Anzeige: Die ignorierten Frauen der Bibel. Was im Gottesdienst nicht gelesen wird. Von Annette Jantzen

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  • Pastoralanthropologische Überlegungen zum AltseinNoch bin ich nicht alt

    Dass Menschen ein hohes Lebensalter erreichen, ist heute fast schon die Regel. Im Zuge eines Trends zur Hochaltrigkeit hat sich die Lebensphase „Alter" deutlich verlängert und verlangt eine differenzierte Betrachtung hinsichtlich der Chancen und Grenzen ihrer Gestaltung. Wo aber Altern mehr denn je in einer individuellen und gesellschaftlichen Situation erfolgt, in der etablierte Altersbilder nur unzureichend Orientierung zu bieten vermögen, wächst der Bedarf einer neuerlichen anthropologischen Vergewisserung - auch und besonders innerhalb und im Dienst der Pastoral.

2018

2017

Gemeinsam unterwegs

Viele ältere Menschen leben, wegen verschiedener Lebensumstände wie der Verwitwung, das Ausziehen der Kinder oder einer Trennung, allein. Ebenfalls leiden viele ältere Menschen an Einsamkeit oder diversen Krankheiten, die ihnen ein Sozialleben erschweren oder gar verwehren. Aufgrund dieser und weiterer Faktoren, ist ein wesentlicher Bestandteil der Seniorenseelsorge das Zusammenbringen von älteren Menschen.

Die Seniorenseelsorge eröffnet Räume, in denen ältere Menschen aufeinandertreffen und dort ins Gespräch kommen können. Die Kommunikation über die gegenwärtige persönliche Situation, vergangene Erlebnisse und Ereignisse, die Einzelne oder die Gruppe gemeinsam erlebt haben, ist von Bedeutung.

Die entstandene Gruppe ermöglicht die thematische Auseinandersetzung mit Liedern und Gedichten, kreativen Bastelangeboten, einer vorgelesenen Geschichte oder einem Gesprächskreis, beispielsweise während eines Senior:innen-Nachmittags. Anstehende Themen kirchlicher Art wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten und Themen alltäglicher Art wie Liebe, Familie, Älterwerden, können in diesem Rahmen behandelt werden.

Geistliche Themen

Im Gespräch über persönliche Themen spielt, gerade im Rückblick auf das eigene Leben, für viele der Glaube und das persönliche geistliche Leben eine besondere Rolle. Erlebnisse aus der eigenen Glaubensbiografie und der Heimatgemeinde, von Wallfahrten oder der Auseinandersetzung mit theologischen Themen kommen ins Wort.

Die Seniorenseelsorge nimmt die geistlichen Bedürfnisse und Wünsche der Menschen auf und ermöglicht Angebote, wie eine regelmäßige „Senioren-Messe“, eine Marienandacht im Mai oder ein Bibelgespräch zu zentralen Themen der Bibel.

In vielen Gemeinden werden solche Angebote realisiert, indem inhaltliche Elemente mit einer Mahlzeit verbunden werden. Klassische Beispiele dafür sind das „Bibelfrühstück“ oder das „Abendlob mit Abendbrot“.

Freizeitangebote

Wie die Kinder- und Jugendlichen, unternehmen auch gerne Senior:innen Gruppenaktivitäten und Ausflüge. Bei der Organisation werden besonders die Bedürfnisse der Gruppe als auch des Einzelnen beachtet, um allen eine möglichst stressfreie Veranstaltung zu bieten.

Je nach örtlichen Gegebenheiten wird eine Theater- oder Kabarett-Vorstellung, ein Museumsbesuch oder ein Tagesausflug zu einem nah gelegenen Ziel ausgewählt. Viele Senior:innen freuen sich über eine Teilnahme, da sie den Alltag unterbricht. Andere freuen sich am Programm, indem schöne Geschichten und Erinnerungen wachgerüttelt werden.

Aaron Wannrich