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Umfrage: Trost

Artikel

2021

  • Gratis einfach leben Nr. 6 – 2021 S. 4-5

    Leben als WandelDie Krise der Lebensmitte

    C.G. Jung war der erste Psychologe, der sich intensiv mit der sogenannten „midlife crisis“ beschäftigt hat. Er setzte die Krise der Lebensmitte zwischen 35 und 45 Jahren an. Heute beobachten wir diese Krise eher im Lebensalter zwischen 40 und 50 Jahren. Wie kann diese Krise zu einer Entwicklungschance werden?

  • Plus einfach leben Nr. 4 – 2021 S. 3

    ForumLebensfragen 04/2021

    Ich führe eine kleine Pension. Am Anfang der Corona-Krise habe ich in Geduld alle Anordnungen der Politik angenommen. Dann wurde die Ungeduld stärker: Wann geht es endlich wieder weiter?
    Vor zehn Jahren hatte ich Brustkrebs. Ich war dankbar, dass ich ihn gut überstanden habe. Aber jetzt ist der Krebs wieder ausgebrochen.

  • Plus einfach leben Nr. 4 – 2021 S. 4-5

    Leben als WandelDurch eine Krankheit kommen

    Wenn wir krank werden, fühlen wir uns verunsichert. Ängste tauchen auf, wie schwer die Krankheit sein könnte und ob wir sie durchstehen. Oder auch der Gedanke: Warum gerade ich, wo ich doch so gesund gelebt habe? Es ist gut, sich dieser Verunsicherung zu stellen. Dann können wir uns von ihr verwandeln lassen: Hoffnung kann neu in uns aufbrechen.

2020

  • Plus einfach leben Nr. 3 – 2020 S. 4-5

    Was heißt gutes LebenGut mit Schwächen des anderen umgehen

    Was kann ich tun, wenn ich beim anderen Eifersucht, Neid oder eine Unfähigkeit, für sich selbst zu sorgen, sehe? Oder andere Verhaltensweisen, die ich als Schwäche betrachte? Häufig fixieren wir uns dann auf diese „Fehler“, verurteilen den anderen oder lehnen ihn ab. Letztlich spricht daraus Hochmut und Angst vor den eigenen Schwächen. Eine andere Haltung kann mich zu mehr Selbsterkenntnis, zur Demut und zum achtsamen Miteinander führen.

2018

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2018 S. 4-5

    Lebenskrisen - LebenschancenUnerwartet und ungewollt schwanger

    Eine 17-jährige Schülerin, eine 44-jährige, die schon drei Kinder hat, eine junge Frau in einer problematischen Beziehung – es gibt Situationen, in denen bei Frauen nicht die Freude überwiegt, schwanger zu sein. Sie sind ratlos, mutlos oder hilflos und wissen nicht mehr weiter. Wie können Außenstehende unterstützend dazu beitragen, dass eine solche Situation bestanden und sogar zu einem Neuanfang wird?

  • Plus einfach leben Nr. 7 – 2018 S. 4-5

    Lebenskrise als ChanceAngst vor dem Alter

    Die Angst vor dem Älterwerden kann sich sehr verschieden anfühlen, sie kann sogar etwas bedrohend Unwiderrufliches haben. Da ist nicht nur die Angst vor dem Verlust der eigenen Bedeutung nach dem Ausscheiden aus dem Beruf. Da ist auch die Angst, seine Kraft zu verlieren, krank zu werden, auf Hilfe angewiesen zu sein.

  • Gratis einfach leben Nr. 6 – 2018 S. 4-5

    Lebenskrise als ChanceEine plötzliche einseitige Trennung

    Neulich erzählte mir eine Frau, dass ihr Mann durch seine Sekretärin einen Brief an sie geschickt hat, in dem er ihr mitteilte, er werde nicht mehr heimkommen. Die Beziehung sei zu Ende und er wünsche keinerlei Gespräche. Die Versuche der Frau, ihren Mann anzurufen, wurden von der Sekretärin abgeblockt. Von ähnlichen Fällen höre ich oft. Solche Erfahrungen schmerzen. Was können Betroffene tun?

  • Plus einfach leben Nr. 2 – 2018 S. 4-5

    Lebenskrisen - LebenschancenWenn der Glaube abhandengekommen ist

    Es ist kein Einzelfall, dass ich in Gesprächen höre: „Früher war ich einmal eifriger Ministrant. Aber jetzt sagt mir das alles nichts mehr. Ich kann nicht mehr an das glauben, was mir damals selbstverständlich war. Durch das Studium und durch viele Enttäuschungen hindurch ist mir der Glaube abhandengekommen.“ Viele leiden dann unter dem Schwund alter Gewissheiten und Sicherheiten.

  • Gratis einfach leben Nr. 1 – 2018 S. 4-5

    Lebenskrisen - LebenschancenWenn ein geliebter Mensch stirbt

    Nicht nur ältere Paare machen sich Gedanken, wer von beiden wohl zuerst gehen muss. Viele haben Angst davor, dass der Partner zuerst sterben muss. Sie können sich nicht vorstellen, wie sie das Leben schaffen, wenn der geliebte Mensch nicht mehr da ist. Wir wissen zwar alle, dass der Tod unausweichlich kommen wird. Aber wenn der Tod einen geliebten Menschen dann wirklich trifft, bricht immer eine Welt zusammen.

2017

  • Gratis einfach leben Nr. 12 – 2017 S. 4-5

    Lebenskrisen - LebenschancenWenn ein Kind schwer krank ist

    Immer wieder begleite ich Eltern, die ein schwerkrankes Kind haben. Wenn der Arzt meint, dass die Lebenschancen des Kindes sehr begrenzt sind, dann ist das für die Eltern sehr schmerzhaft. Aber zugleich ist die Krankheit des Kindes auch eine Chance, über das eigene Leben zu reflektieren und die eigenen Maßstäbe zu hinterfragen.

  • Plus einfach leben Nr. 11 – 2017 S. 4-5

    Lebenskrisen - LebenschancenWenn die Beziehung zum Vater stirbt

    Die Berichterstattung um die Beerdigung des Altbundeskanzlers Helmut Kohl hat der Öffentlichkeit die erstorbene Beziehung des Vaters zu seinen Söhnen Walter und Peter vor Augen geführt. Das ist aber kein Einzelfall. In letzter Zeit höre ich immer wieder von solchen Zerwürfnissen zwischen einem Vater und seinen Kindern.

  • Gratis einfach leben Nr. 6 – 2017 S. 4-5

    Lebenskrisen - LebenschancenWenn Kinder von zu Hause ausziehen

    Dass Kinder „flügge“ werden und das familiäre „Nest“ verlassen, ist normal. Aber die damit verbundene Trennung ist oft schmerzhaft. Die Psychologie hat dafür sogar einen eigenen Begriff geprägt: Sie beschreibt mit dem „Empty- Nest-Syndrom“ eine Gefühlslage von Einsamkeit und Trauer, die sich nach dem Weggang der Kinder aus dem elterlichen Haus einstellen kann. Das kann krisenhafte Züge annehmen. Aber es liegt auch eine Chance darin.

2016

Krisen in Beziehungen

Auch die Beziehungen sind berührt: Es geht um die Beziehung zu Freunden, zu Kollegen und zu Bekannten. Und es geht oft auch um das mangelnde Selbstwertgefühl, das die Beziehungen erschwert, und über die Empfindlichkeit, die manchmal ein Gespräch behindert. Schmerzlich sind vor allem Enttäuschungen von Menschen, die man als Freunde betrachtete und die nun ihre Schattenseiten zeigen. Auf einmal fühlt man sich von den vermeintlichen Freunden ausgenutzt, abgelehnt oder aber unverstanden. Beziehungen sind immer etwas Lebendiges. Es gibt da keine Patentrezepte. Jede Beziehung muss ich in ihrer Besonderheit anschauen und versuchen, einen Weg zu finden, der für mich stimmt. Auch das Scheitern und die Brüchigkeit der Beziehungen ist eine Einladung, eine gute Beziehung zu mir selbst und zu Gott aufzubauen. Sie wird meine Wünsche nach einer guten menschlichen Beziehung relativieren und ins rechte Licht rücken.

Krisen in der Familie

Familie als Raum der Intimität und Nähe ist  nicht immer nur Ort der Zuwendung und Liebe. Es gibt Streit, Enttäuschungen, Ungerechtigkeiten. Die Beteiligten fügen sich auch gegenseitig Schmerz zu. Familie ist zudem auch ein Ort, in dem man wachsen kann. Beziehungen können und müssen sich auch ändern. Auch das kann zu Problemen und Krisen führen und zum Stress werden. Es braucht viel Geduld und Vertrauen. Und es braucht den Engel der Hoffnung, der niemals aufgibt. Oft sehen wir keine Fortschritte in der abgebrochenen Beziehung. Aber wir sollten hoffen, dass irgendwann das Zerbrochene geheilt wird und das Getrübte sich klärt.

Glauben, Beten, Zweifeln

Viele Menschen, die sich mit ihren Fragen an mich wenden, haben eine religiöse Erziehung genossen, erleben die Kirche aber nicht mehr so wie früher. Und sie werden damit konfrontiert, ihren Glauben in einer Welt zu bekennen, die Kirche und Religion in Frage stellt. Sie machen sich Gedanken, wie sie ihren Glauben selber verstehen können. Und es gibt die uralten Fragen nach dem Leid und dem Bösen, nach dem unverständlichen Gott. Jeder Mensch ist sein eigener Theologe. Und jeder hat seine ureigenen theologischen Fragen, die irgendwann in jedem aufbrechen. Dann suchen die Menschen Antworten, die nicht nur ihren Verstand, sondern auch ihr Herz zufrieden stellen.

Gefühle sind erlaubt

Der Umgang mit Gefühlen schafft für viele Probleme. Viele leiden an ihren Gefühlen, an Ärger, Jähzorn, Angst, Neid, Eifersucht oder Unzufriedenheit. Wir sollten uns für kein Gefühl schämen. Alle Gefühle dürfen sein. Aber sie verlangen auch, dass wir sie anschauen und mit ihnen sprechen und dass wir dann uns selber besser kennen lernen und uns durch diese Wahrnehmung in unserer Einmaligkeit annehmen. Die Gefühle sind eine Einladung, eine spannende Entdeckungsreise in das eigene Innere zu machen.

Krankheit und Tod

Schmerz, Krankheit, Tod machen uns immer wieder zu schaffen. Das stellt unser Leben in Frage und lässt uns die eigene Endlichkeit erfahren. Sie zwingt uns, darüber nachzudenken, was wir mit unserem Leben eigentlich wollen, welche Spur wir eingraben möchten in diese Welt, was wir den Menschen in unserer Nähe vermitteln möchten. Der Gedanke an das eigene Sterben möchte unser Leben intensivieren. Wenn mein Leben endlich ist, dann möchte ich diesen Augenblick bewusst leben. Ich weiß nicht, wie lange Zeit mir Gott schenkt. Aber jetzt lebe ich. Und jetzt möchte ich bewusst leben und meine ganz persönliche Spur eingraben in diese Welt.

Quelle: Anselm Grün, Lebensfragen (Herder, 2013)