Käufliche Politik? Was der Wein ans Licht brachte

Die Regierungskrise in Österreich ist auch eine Folge der jüngsten Verrohung in der Politik. Davon ist der Vizepräsident des Laienverbands „Katholische Aktion“, Armin Haiderer, überzeugt. „Wer Menschenwürde und Menschenrechte infrage stellt und verunglimpft, wer populistische Pauschalurteile über ganze Bevölkerungsgruppen äußert und gutheißt, ist offensichtlich dann auch bereit, das Recht in anderen Bereichen zu seinem eigenen Vorteil zu beugen oder zu missachten.“

Die rechtskonservative Regierungskoalition in Österreich ist infolge der sogenannten Ibiza-Affäre zerbrochen. Ein heimlich aufgenommenes Video zeigt, wie der bisherige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei einem Treffen auf der Baleareninsel einer angeblichen russischen Oligarchin öffentliche Aufträge in Aussicht stellt – wenn sie ihm zum Wahlsieg verhilft. Der Vorgang vermittelt den Eindruck, dass Politik oder zumindest gewisse Politiker käuflich sind. Strache versuchte anfangs, seine Äußerungen als „besoffene Geschichte“ kleinzureden. Dem entgegnete der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner: „Wenn der Volksmund sagt

Der Vorgang vermittelt den Eindruck, dass Politik oder zumindest gewisse Politiker käuflich sind. Strache versuchte anfangs, seine Äußerungen als „besoffene Geschichte“ kleinzureden. Dem entgegnete der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner: „Wenn der Volksmund sagt in vino veritas, macht die ans Licht gekommene ‚Wahrheit‘ zu Recht Sorge.“

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