Die Qumran-Rollen

Mit Qumran verbindet die biblisch-archäologische Forschung die aufsehenerregenden Funde von Schriftrollen an besagtem Ort in Höhlen oberhalb des Toten Meeres in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Handelte es sich dabei einfach um eine Art Bibliothek, die vor den Römern in Sicherheit gebracht worden war? Und war diese Bibliothek eventuell verbunden mit einer besonderen religiösen jüdischen Gemeinschaft, den Essenern? Oder handelt es sich um ein rein landwirtschaftliches Anwesen, was manche Archäologen annehmen?

Auch „für das Verständnis des frühen Christentums bietet Qumran wichtige Impulse“, schrieb 1999 der Bonner Alttestamentler Heinz-Josef Fabry im „Lexikon für Theologie und Kirche“. Durch die beständig weitergehende Erforschung der Qumran-Schriften werden immer neue Erkenntnisse gewonnen, auch über mögliche Verbindungen zwischen der Gemeinschaft am Ausgrabungsort von Chirbe-Qumran und den Jüngern von Johannes dem Täufer beziehungsweise Jesu selbst. Die Qumran-Schriften bieten einen reichhaltigen Schatz jüdischen Denkens und Betens. In der obenstehenden Reihe „Die Schrift“ widmet sich der Freiburger Alttestamentler Ulrich Dahmen den – allgemein noch wenig bekannten – Lobliedern von Qumran (hebräisch hodajot) im Kontext von Geschichte und Wirkungsgeschichte Qumrans.

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