Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
  Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 68 (2014) Heft 4

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 163-165

    LeitartikelKann denn Kirche sündig sein?

    Die Kirche muss sich zwar den Mechanismen der öffentlichen Meinung stellen, sollte aber doch auch in der Lage sein, sich eingehender mit den Phänomenen menschlichen Fehlverhaltens auseinanderzusetzen - gerade auch in den eigenen Reihen. Nach den vergangenen Jahren, angefangen vom Missbrauchsskandal bis zu den jüngeren Debatten über das Finanzgebaren der Kirche, hat sie auch allen Grund dazu. Zu überprüfen sind neben individuellem Versagen immer auch die Schwachstellen der Strukturen bis hin zum grundsätzlichen Umgang der Institutionen mit Schuld. Kann auch die Kirche sündig sein?

    Themenpaket: Kirche und sexueller Missbrauch

Kommentar

  • Gratis S. 166

    KommentarSpannend

    Kardinal Reinhard Marx ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

  • Gratis S. 167-168

    KommentarVerlierer

    Wirkt sich die „Causa Limburg“ auch auf das Spendenverhalten aus?

  • Gratis S. 168

    KommentarOpfer

    Der Film „Kreuzweg“ warnt vor psychischer Gewalt in der religiösen Erziehung.

Aktuell

  • Gratis S. 169-171

    WiederverheirateteVorstoß von Kardinal Kasper

    Wiederverheiratete Geschiedene, die ihr Scheitern eingestehen, könnten nach einer gewissen Bußzeit wieder zu den Sakramenten zugelassen werden. Einen solchen Weg hat Kardinal Walter Kasper vorgeschlagen, im Kontext einer theologischen Grundsatzreflexion über die theologische Bedeutung der Familie.

  • Gratis S. 171-173

    Evangelische KircheZwischen Engagement und Indifferenz

    Die neueste Untersuchung der EKD zur Kirchenmitgliedschaft zeichnet ein wenig ermutigendes Bild. Zwar lässt sich eine gewisse Stabilisierung in den Kernschichten beobachten, aber gleichzeitig gibt es vor allem bei jungen Menschen massive Abbrüche.

Blickpunkt

  • Gratis S. 173-177

    Kirchen legen neues „Sozialwort“ vorImpuls für weitere Diskussionen

    Die öffentlichen Reaktionen auf das neue „Sozialwort“ der Kirchen, vorgestellt Ende Februar, waren gemischt; vielen war es zu ausgewogen. Die zentrale Aussage des „Impulstextes“ lautet: Das Modell einer Sozialen und Ökologischen Marktwirtschaft bietet die besten Chancen, die sozialen und ökologischen Probleme auf nationaler, europäischer und globaler Ebene zu lösen. Dieser Appell ist keinesfalls so harmlos wie behauptet. Das gemeinsame Wort ist auch ein wichtiges ökumenisches Signal.

Nachrichten

Interview

Essays

  • Gratis S. 182-186

    Die Kirchen der Ukraine und der MajdanMoralischer und geistiger Beistand

    In die dramatischen Vorgänge der letzten Wochen in der Ukraine sind auch die ­Kirchen des Landes involviert. Sie sprechen dabei allerdings nicht mit einer Stimme; auch bei ihnen machen sich die Spannungen zwischen eher ukrainisch und eher ­russisch Gesinnten bemerkbar. Auf dem legendären Majdan in Kiew engagierten sich Kirchenvertreter beispielsweise als Vermittler zwischen den Fronten.

  • Gratis S. 187-192

    Ein theologisch-ethischer Blick auf das Phänomen SkandalisierungDas Gegenteil von Barmherzigkeit

    So verschieden die Fälle Wulff, Hoeneß, Tebartz-van Elst, zu Guttenberg oder Schwarzer gelagert sein mögen, sind sie doch alle zugleich typische Beispiele für Skandalisierung in ­einer Mediengesellschaft. An diesen kann man auch auf drastische Weise beobachten, welche verheerenden Auswirkungen vereinfachende Moralisierungsstrategien haben können; Skandalisierungs-Prozessen haftet immer etwas Unbarmherziges an.

  • Gratis S. 192-195

    Warum Papst Franziskus den heiligen Peter Faber so schätztEin reformierter Priester

    Im Dezember letzten Jahres hat Papst Franziskus überraschend und die üblichen Verfahren überspringend den Jesuiten Peter Faber (1506 bis 1546) heiliggesprochen. Der Papst sieht in ihm Vorbild und Anregung für die gewünschten Kirchenreformen. Die Gestalt Fabers kann durchaus auch die heutige Kirche im deutschsprachigen Raum in ihrem Reformbemühen inspirieren.

    Themenpaket: Wohin steuert Papst Franziskus?
  • Gratis S. 196-200

    Die Bedeutung der Aufsehen erregenden Handschriften – heuteJesus kam nicht bis Qumran

    Die Aufregung um die ominösen Schriftrollen von Qumran ist abgeflacht. Das macht es leichter, die nötigen Differenzierungen und Präzisierungen aufgrund der bisherigen Erkenntnisse bei der Beschäftigung mit diesen Texten zu vermitteln. Was ist der wissenschaftliche und theologische Gewinn, den die Qumranwissenschaft in den vergangenen Jahren abgeworfen hat?

  • Gratis S. 200-205

    Religiöse Dimensionen im KrimiFaszination des Bösen

    Was wäre der sonntägliche Fernsehabend ohne den „Tatort“? Krimiserien sind ebenso beliebt wie Kriminalromane. Krimis erzählen von gewaltsamen Todesfällen, generieren damit einen „Plot“ und stellen Kohärenz in einer unheilen, gebrochenen Welt her. Krimis behandeln nicht nur Themen aus dem Bereich Religion und Kirche, sondern haben auch als solche eine religiöse Dimension.

    Themenpaket: Religiöses in der Literatur
  • Gratis S. 205-210

    Mutter-Kind-Gesundheit in Afrika als Herausforderung für die KircheLebensrealitäten in den Blick nehmen

    Kirchliche Gesundheitseinrichtungen in Afrika leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit. Allerdings entspricht die Arbeit nicht immer dem medizinisch Gebotenen – vor allem dort, wo es über die Frage der Familienplanung zu Konflikten mit dem Lehramt kommen könnte. Eine gute Familienplanung trägt aber dazu bei, das Leben von Müttern und Kindern zu retten. Deshalb sollte das Thema in der Kirche breit und mutig diskutiert werden.

  • Gratis S. 210-214

    Gesellschaft und Religionsgemeinschaften in ÄthiopienZwischen Orient und Afrika

    Äthiopien ist ein Land, dessen Mentalität und Kultur geschichtlich bedingt viele Spannungen und Bruchstellen aufweist. Eine einige katholische Kirche mit ihren vielen Außenkontakten und theologischen Gelehrten wäre sicher ein wertvoller, stabilisierender Faktor. Stattdessen addiert sie ihre eigene Zerrissenheit zu der bereits in Äthiopien so mannigfach vorhandenen.

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