Heft 7-8/2020Im Glauben geborgen

Inhalt
1. Auflage 2020
Bestellnummer: Z010062
Erscheinungstermin PDF: 2020
Bestellnummer PDF: D100515

Sie kam „aus dem Nichts“ und hat uns vor Augen geführt, wie verletzbar wir sind: Die Corona-Krise, mit der wir seit März dieses Jahres konfrontiert sind, hat mit ungeahnter Heftigkeit das Leben in Deutschland und weltweit verändert und dem Alltag einen eigenen Stempel aufgedrückt. Viele Menschen haben durch die Pandemie ihr Leben verloren. Und auch wenn es mit Blick auf die Todesopfer vergleichsweise banal klingt, haben wir alle in den letzten Wochen zumindest vorübergehend unseren Alltag mit seinen Routinen und viele liebgewordene Sicherheiten verloren. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass uns unser Leben durch äußere Umstände jederzeit entgleiten kann. Umso wichtiger ist es zu fragen, was uns selbst im Angesicht einer solchen Pandemie Halt im Leben gibt. Dieser Frage gehen die Beiträge in diesem Monat nach. Der Innsbrucker Pastoraltheologe Johannes Panhofer fragt, inwiefern der Glaube Halt im Leben schenkt. Der Trierer Pastoralpsychologe Heribert Wahl geht auf den Zusammenhang von Glauben und Vertrauen ein. Hermann Schalück setzt in seinem Beitrag beim Buch Kohelet an und endet beim Kölner Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Und Thomas Dienberg setzt sich mit der Tragfähigkeit des Glaubens in dunklen Stunden auseinander.

Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

  • Plus S. 11-15

    Anmerkungen zum „unglaublichen“ VertrauensbedürfnisMenschlich vertrauen, um religiös zu glauben?

    Gegenwärtig dreht sich die Titelfrage geradewegs um. Die moderne Gesundheitsforschung und Wellness-Szene behauptet, Religion und Spiritualität seien förderlich, um Vertrauen zu lernen. Doch dann stellt sich erst recht die Frage: Hängen jener Vertrauensglaube, den wir als Christinnen und Christen zu leben versuchen, und menschliches Vertrauen-Können wirklich innerlich zusammen? Und was gehört zu dieser zwischenmenschlichen Vertrauensbasis, damit unser Glaube davon geprägt wird und seinerseits prägend wirkt?

  • Plus S. 16-20

    Und er will uns heiter sehen„Wir alle sind in Gottes Hand“ (Hanns D. Hüsch)

    Alles hat seine Zeit. Diese Worte aus dem Buch Kohelet/Prediger haben einen vielfachen Eingang in den Volksmund gefunden. Wer hätte sie nicht schon einmal gebraucht, etwa um ungestüme Zeitgenossen zur Rücksichtnahme auf „Fußkranke“ zu bewegen, denen alles zu schnell geht. Ich wohne seit einigen Jahren im Rheinland, und da heißt es oft: „Et kütt, wie et kütt“. Es kommt, wie es kommt. Das kann mehrere Bedeutungen haben: Es klingt resignierend, ist aber vor allem weise, klug, gelassen und – ein wenig hintersinnig und schlau. Man hört dabei heraus: Nur nichts überstürzen.

Impulse

Im Blick

  • Gratis S. 32-36

    30 Jahre Recollectio-HausNeue Lust an der Arbeit

    Das Recollectio-Haus ist eine Einrichtung der Abtei Münsterschwarzach, die Priestern, Diakonen, Ordensangehörigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Seelsorge die Möglichkeit geben möchte, sich körperlich, psychisch und geistlich-spirituell zu sammeln und für die pastorale Rolle und Aufgabe zu stärken. In diesem Jahr begeht die weit über Deutschland hinaus bekannte Einrichtung ihr 30-jähriges Jubiläum.

Inspirierte Seelsorge

Autoren/-innen