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Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 163-165

    LeitartikelGegen die Polarisierung in der Kirche

    Die Kirche leidet verschärft unter zunehmender Polarisierung und Grabenkämpfen. Ein halbes Jahr vor der ordentlichen Synode in Rom zu Fragen nach Familie und Sexualität ist das Suchen nach Antworten in einem Lagerdenken erstarrt. Eine respektvolle, öffentliche theologische Debatte in der Mitte der Kirche und damit ein kraftvolles Wirken in die Gesellschaft hinein fehlt weitgehend, stattdessen füllt ein Ressentiment geladenes Schubladendenken den inneren Diskurs in der Kirche – oder besser gesagt: das Ressentiment kleidet nur den Hohlraum aus, in dem Debatte eigentlich stattfinden müsste. Dabei spielen Internetforen oft die Rolle des Brandbeschleunigers. Für den Passauer Bischof Stefan Oster war das Grund Genug für einen Warnruf.

Kommentar

  • Plus S. 166

    KommentarFrauenpapst?

    Papst Franziskus, ein Fanzine und die ungelöste Frauenfrage in der Kirche.

  • Gratis S. 167

    KommentarKippa

    Gegen den Antisemitismus sind neue Anstrengungen vonnöten.

  • Plus S. 168

    KommentarSegen?

    Konflikt nach der Segnung eines lesbischen Paares in der Schweiz.

Aktuell

  • Gratis S. 169-171

    HIV/AIDSKirchliches Engagement in Afrika

    Mitte März veröffentlichte die Wissenschaftliche Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz eine bemerkenswerte Studie. Am Beispiel der Länder Äthiopien, Malawi und Sambia setzt sich diese mit dem Engagement afrikanischer Ortskirchen im Kontext von HIV/AIDS auseinander. Die Studienergebnisse könnten dabei auch die Diskussion im Vorfeld der Familien-Bischofssynode bereichern.

  • Plus S. 171-173

    IslamdialogSoziale Fragen drängen in den Vordergrund

    Im Rahmen der Deutschen Islam-Konferenz wird derzeit vor allem über das Thema Wohlfahrt gesprochen. Das „Theologische Forum Christentum Islam“ hat auf seiner Jahrestagung die jeweiligen Perspektiven auf „Armut und Gerechtigkeit“ diskutiert und damit ebenfalls soziale Fragen in den Blick genommen.

Blickpunkt

  • Plus S. 173-177

    Keine beliebige Ausweitung eines anspruchsvollen theologischen BegriffsWer ist ein Märtyrer?

    Christen, die nicht wegen ihres Glaubens, sondern um ihres sozialen Einsatzes für die Armen willen getötet wurden, können als Märtyrer im vollen und eigentlichen Sinn des Wortes gelten. Ein Martyriumsbegriff, der nur auf die Inhalte des christlichen Glaubens oder das Zeugnis für Christus abstellt, erweist sich als zu eng. Der Selbstmordattentäter aber ist kein Märtyrer, selbst wenn er Opfer der von ihm entfesselten tödlichen Gewalt wird.

Nachrichten

Interview

  • Plus S. 177-182

    Ein Gespräch mit Generaloberin Edith-Maria Magar„Bereitschaft, Altes loszulassen“

    Was bedeutet das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Orden“ ganz konkret für eine Ordensgemeinschaft? Wie lässt sich der nicht zuletzt wegen Überalterung und Nachwuchsmangel notwendige Umstrukturierungsprozess bewältigen, so dass das Vermächtnis der Ordensgründerinnen und -gründer erhalten bleibt und die Ordensgemeinschaften auch unter veränderten Bedingungen ihrer Sendung gerecht werden können? Darüber sprachen wir mit Schwester Edith-Maria Magar, Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Die Fragen stellte Alexander Foitzik

    Themenpaket: Zeit der Orden?

Essays

  • Plus S. 182-186

    Lagerbildung in der US-amerikanischen OrtskircheWelcome in America, Holy Father

    Nach der Ankündigung des Papstes, in diesem Herbst zu seinem ersten Besuch in die USA zu kommen, stehen die Amerikaner Kopf. Dazu gehören auch Millionen Nichtkatholiken und Nichtgläubige. Der New Yorker Kardinal Dolan versicherte Franziskus „a warm welcome“: Man habe seinen Besuch schon eine ganze Zeit lang erwartet. Doch Franziskus trifft auf eine Kirche, die voller innerer Spannungen ist.

  • Plus S. 186-190

    Die evangelischen Landeskirchen und das GeldDie Rücklagen wachsen - die Probleme auch

    Es ist nicht nur der Limburg-Effekt daran Schuld, dass auch die Protestanten in Deutschland über Geld reden. Die steigenden Kirchensteuereinnahmen stellen die evangelischen Landeskirchen vor zwei Herausforderungen: Gegenüber der Öffentlichkeit muss man den Reichtum rechtfertigen. Intern wiederum kollidieren die steigenden Einnahmen mit den Planungsvorgaben, die spätestens seit 2006 auf weniger Geld eingestellt wurden. Der Hinweis auf die Pensionsverpflichtungen für die Pfarrerinnen und Pfarrer soll beide Herausforderungen beantworten. Die damit verbundenen wirtschaftlichen und theologischen Fragen werden aber kaum öffentlich diskutiert.

  • Plus S. 190-195

    Freude, Hoffnung, Trauer und Angst in der GegenwartsliteraturMorgenlicht und Himmel in einer Kapsel

    Die Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils beginnt mit den Worten: Freude und Hoffnung, Trauer und Angst, Grundgefühlen des Menschen also. Wie spiegeln diese sich in der aktuellen Literatur wider, fragt ein Literaturprojekt der Bischofskonferenz aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums des Konzilsendes.

    Themenpaket: Religiöses in der Literatur
  • Plus S. 195-199

    Die Jugendweihe ist fast unbemerkt auch im Westen angekommenEin ostdeutsches Fest?

    Wer erwartet hat, dass mit dem Ende der DDR auch die so genannte Jugendweihe zum Auslaufmodell wird, sieht sich eines Besseren belehrt: Seit 1990 sind knapp 1,5 Millionen Jugendliche aus freier Entscheidung zur Jugendweihe gegangen. Auch wenn 95 Prozent dieser Feiern im Osten Deutschlands stattfanden, ist die Jugendweihe kein ostdeutsches Phänomen mehr. Die Kirchen sollten die anhaltende Beliebtheit der so genannten Jugendweihe als Indikator für Veränderungsprozesse ernst nehmen.

  • Plus S. 204-208

    Die moralische Grammatik der Konflikte um AtommüllZeithorizont Ewigkeit

    Die ethischen Fragen, die mit der Lagerung von hochradioaktiven Abfallstoffen verbunden sind, zeichnen sich durch hohe Komplexität und Strittigkeit aus. Ähnlich wie in schwierigen Friedensverhandlungen kann eine Art „ethische Roadmap“ helfen bei einer sinnvoll abgestimmten Abgrenzung und Abfolge der zu verhandelnden Themen und Teilaspekte. Ungenügend in dieser Sache ist in jedem Fall ein primär technischer Diskurs, wie er bisher geführt worden ist.

  • Plus S. 209

    Das Referendum und seine Konsequenzen für ein religionsverbindendes ZusammenlebenTansania vor der Zerreißprobe

    Für Ende April ist in Tansania ein Verfassungsreferendum angekündigt, das weitreichende Konsequenzen sowohl für das ostafrikanische Land als auch für die ostafrikanische Region nach sich zieht. Beobachter gehen davon aus, dass das Referendum zu einer Zerreißprobe für die nationale Einheit Tansanias führen könnte. Gerade angesichts dieser fragilen gesellschaftlichen Situation besteht eine zentrale Herausforderung für die tansanische Gesellschaft darin, ein friedliches Zusammenleben der Angehörigen unterschiedlicher Religionen zu fördern.

  • Gratis S. 212-215

    Netzwerke sind wichtig für die künftige kirchliche MedienarbeitWider den Masterplan

    Der epochale Wandel der Medienlandschaft hat auch die spezifisch katholisch-kirchliche Sphäre längst erfasst. Über die Zukunftsfrage, wie Kirche Organisator, Veranstalter oder Herausgeber von Angeboten angesichts von Digitalisierung und Säkularisierung bleiben kann oder soll, ist eine Debatte im Gang. Zuletzt hatte der Medienethiker Alexander Filipović (vgl. HK, Februar 2015, 70-74) problematisiert, ob die Kirche bei ihren Aktivitäten „unabhängigen Journalismus“ garantieren könne. Nun skizziert der Geschäftsführer des Katholischen Medienhauses, Theo Mönch-Tegeder, sein Bild von katholischer Medienarbeit.

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