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Religiöses in der LiteraturDossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100216

In der deutschen Gegenwartsliteratur ist das Thema Religion weiterhin sehr präsent. Neben einem Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit der christlichen Tradition fallen inzwischen auch jüdische und muslimische Stimmen auf. Was reizt Schriftsteller heute an der Beschäftigung mit biblischen Figuren, Erzählstoffen und Motiven, insbesondere mit Blick auf die Person Jesu von Nazareth? Wie positionieren sich Autoren heute gegenüber dem Christentum? Und wo steht der Dialog zwischen Theologie und Literatur momentan?

Wir haben Ihnen in diesem Dossier Beiträge der Herder Korrespondenz aus den vergangenen Jahren zum Verhältnis von Religion und Literatur zusammengestellt.

Über dieses Paket

Feuilleton

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 12/2015 S. 638-641

    Priestergestalten in Romanen der GegenwartSeiltänzer

    Das Christentum in Deutschland erodiert zunehmend und scheint keine Zukunft mehr zu haben. Dass sich vor diesem düsteren Szenario auch ein tief greifender Wandel des Priesterbildes vollzieht, zeigt ein Blick auf aktuelle Romane, in denen Priestergestalten vorgestellt werden, denen das Sakramentale fremd geworden ist, und die das, was sie verkünden, selbst nicht mehr glauben und leben können.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 11/2015 S. 597-600

    Anmerkungen zu Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“„Ich hätte nichts zu bereuen“

    Der Roman „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq, der kurz vor den Terroranschlägen von Paris Anfang des Jahres erschienen ist, regte bereits vorher auf. Es war durchgesickert, dass der Autor Frankreich darin als muslimische Republik beschreibt. Für einen laizistisch verfassten Staat wie Frankreich bedeutete das einen besonderen Skandal. Der Roman provoziert aber auch darüber hinaus.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 4/2014 S. 200-205

    Religiöse Dimensionen im KrimiFaszination des Bösen

    Was wäre der sonntägliche Fernsehabend ohne den „Tatort“? Krimiserien sind ebenso beliebt wie Kriminalromane. Krimis erzählen von gewaltsamen Todesfällen, generieren damit einen „Plot“ und stellen Kohärenz in einer unheilen, gebrochenen Welt her. Krimis behandeln nicht nur Themen aus dem Bereich Religion und Kirche, sondern haben auch als solche eine religiöse Dimension.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 12/2013 S. 631-636

    Spielarten des Spirituellen in der GegenwartsliteraturMehr als ist

    Spiritualität ist zu einem Leitbegriff der religiösen Gegenwartskultur geworden. Jenseits herkömmlicher Grenzziehungen zwischen kirchlichem Gottesglauben und atheistischem Säkularismus wird Spiritualität heute mit der Suche nach Sinn und Fragen nach dem Transzendenten verbunden. Ein Blick auf die Gegenwartsliteratur fördert zeitdiagnostisch höchst aufschlussreiche Spielarten des Spirituellen zu Tage.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 2/2013 S. 102-106

    Patrick Roths Roman „Sunrise“in der DiskussionDen Sohn opfern?

    Patrick Roth gehört zu den aus religiöser Sicht interessantesten Schriftstellern der Gegenwart. Schon in seiner „Christustrilogie“ hat er sich eingehend mit biblischen Stoffen auseinandergesetzt. In seinem neuen Roman „Sunrise“ erzählt er die Geschichte des Ziehvaters Jesu, Joseph von Nazareth. Die dabei gebotene Sprachgewalt beeindruckt, es lassen sich aber aus einer theologischen Sicht auch manche kritischen Anmerkungen machen.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 2/2012 S. 102-106

    Muslimische Stimmen in der GegenwartsliteraturDass es etwas Größeres gibt

    In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur mehren sich Stimmen, die die Beschränkungen einer zu eng gefassten monokulturellen Selbstwahrnehmung aufbrechen wollen. Besonders herausfordernd für den Religionsdialog ist die eben erst entstehende deutsch-muslimische Literatur, die sich in ganz verschiedener Weise auf den Islam bezieht.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 10/2010 S. 518-522

    Religion in aktuellen deutschen Romanen„Wie tauft man richtig?“

    Im Mittelpunkt von Romanen, die sich dem Thema Religion gewidmet haben, standen zuletzt mehrfach Priesterfiguren. Interessant wird es, wenn Schriftsteller sich nicht darauf beschränken, theologische Dialoge nachzuahmen oder den pastoralen Alltag aufzuzeichnen, sondern religiösen Fragen auf ihre eigene, nämlich literarische Weise nachspüren.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 1/2009 S. 38-42

    Judentum und Islam in der GegenwartsliteraturWahrheiten außerhalb des Blickfeldes

    Nichtchristliche Religionen sind in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zunehmend mit eigenen Stimmen präsent. Für das interkulturelle Zusammenleben ist dies ebenso aufschlussreich wie für den Religionsdialog. Gerade die „vermittelte“ Auseinandersetzung in der Literatur lässt deren Herausforderung existentiell konkreter und lebendiger werden.

Autoren/-innen

  • Bieringer, Andreas

    Prof. Andreas Bieringer

    Andreas Bieringer (geb. 1982) ist Professor an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Baden bei Wien und gehört zum Redaktionsbeirat der Internationalen Katholischen Zeitschrift „Communio“. Nach einem Studium der Theologie und Germanistik in Wien und Salzburg promovierte er im Fach Liturgiewissenschaft. Mehrfach veröffentlichte er Beiträge über Liturgie in der Gegenwartsliteratur.

  • Schwens-Harrant, Brigitte

    Brigitte Schwens-Harrant

    Dr. Brigitte Schwens-Harrant (geb. 1967) ist Feuilletonchefin der österreichischen Wochenzeitung „Die Furche“, Literaturkritikerin und Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck. 2015 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik. Sie studierte Germanistik und Theologie in Wien und ist Herausgeberin der Webseiten literaturreligion.net und literaturkritik.at. Von ihr stammen zahlreiche Publikationen, zuletzt erschienen: Ankommen. Gespräche mit Dimitré Dinev, Anna Kim, Radek Knapp, Julya Rabinowich und Michael Stavaric. Wien 2014.

  • Gellner, Christoph

    Christoph Gellner

    Dr. theol. Christoph Gellner (geb. 1959) ist Leiter des Theologisch-pastoralen Bildungsinstituts der deutschschweizerischen Bistümer (TBI) in Zürich und freier Mitarbeiter des Ökumenischen Instituts der Universität Luzern. Zahlreiche Publikationen auf dem Grenzgebiet von Theologie und Literatur, Christentum und Weltreligionen: Schriftsteller lesen die Bibel. Die Heilige Schrift in der Literatur des 20. Jahrhunderts, Darmstadt 2010; „… nach oben offen“. Literatur und Spiritualität – zeitgenössische Profile, Ostfildern 2013; zusammen mit Georg Langenhorst, Blickwinkel öffnen. Interreligiöses Lernen mit literarischen Texten, Ostfildern 2013.

  • Hurth, Elisabeth

    Elisabeth Hurth

    Elisabeth Hurth (geb. 1961) hat Amerikanistik, Germanistik und katholische Theologie in Mainz und Boston studiert. PH.D. 1988 in American Studies in Boston, Promotion 1992 in Mainz in Germanistik. Sie ist Dozentin, Lerntherapeutin und Publizistin in Wiesbaden. Neueste Veröffentlichung: Die (un)erträgliche Seichtigkeit des Seins, zwischen Religion und Kitsch, Münster 2015.

  • Garhammer, Erich

    Prof. Erich Garhammer

    Erich Garhammer (geb.1951) ist Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie an der Universität Würzburg und Schriftleiter der Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“. Er kuratiert das Literaturfest der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich des 50-jährigen Endes des Zweiten Vatikanischen Konzils in München. Letzte Veröffentlichung zum Thema: Literatur im Fluss. Brücken zwischen Poesie und Religion, Regensburg 2014.

  • Langenhorst, Georg

    Prof. Georg Langenhorst

    Georg Langenhorst (geb. 1962), Dr. theol. habil., ist seit 2006 Professor für Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts / Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehört: Kinder brauchen Religion. Orientierung für Erziehung und Bildung, Freiburg 2014.

  • Orth, Stefan

    Stefan Orth

    Stefan Orth, Dr. theol. (geb. 1968), Studium der Katholischen Theologie in Freiburg, Paris und Münster. 1998 Promotion. Seit 1998 Redakteur der Herder Korrespondenz, seit 2014 stellvertretender Chefredakteur.

  • Brose, Thomas

    Thomas Brose

    Thomas Brose, geboren 1962, ist Professor für Philosophie an der Philosophischen Affiliation der Päpstlichen Universität Gregoriana in Berlin. Zuvor Studium der Theologie und Philosophie in Erfurt, Berlin und Oxford; Bildungsreferent der Katholischen Hochschulgemeinde Berlin, Koordinator für Religion und Wertorientierung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung; Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste; Koordinator des Projektes „Konfession-Bildung-Politik“ am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft an der Universität Erfurt.