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Anzeige: Wir gehen dann mal vor

Heft 2/2022

Inhalt
1. Auflage 2022
Bestellnummer: Z010079
Erscheinungstermin PDF: 2022
Bestellnummer PDF: D100678

Lange Zeit wurde die Frage von Autorität und Macht in der Kirche allzu schnell und recht theoretisch beantwortet, indem im Schatten einer juridisch engführenden Sacra-potestas-Lehre von einer Vollmacht ausgegangen wurde, an der Kleriker qua Weihe Anteil erhalten. Auch wenn sich so theologisch stringente Argumentationslinien zeichnen ließen, zeigte sich doch, dass diese für die Kirche in Deutschland nicht mehr hilfreich sind. Nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit den Missbrauch fördernden Strukturen in der Kirche hat gezeigt, dass ein neuer Umgang mit Autorität und Macht in der Kirche nötig ist. Es ist ermutigend, dass im Rahmen des Synodalen Wegs die Frage der Macht und Gewaltenteilung in der Kirche so offen diskutiert – und dass ihr sogar ein eigenes Synodalforum gewidmet wird. Gefragt wird in diesem Forum, wie mit der Macht in der Kirche umgegangen wird und was getan werden muss, um Machtabbau und eine Verteilung von Macht in der Kirche zu erreichen. Die zentralen Fragen lauten: Wie ist in der Kirche Macht zu verstehen und auszuüben, wie zu organisieren, zu begrenzen und zu kontrollieren? Wie ist sie theologisch zu verantworten? Welche Rahmenbedingungen und welche Strukturen begünstigen Machtmissbrauch, welche werden zum Kampf gegen Machtmissbrauch benötigt? Diesen Fragen gehen auch die Autorinnen und Autoren der Schwerpunktthemen in diesem Heft nach. Sie laden dazu ein, die Macht in der Kirche auf den Prüfstand zu stellen.

Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

Impulse

Im Blick

  • Plus S. 32-36

    Frau*.Macht.KircheMacht.Frau.Kirche

    Macht.Frau.Kirche. Der Titel ist mit Absicht an das Hohenheimer Theologinnen-Treffen von AGENDA angelehnt, das 2019 unter dem Titel MACHT.GOTT.ÖFFENTLICH stand. Denn dort haben wir drei Tage lang über das Verhältnis von Frauen, Macht und (kirchlicher) Öffentlichkeit nachgedacht. Die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Tagung sind frappierend und konsequentenreich und deswegen möchte ich sie in den Mittelpunkt dieses Beitrags stellen. Dazu werde ich drei Problematisierungen nachgehen, die das Thema „Frauen und Macht“ in sich trägt.

  • Plus S. 37-40

    Eine Spurensuche im Kontext der Feiern des GlaubensSehnsucht nach Transzendenz

    Der wohl weiteste Begriff für die menschliche Suche nach Sinn liegt in der Rede von der „Transzendenzerfahrung“. Damit ist ein existenziell vollzogenes Überschreiten unserer Alltags- und Zeiterfahrung gemeint. Aus theologischer Sicht ist es sinnvoll, von solcher Ausrichtung des Menschen zu sprechen, auch wenn die Menschen heute mehr eine „vage Sehnsucht nach Religion“ (Arno Schilson) erfüllt. Näherhin ist die Dimension der „Fühlung“ (Alois Müller) angesprochen, wenn vom Transzendenten und seiner Erfahrung durch Menschen im gottesdienstlichen Handeln gesprochen wird.

Inspirierte Seelsorge

Autoren/-innen