuerung von Gruppenaktivitäten, Moderation und Mediation, Konfliktmanagement, Qualitätskontrolle und Evaluation von Arbeitsergebnissen.

Wie wird man Kita-Leiter/-in?

Es gibt viele Wege, die zur Leitung einer Kindertagesstätte führen. Grundlage ist eine einschlägige Ausbildung, z. B. zur/m staatlich anerkannten Erzieher/-in oder ein Studium der Sozialpädagogik oder Kindheitspädagogik.

Mittlerweile bieten immer mehr Hochschulen – z. T. berufsbegleitende – Aufbaustudiengänge an, die den Fokus auf die Ausbildung von Leitungskompetenzen legen. Diese heißen beispielsweise „Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen“ oder „Leitung und Bildungsmanagement im Elementarbereich“.

Des Weiteren gibt es zahlreiche Weiterbildungen und Lehrgänge, die sich auf die Vermittlung von Leitungskompetenzen spezialisieren.

Regelmäßige Fortbildungen sind für die Leitungskraft ein unverzichtbarer Teil der Arbeit. Hier vertieft sie ihre Kenntnisse, z. B. in der Elternberatung oder Mitarbeiterführung, im Controlling und im Management. Sie hat die Möglichkeit, sich mit anderen Leitungskräften auszutauschen, neue Impulse aufzunehmen und die eigenen Kompetenzen auszubauen.

Auch mithilfe einer externen Fachberatung reflektiert die Leitungskraft ihre Arbeit und entwickelt diese weiter.

Neben aller Fort- und Weiterbildungen zählen vor allem auch die Praxiserfahrungen, beispielsweise beim Erstellen von Dienstplänen und dem Führen von Personalgesprächen. Diese Erfahrungen müssen jedoch durch einschlägiges Fachwissen ergänzt werden.