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  • Erfahrung der Gegenwart Jesu ChristiDie Emmaus-Perikope und ihre Theologie

    Die sogenannte Emmaus-Perikope (Lk 24,13-35) hat Geschichte gemacht: Sie hat vielen Kirchen, Gemeinde- und Begegnungszentren ihren Namen gegeben. Geistliche Gemeinschaften und Glaubenskurse sind nach ihr benannt. In besonderer Weise bekannt geworden ist Emmaus International, jene Bewegung, die, von Abbé Pierre ins Leben gerufen, sich der Bekämpfung der Armut verschrieben hat. Die Emmaus-Tradition in der Kirche ist das eine, das dazugehörige Evangelium das andere. Wie ist dieser Text zu verstehen in seiner eigenartigen Verschlingung von Nichterkennen und Erkennen, Trauer und Freude?

  • Von Selbst-Annahme und der Kunst des StaunensAuferstehung erleben

    In einem Lied besingt Reinhard Mey die Rückkehr seiner Freundin. Er vergleicht dabei die Gefühle, die er empfindet mit Ostergefühlen. Wenn man Reinhard Mey zuhört, spürt man jene Gefühle regelrecht. Sein Lied klingt tatsächlich wie ein Alleluja, das der Tiefe des Herzens entströmt. Als ich vor vielen Jahren in Jerusalem studierte, traf unsere Studentengruppe am Morgen des Osterfestes den Orthodoxen P. Johannes Düsing, einen leidenschaftlichen Vermittler zwischen katholischer Kirche und den orthodoxen Kirchen Jerusalems. Er begrüßte uns, die wir noch nicht so richtig ausgeschlafen hatten, mit einem frohen „Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaft auferstanden!“. Da spürte man nicht weniger als bei Reinhard May die tiefe, innere Freude darüber, dass Christus, der tot war, wieder unter uns weilt, zurückgekommen ist.

2019

  • Plus Anzeiger für die Seelsorge Heft 4/2019 S. 17-21

    Verstehen und beten wir es richtig?Das Vaterunser

    Das Vaterunser ist das wertvollste Gebet der Kirche; denn es ist unser einziges Gebet, das nicht von Menschen ersonnen, sondern von Jesus selbst überliefert wurde. Das Vaterunser begleitet die Kirche auch durch die Kar- und Osterliturgie. Doch ist das Vaterunser für heutige Menschen kaum verständlich und wurde in der ökumenischen Fassung stellenweise nicht korrekt übersetzt. Auf einige Verse soll im Folgenden verwiesen werden.

  • Plus Anzeiger für die Seelsorge Heft 4/2019 S. 9-11

    Gedanken zur Kar- und OsterliturgieWie lebt er durch mich?

    „Alle Jahre wieder“ gilt nicht nur für Weihnachten. Auch Ostern, das zentrale Fest der Christen, wird jährlich neu und in derselben Weise gefeiert. Es ist aber nicht einfach eine Wiederholung. Einer Spirale gleich geht der jährliche Weg hin zum Zentrum, um dann wieder von der Erfahrung aus der Mitte vertieft zu leben. Seit alters her wird in diesen Tagen das Pascha-Mysterium, das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu, gefeiert: vom Dunkel zum Licht, von der Hoffnungslosigkeit zur Hoffnung, vom Tod zum Leben.

  • Plus Anzeiger für die Seelsorge Heft 4/2019 S. 13-16

    Ein Durchgang!Ostern?

    In Taizé vermittelt die einfache, eindringliche Feier der Osterliturgie von jeher eine wertvolle spirituelle Erfahrung.

2018

  • Plus Anzeiger für die Seelsorge Heft 4/2018 S. 14-17

    Pfade durch die biblischen Texte der OsternachtLeben in Christus

    Am Ende eines langen Weges durch die Heilige Schrift, kurz vor dem Osterevangelium, bekommt die zur Osternacht versammelte Gemeinde eine theologische Nachhilfestunde durch den Apostel Paulus. „Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Jesus Christus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? […] Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein“ (Röm 6,3.5). Wer es bis jetzt noch nicht weiß, bekommt hier noch einmal einen Verständnisschlüssel in die Hand: Am Ende steht das Leben, nicht der Tod. In der Taufe wird dieses neue Leben von jedem Christen existentiell nachvollzogen. Die darauffolgende Evangelienlesung (im Lesejahr B: Mk 16,1–7) fügt dem nichts hinzu, blickt zurück auf das leere Grab und das Erschrecken der drei Frauen, die Jesu Leichnam nicht im Grab vorfinden. Zu diesem auferstandenen Jesus sollen sie gehen, ihm sollen sie in Galiläa begegnen – er lebt (Mk 16,7).

  • Plus Anzeiger für die Seelsorge Heft 4/2018 S. 18-21

    Zur Feier der Liturgie in der Osternacht„Dies ist die Nacht …“

    Von der Paschanacht wird im Judentum gesagt, wer diese Nacht kenne, habe das Wesen der jüdischen Religion verstanden. In Analogie dazu kann man sagen: Wer die Osternacht kennt, wer in die Tiefe ihres Geheimnisses eingedrungen ist, hat das Wesen und den Urgrund von Kirche und Christsein erfasst. Mit dem österlichen Bekenntnis zu Tod und Auferstehung des Herrn steht und fällt christliches Leben.

  • Plus Anzeiger für die Seelsorge Heft 4/2018 S. 9-13

    Innovativ unsere Kernbotschaft erzählen – Ökumenischer Kreuzweg der JugendPer Street-Art oder mit dem Smartphone Zeugnis von Jesus Christus geben

    Vor 2000 Jahren ging Jesus auf seinem Weg mit dem Kreuz. Er geht diesen Weg bis heute: mitten unter uns und mit uns zusammen, sein Kreuzweg kreuzt unseren Alltag. Seine damaligen Kreuzwegstationen sind auch Teil unserer Stadt, unseres Lebens, unserer Begegnungen. Das ist die Kernbotschaft unseres pastoralen Handelns: Sie erzählt von Tod und Auferstehung Jesu Christi und davon, dass dieser Weg Jesu auch unser eigener, persönlicher Weg mit Gott und zu Gott ist.

  • Gratis Anzeiger für die Seelsorge Heft 4/2018 S. 5-7

    Osterbotschaft heuteGott kann alles aufbrechen

    Jedes Jahr feiern wir Ostern. Und jedes Jahr stehen wir vor der Aufgabe, die Botschaft von Ostern den Menschen so zu verkün- den, dass sie davon berührt werden. Die erste Frage jedoch ist, ob wir selbst davon berührt und bewegt werden. Oder geht es uns wie den Frauen im Markusevangelium, das in diesem Jahr in der Osternacht verkündet wird? Sie fliehen vor dem Grab: „denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt“ (Mk 16,8).