Hoffnungsperspektiven für die Entwicklung der Kirche in DeutschlandOsterhoffnung

Im 37. Kapitel des Ezechielbuches findet sich die Beschreibung einer eindrücklichen Vision des Propheten. Er wird „in die Ebene“ versetzt, die voll ist von Totengebein. „Können diese Gebeine wieder lebendig werden?“ – wird der Prophet vom Herrn selbst gefragt (37,3). Und der Prophet traut diese Fähigkeit seinem Gott, dem Gott Israels, zu. Tatsächlich geschieht das Wunder. Die Knochen rücken zusammen, werden mit Sehnen, Muskeln, Fleisch und Haut überzogen. Am Ende steht das Gottesvolk lebendig da als ein gewaltiges Heer

Fazit

In der Vision von der Wiederbelebung der Gebeine im Buch Ezechiel (Ez 37,1– 14) geht es nicht vorrangig um die individuelle Auferstehungshoffnung, sondern um das Gottesvolk in einer als Tod empfundenen Situation. An diese Tradition schließen sich die Auferstehungstexte an. Sie sind auch zu lesen als Hoffnungsbekenntnisse einer Glaubensgemeinschaft: Der Auferstandene ist auf Wegen mit uns, nicht hinter Türen, die verschlossen bleiben. Er ist bei uns im Sakrament und im Wort – eine größere Hoffnung gibt es nicht. Kirchlicher Alltag wird keine Idylle durch seine Gegenwart: Es muss gerungen werden. Am Ende bleibt die große Hoffnung: Bleiche Knochen werden zu einer starken Lebensgemeinschaft – auch heute.

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