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Artikel

2017

2016

2015

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2015 S. 4-5

    Von der Kunst, Sterne auf die Erde zu bringenEmotionen

    Wir wollen immer mehr, möchten immer höher hinaus. Gier will Glück. Aber wann schlägt dieses Streben um und zerstört genau das, wonach wir uns sehnen? Wie können wir mit unserer Sehnsucht nach „mehr“ leben, ohne dass sie destruktiv wird? Wie können wir unsere Gier zu einer Quelle positiv wirksamer Energie machen?

  • Plus einfach leben Nr. 7 – 2015 S. 4-5

    Wut und Zorn – umwandeln in eine lebensförderliche KraftEmotionen

    Wut und Zorn sind starke Kräfte, die sich manchmal – kombiniert mit Enttäuschung und Frustration – auf gefährliche Weise Ausdruck verschaffen. Im Leben des Einzelnen wie im Bereich der Politik ist die Frage: In welchen Situationen ist der Ausdruck von Wut und Zorn berechtigt? Wo sind sie nur eine infantile Reaktion? Und wie lässt sich die Energie dieser Affekte so verwandeln, dass sie Leben fördert statt zu zerstören?

  • Plus einfach leben Nr. 6 – 2015 S. 4-5

    Bitterkeit verwandeln – Ja zum Leben sagenEmotionen

    Verbitterung ist häufig die Reaktion auf eine tiefe Verletzung, aber nicht nur das: Bitterkeit kann viele Auslöser und Ursachen haben. Und letztlich wenden sich verbitterte Menschen immer vom Leben ab. Doch es gibt Wege, wie wir diese negative Haltung und diese Gefühle verwandeln können.

  • Plus einfach leben Nr. 5 – 2015 S. 4-5

    Eifersucht kann bitter sein – und gut werdenEmotionen

    Neidisch können wir auf alle Menschen sein, die etwas haben, was uns fehlt. Hingegen sprechen wir von Eifersucht nur dann, wenn es um einen einzelnen, geliebten Menschen geht: Ich bin eifersüchtig auf meinen Mann. Ich habe Angst, dass er sich auf eine andere Frau einlässt. Ich bin eifersüchtig, wenn er bei anderen Frauen beliebt ist. Umgekehrt wird der Mann oft eifersüchtig auf seine Frau, wenn sie von Männern bewundert wird. Eifersucht gibt es in der Ehe und in der Freundschaft.

  • Plus einfach leben Nr. 4 – 2015 S. 4-5

    Ärger – eine EnergiequelleEmotionen

    Jeder von uns kennt den Ärger. Das deutsche Wort „ärger“ ist eigentlich ein Komparativ zu „arg“. „Arg“ bedeutet: „böse, schlimm, schlecht“. Ärgern heißt dann: etwas schlimmer machen. Das Wort „arg“ hat damit zu tun, dass uns etwas erregt und bebend macht. Ärgern heißt dann: Etwas bringt uns aus der Fassung, bringt uns zum Beben. Wie können wir damit am besten umgehen?

  • Plus einfach leben Nr. 4 – 2015 S. 8-9

    Wie Kränkungen heilenBegegnungen. Melanie Wolfers im Gespräch

    Für Melanie Wolfers, Mitglied des Ordens der „Salvatorianerinnen“ („Salvator“ heißt: Heiland), ist Christentum eine durch und durch therapeutische Religion. Sie sagt: „Nichts kann einen Menschen so sehr verändern wie die Erfahrung echter Liebe!“ Vom Weg der Versöhnung ist sie überzeugt: „Wer verzeiht, findet zu neuem Frieden mit sich und dem Leben.“ Warum das so ist, erläutert sie im Gespräch mit Rudolf Walter.

  • Plus einfach leben Nr. 2 – 2015 S. 4-5

    Neid verwandelnEmotionen

    In den letzten Monaten habe ich unter der Rubrik „Wie wir leben wollen“ Haltungen beschrieben, die uns helfen sollen, ein gutes Leben zu leben. In den kommenden Monaten möchte ich in jedem Brief über die Verwandlung von negativen Emotionen und destruktiven Leidenschaften schreiben. Neid gehört zu den Themen, die das Zusammenleben immer wieder belasten.

  • Plus einfach leben Nr. 12 – 2015 S. 4-5

    Angst in Vertrauen verwandelnEmotionen

    Soziologen haben das letzte Jahrhundert mit seinen Diktaturen, Kriegen und dem massenhaften Elend ein „Jahrhundert der Angst“ genannt. Ängste suchen die Menschen aber auch heute heim: Die Angst vor dem Fremden oder vor Verarmung geht in der Gesellschaft um. Einzelne ängstigen sich, wenn etwas Gewohntes endet oder etwa Neues beginnt. Oder uns bedrängt die Vorstellung von Scheitern, Verlassenheit, Krankheit und Tod.

  • Plus einfach leben Nr. 11 – 2015 S. 4-5

    Traurigkeit verwandeln – Frieden findenEmotionen

    Der November ist für viele ein trister Monat. Viele pflegen in dieser Zeit ihre „tristesse“. Andere werden in diesen dunklen und nebligen Tagen von depressiven Verstimmungen heimgesucht. So ist es angemessen, im November über die Verwandlung meiner Traurigkeit nachzudenken.

Krisen in Beziehungen

Auch die Beziehungen sind berührt: Es geht um die Beziehung zu Freunden, zu Kollegen und zu Bekannten. Und es geht oft auch um das mangelnde Selbstwertgefühl, das die Beziehungen erschwert, und über die Empfindlichkeit, die manchmal ein Gespräch behindert. Schmerzlich sind vor allem Enttäuschungen von Menschen, die man als Freunde betrachtete und die nun ihre Schattenseiten zeigen. Auf einmal fühlt man sich von den vermeintlichen Freunden ausgenutzt, abgelehnt oder aber unverstanden. Beziehungen sind immer etwas Lebendiges. Es gibt da keine Patentrezepte. Jede Beziehung muss ich in ihrer Besonderheit anschauen und versuchen, einen Weg zu finden, der für mich stimmt. Auch das Scheitern und die Brüchigkeit der Beziehungen ist eine Einladung, eine gute Beziehung zu mir selbst und zu Gott aufzubauen. Sie wird meine Wünsche nach einer guten menschlichen Beziehung relativieren und ins rechte Licht rücken.

Krisen in der Familie

Familie als Raum der Intimität und Nähe ist  nicht immer nur Ort der Zuwendung und Liebe. Es gibt Streit, Enttäuschungen, Ungerechtigkeiten. Die Beteiligten fügen sich auch gegenseitig Schmerz zu. Familie ist zudem auch ein Ort, in dem man wachsen kann. Beziehungen können und müssen sich auch ändern. Auch das kann zu Problemen und Krisen führen und zum Stress werden. Es braucht viel Geduld und Vertrauen. Und es braucht den Engel der Hoffnung, der niemals aufgibt. Oft sehen wir keine Fortschritte in der abgebrochenen Beziehung. Aber wir sollten hoffen, dass irgendwann das Zerbrochene geheilt wird und das Getrübte sich klärt.

Glauben, Beten, Zweifeln

Viele Menschen, die sich mit ihren Fragen an mich wenden, haben eine religiöse Erziehung genossen, erleben die Kirche aber nicht mehr so wie früher. Und sie werden damit konfrontiert, ihren Glauben in einer Welt zu bekennen, die Kirche und Religion in Frage stellt. Sie machen sich Gedanken, wie sie ihren Glauben selber verstehen können. Und es gibt die uralten Fragen nach dem Leid und dem Bösen, nach dem unverständlichen Gott. Jeder Mensch ist sein eigener Theologe. Und jeder hat seine ureigenen theologischen Fragen, die irgendwann in jedem aufbrechen. Dann suchen die Menschen Antworten, die nicht nur ihren Verstand, sondern auch ihr Herz zufrieden stellen.

Gefühle sind erlaubt

Der Umgang mit Gefühlen schafft für viele Probleme. Viele leiden an ihren Gefühlen, an Ärger, Jähzorn, Angst, Neid, Eifersucht oder Unzufriedenheit. Wir sollten uns für kein Gefühl schämen. Alle Gefühle dürfen sein. Aber sie verlangen auch, dass wir sie anschauen und mit ihnen sprechen und dass wir dann uns selber besser kennen lernen und uns durch diese Wahrnehmung in unserer Einmaligkeit annehmen. Die Gefühle sind eine Einladung, eine spannende Entdeckungsreise in das eigene Innere zu machen.

Krankheit und Tod

Schmerz, Krankheit, Tod machen uns immer wieder zu schaffen. Das stellt unser Leben in Frage und lässt uns die eigene Endlichkeit erfahren. Sie zwingt uns, darüber nachzudenken, was wir mit unserem Leben eigentlich wollen, welche Spur wir eingraben möchten in diese Welt, was wir den Menschen in unserer Nähe vermitteln möchten. Der Gedanke an das eigene Sterben möchte unser Leben intensivieren. Wenn mein Leben endlich ist, dann möchte ich diesen Augenblick bewusst leben. Ich weiß nicht, wie lange Zeit mir Gott schenkt. Aber jetzt lebe ich. Und jetzt möchte ich bewusst leben und meine ganz persönliche Spur eingraben in diese Welt.

Quelle: Anselm Grün, Lebensfragen (Herder, 2013)