Heft 4/2019Österliche Liturgie

Inhalt
1. Auflage 2019
Bestellnummer: Z010048
Erscheinungstermin PDF: 2019
Bestellnummer PDF: D100343

Kaum eine Liturgie ist so dicht wie die Liturgie der Kar- und Ostertage. Es ist erfreulich, dass sich viele Menschen selbst in Zeiten leerer werdender Kirchen ein Gespür für das Mysterium des Triduum bewahrt haben. Die Kar- und Ostertage laden dazu ein, aus dem Alltag aus- und in die Erinnerung einzusteigen. Denn im Zentrum der liturgischen Feiern steht die Erinnerung an das Pascha-Mysterium und an ein einzigartiges Heil, das Ostern seinen Anfang nahm und bis heute spürbar ist. Die Erinnerung setzt beim Abendmahlgeschehen an und akzentuiert es neu, durchschreitet die Einsamkeit von Gethsemane, lässt sich vom Kreuz erschüttern und taucht ein in das tiefste Dunkel der Nacht, bevor das erlösende „Lumen Christi“ erklingt und das Leben siegt. Eine einzigartige Dramaturgie des Glaubens.

Die Autoren der Schwerpunktbeiträge laden in diesem Monat dazu ein, sich neu auf die österliche Liturgie einzulassen und das Geheimnis des Glaubens – und damit unseres Lebens – in ihr zu entdecken.

Der Beitrag „Wo bleibt das Profil?“ von Josef Freise widmet sich der Herausforderung, wie kirchliche Einrichtungen eine interreligiöse Dialogfähigkeit entwickeln und gerade dadurch ihr kirchliches Profil akzentuieren können.

Über diese Ausgabe

Schwerpunkt

  • Plus S. 9-11

    Gedanken zur Kar- und OsterliturgieWie lebt er durch mich?

    „Alle Jahre wieder“ gilt nicht nur für Weihnachten. Auch Ostern, das zentrale Fest der Christen, wird jährlich neu und in derselben Weise gefeiert. Es ist aber nicht einfach eine Wiederholung. Einer Spirale gleich geht der jährliche Weg hin zum Zentrum, um dann wieder von der Erfahrung aus der Mitte vertieft zu leben. Seit alters her wird in diesen Tagen das Pascha-Mysterium, das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu, gefeiert: vom Dunkel zum Licht, von der Hoffnungslosigkeit zur Hoffnung, vom Tod zum Leben.

  • Plus S. 13-16

    Ein Durchgang!Ostern?

    In Taizé vermittelt die einfache, eindringliche Feier der Osterliturgie von jeher eine wertvolle spirituelle Erfahrung.

  • Plus S. 17-21

    Verstehen und beten wir es richtig?Das Vaterunser

    Das Vaterunser ist das wertvollste Gebet der Kirche; denn es ist unser einziges Gebet, das nicht von Menschen ersonnen, sondern von Jesus selbst überliefert wurde. Das Vaterunser begleitet die Kirche auch durch die Kar- und Osterliturgie. Doch ist das Vaterunser für heutige Menschen kaum verständlich und wurde in der ökumenischen Fassung stellenweise nicht korrekt übersetzt. Auf einige Verse soll im Folgenden verwiesen werden.

Impulse

Im Blick

  • Plus S. 28-32

    Zur interkulturellen und interreligiösen Öffnung in konfessionellen EinrichtungenWo bleibt das Profil?

    Wir leben in einer zugleich säkularen und multireligiösen Gesellschaft. Katholische Einrichtungen wie auch evangelische werden von nichtchristlichen und nicht religiösen Menschen aufgesucht. In kirchlichen Krankenhäusern suchen Menschen unterschiedlicher religiöser Herkunft und weltanschaulicher Ausrichtung Heilung und manche sterben dort und brauchen seelsorgliche Begleitung. Viele katholische Kindergärten haben mehr muslimische als christliche Kinder. Wie kann in solchen Situationen das spezifische katholische Profil einer Einrichtung zum Ausdruck kommen? Wie kann die katholische Kirche in einer solchen von religiöser und weltanschaulicher Vielfalt geprägten Situation ihrer Sendung gerecht werden?

Imago Christi

Inspirierte Seelsorge

Autoren/-innen