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Artikel

2018

  • Plus Damit Sie haben, was Sie brauchen Ausgabe 9_2018 S. 30-31 kompetenzen

    10 Tipps für eine gesunde Stimme

    Als pädagogische Fachkraft arbeiten Sie in einem Sprechberuf. Grund genug, der eigenen Stimme ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

  • Plus Damit Sie haben, was Sie brauchen Ausgabe 5_2018 S. 10-14 kompetenzen

    Herausforderndes Verhalten verstehen

    Täglich gibt es Situationen, in denen sich pädagogische Fachkräfte durch Verhaltensweisen von Kindern herausgefordert und manchmal auch überfordert fühlen. Wie Sie die Ursachen unter systemischer Perspektive verstehen können.

  • Plus Damit Sie haben, was Sie brauchen Ausgabe 5_2018 methoden

    Herausforderndes Verhalten beantworten

    Wenn ein Kind ständig im Mittelpunkt stehen möchte oder sich stark von der Gruppe zurückzieht, sind Fachkräfte gefordert. Wie Sie herausfinden können, was ein betroffenes Kind braucht, und wie Sie es gezielt unterstützen können.

2017

2016

2015

  • Gratis Damit Sie haben, was Sie brauchen Ausgabe 8_2015 S. 34-37

    Auf dem Weg zur InklusionEin Erfahrungsbericht

    Eine Kindertageseinrichtung nimmt ein autistisches Kind auf. Für die pädagogischen Fachkräfte bringt das viele Herausforderungen mit sich. Dem Team gelingt es, die pädagogische Arbeit anzupassen und Bedingungen zu schaffen, die den Bedürfnissen aller Kinder gerecht werden.

2014

  • Plus Damit Sie haben, was Sie brauchen Ausgabe 9_2014 S. 8-14

    Traumatisierte KinderEinsatz der Traumapädagogik in der Kita

    In Kindertageseinrichtungen werden zunehmend auch Kinder und deren Familien betreut und beraten, deren Lebensweg durch traumatische Begebenheiten geprägt ist. Damit pädagogische Fachkräfte mit dieser Herausforderung umgehen können, benötigen sie Grundlagenwissen über die möglichen Folgen eines Traumas, methodische Anregungen und ein sozialpädagogisches Netzwerk.

Fachbegriffe

1. Herausforderndes Verhalten

Ob zu laut oder zu leise, aggressiv oder gehemmt - besondere Verhaltensweisen von Kindern können sich im Alltag durch externalisierende oder internalisierende Ausprägungen zeigen. In jedem Fall erfordern die dadurch als herausfordernd wahrgenommenen Verhaltensweisen meist einen speziellen Umgang und eine besondere Herangehensweise. Auffälliges Verhalten zeichnet sich dadurch aus, dass es von der sozialen Norm abweicht. Inwiefern diese soziale Norm aber beschaffen ist oder nicht, hängt unter anderem von der eigenen Wahrnehmung ab. Denn was einen herausfordert, richtet sich nach der eigenen Person - es ist kontext- und interaktionsabhängig. Herausfordernde Verhaltensweisen können verschiedene Ursachen haben, die meistens im Kind selbst liegen und dann im Aushandlungsprozess mit der Umwelt zutage treten. Einen Einfluss hat aber auch das Umfeld mit Familie und Peer-Group oder allgemeine Rahmenbedingungen der Kita. Ob eine Verhaltensauffälligkeit vorliegt, kann erst nach gründlicher Beobachtung, diagnostischen Verfahren und Gesprächen mit Personen aus dem Umfeld des jeweiligen Kindes gesagt werden.

2. Ein systemischer Blick

Herausfordernde Verhaltensweisen können nur in ihrem jeweiligen Kontext verstanden werden - dazu braucht es ein methodisches Vorgehen, das verschiedene Faktoren berücksichtigt und vielfältige Handlungsoptionen ermöglicht. Mithilfe der systemischen Perspektive können Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt betrachtet werden. Im Vordergrund steht dabei die Frage, welche Funktion bestimmte Verhaltensweisen in ihrem Kontext haben. Dabei geht es nicht um linear-kausale Erklärungen, sondern um die Aufdeckung von Wechselwirkungen: Welche Faktoren tragen dazu bei, dass das jeweilige Verhalten aufrecht erhalten wird? Die individuellen Symptome werden dabei als Ergebnis von Interaktionsmustern verstanden. Dieser Perspektivwechsel ermöglicht es den Fachkräften, den defizitorientieren Blick zu überwinden und die Stärken und Ressourcen des Kindes gezielter wahrzunehmen. Wenn das Kind sich in seinen Bedürfnissen verstanden und angenommen fühlt, können Veränderungen initiiert und alternative Verhaltensweisen erlernt werden.

3. Der Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen

Auf der Handlungsebene ist es wichtig, als Team gemeinsame Entscheidungen zu treffen und diese auch so auszuführen. Ist es in erster Linie zwar bedeutsam, die jeweilige Situation mit dem Kind zu beobachten, und sich selbst und die eigenen Ansichten und Handlungen zu reflektieren, so können gemeinsam im Team Lösungen für die Situation erörtert werden. Im Mittelpunkt sollte dabei immer das Kind und die jeweilige Fachkraft stehen, die sich durch das kindliche Verhalten herausgefordert fühlt. Gehandelt werden sollte dann sowohl in Bezug auf das Kind und die Eltern als auch auf die Einrichtung, ihre Rahmenbedingungen, das Team und die Fachkräfte. Es gilt, jede Ebene auf ihre Art und Weise zu beachten. In Gesprächen kann mit den beteiligten Parteien gearbeitet und eine Entlastung der Situation herbeigeführt werden. Wichtig ist zudem, die daraufhin unternommenen Handlungen am Ende zu überprüfen und zu reflektieren, ob, und inwiefern eine Änderung auf den unterschiedlichen Ebenen herbeigeführt werden konnte.