Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
  Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 67 (2013) Heft 2

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 55-57

    LeitartikelGlaubwürdig Glauben weitergeben

    Das vom Papst für 2013 ausgerufene „Jahr des Glaubens“ soll auch den deutschen Katholiken und Katholikinnen zu einem belebenden Impuls werden. In den ersten Wochen des Jahres allerdings dominierte ein ganz anderes Thema. Das Scheitern eines Forschungsprojektes, in dem es um die wissenschaftliche Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch Kleriker und Ordensleute gehen sollte, hat die Kirche in Deutschland mit aller Macht daran erinnert, dass eben diese Aufarbeitung gleichfalls und nach wie vor auf der kirchlichen Agenda für dieses Jahr steht. Zwischen dem „Jahr des Glaubens“, dem Thema Evangelisierung/Selbstevangelisierung und dem Ende 2010 begonnenen Dialogprozess besteht ein innerer Zusammenhang.

    Themenpaket: Missionarische Pastoral für Deutschland

Kommentar

  • Gratis S. 58-59

    KommentarErfolg

    Pariser Mammutdemonstration zur „Ehe für alle“.

  • Gratis S. 60

    KommentarSpannend

    Der neue rheinische Präses und die kirchlichen Personaltableaus.

Aktuell

  • Gratis S. 61-63

    KircheAufarbeitung des Missbrauchs stockt

    Sie sollte ein wichtiger Mosaikstein bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche werden. Anfang Januar haben die Bischöfe jedoch den Vertrag für eine Großstudie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen in Hannover gekündigt.

  • Gratis S. 63-65

    Benedikt XVI.Mahnungen zum Jahreswechsel

    In seinen Weihnachts- beziehungsweise Neujahrsansprachen an Kurie und Diplomatisches Corps warnte der Papst ein weiteres Mal vor einer Abkehr von der Schöpfungsordnung. Auch seine Botschaft zum Weltfriedenstag schlug mahnende Töne an.

Blickpunkt

  • Gratis S. 65-69

    Kirchenaustritt als ProzessGehen oder bleiben?

    Angesichts der Nachwuchs- und Reproduktionskrise der Kirche lohnt es sich, die ­Aufmerksamkeit auf die jungen Getauften zu lenken und zu fragen: Was führt junge Menschen dazu, aus der Kirche auszutreten oder in ihr Mitglied zu bleiben? Eine Studie an der Katholischen Hochschule Freiburg untersuchte biographische Prozesse, an deren Ende der Austritt aus der Kirche oder der Verbleib in ihr stehen. Diese ­Prozesse sind vielfältig, jedoch nicht beliebig.

Interview

Essays

  • Gratis S. 59-60

    KommentarAus

    Das Bistum Essen stellt seine Bistums­zeitung „RuhrWort“ ein.

  • Gratis S. 73-78

    Chancen und Missverständnisse eines biblischen BildesKirche als kleine Herde

    Wie soll sich die Kirche verhalten, wenn sie zunehmend zur Minderheit wird? Die katholische Kirche der ehemaligen DDR hat sich unter dem Zwang der Verhältnisse bewusst als kleine Herde verstanden. Gerade die Pastoralsynode in Dresden, die sich von 1973 bis 1975 um die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils unter DDR-Bedingungen bemühte, hat allerdings gezeigt, dass kleine Herde nicht selbst­genügsame Abschottung bedeuten muss.

  • Gratis S. 78-83

    Die Kirche und die neue Politik der MenschenrechteStreitfall Diskriminierung

    Im kirchlichen wie im politischen Raum bleiben Antidiskriminierungsmaßnahmen im Bereich Geschlechterfragen, Ehe und Familie in vielen Ländern außerordentlich umstritten: Während die einen die rechtliche Angleichung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften an Ehe und Familie als Werteverfall beklagen, begrüßen die anderen eine solche Entwicklung als Beseitigung von ungerechter Ungleichbehandlung.

  • Gratis S. 83-87

    Diakonat von Männern ja, von Frauen nein?Ad ministerium

    In den verschiedenen diözesanen Dialogprozessen wie auch bei den Dialogforen des von der Deutschen Bischofskonferenz initiierten Gesprächsprozesses spielt die Frage nach der Rolle der Frau in der Kirche eine zentrale Rolle, konkret auch die nach einem Diakonat für Frauen. Steht der (Wieder-) Einführung eines Ministeriums „Diakonat von Frauen“ nach der Wiederherstellung des Ständigen Diakonates durch das Zweite Vatikanische Konzil etwas entgegen?

  • Gratis S. 88-92

    Zur Moral der EnergiewendeEthisch motiviertes Projekt

    Die Energiewende kann nur gelingen, wenn man sie als Teil eines historischen Umbruchprozesses in der Suche nach neuen Formen für eine wirtschaftliche, umweltschonende und zuverlässige Energieversorgung denkt. Dabei sind die Kirchen in Deutschland ein wichtiger Faktor in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Energiepolitik.

  • Gratis S. 92-97

    Kirchliche Ehe-, Familien- und Lebensberatung als pastoralerDienstMitten in der Gesellschaft

    Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen innerhalb der letzten 40 Jahre haben sich die Situation und die Herausforderungen für die Paarbeziehungen verschärft. Damit hat auch das Angebot der kirchlichen Eheberatung an Bedeutung gewonnen. Der Bedarf ist in den letzten Jahren ständig gestiegen.

    Themenpaket: Barmherzigkeit für wiederverheiratete Geschiedene
  • Gratis S. 97-102

    Brasilien als Gastgeberland des WeltjugendtagsBeispielloses Wachstum

    Seit Ende der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts erfährt Brasilien ein außerordentlich lang anhaltendes Wirtschaftswachstum, mit allen Licht- und Schattenseiten. Auch die religiöse Landschaft befindet sich im Umbruch; der brasilianische Katholizismus hat sich in unterschiedliche Katholizitäten aufgefächert.

  • Gratis S. 102-106

    Patrick Roths Roman „Sunrise“in der DiskussionDen Sohn opfern?

    Patrick Roth gehört zu den aus religiöser Sicht interessantesten Schriftstellern der Gegenwart. Schon in seiner „Christustrilogie“ hat er sich eingehend mit biblischen Stoffen auseinandergesetzt. In seinem neuen Roman „Sunrise“ erzählt er die Geschichte des Ziehvaters Jesu, Joseph von Nazareth. Die dabei gebotene Sprachgewalt beeindruckt, es lassen sich aber aus einer theologischen Sicht auch manche kritischen Anmerkungen machen.

    Themenpaket: Religiöses in der Literatur

Autorinnen und Autoren