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Anzeige: Immer mit der Ruhe

Artikel

2021

  • Plus einfach leben Nr. 4 – 2021 S. 8-13

    Einfach leben – gerade jetzt!

    Im Frühjahr 2006 erschien die erste Ausgabe des Einfach-leben-Briefs. 15 Jahre Kontinuität – und ein turbulentes schwieriges Jahr der Corona-Pandemie, die noch nicht endgültig bewältigt ist. Zeit für eine Bilanz und für einen Blick nach vorne. Einfach-leben-Herausgeber Rudolf Walter sprach für dieses Jubiläumsheft mit P. Anselm Grün.

2019

  • Plus einfach leben Nr. 3 – 2019 S. 2

    Kraftquellen im AlltagBewusst verzichten

    Die Fastenzeit ist eine Zeit des Verzichtens. Viele Menschen verbinden damit freilich etwas Negatives. Sie empfinden es wie ein Verbot, während sie doch viel lieber etwas genießen würden. Doch wenn ich nicht wie „auf Befehl“ verzichte, sondern aus meiner eigenen Entscheidung heraus, dann erfahre ich: Es kann meine innere Freiheit verstärken.

2017

2016

2015

Einfach ist nicht arm

Einfachheit ist nicht Armut. Armut ist Dürre, Verhinderung. Leben ist Differenzierung, Entfaltung, Blühen. „Einfach leben“ meint etwas Positives: Lebensqualität, Lebenskunst, Lebenslust. Es meint eine neue Sicht auf das gelebte Leben, einen Lebensstil der Bewusstheit.

„Einfach“ leben, das kann ja zweifach betont werden:
Einfach leben.
Und: Einfach leben.

Leben klärt sich, wenn nicht der Zweck, die Nützlichkeit im Zentrum steht, auch nicht der Luxus, sondern der Sinn. „Nicht was wir anhaben, sondern was wir tun, vielmehr was wir sind - darauf kommt es an!“ (Thoreau)

Und einfach leben meint: Selber leben. Sich nicht zum Sklaven anderer Zwecke machen und nicht zur Arbeitsmaschine werden. Sein ureigenes, gesundes Maß finden. Genießen. Sich Zeit lassen und Luft zum Atmen. Merken, wie viel auch ohne unser Zutun passiert. Freude suchen. Selbstvergessen, aber auch achtsam auf sich selber sein. Naturnah leben. Wieder Thoreau: „Es ist wahr, ich habe der Sonne nie sonderlich beim Aufgehen geholfen, doch war allein schon meine Anwesenheit bei diesem Ereignis von allerhöchster Wichtigkeit.“

Einfachheit ist übrigens nicht Askese bei Brot und Wasser. Der Zürcher Literat Carl Seelig besuchte den Dichter Robert Walser regelmäßig in der appenzellischen Pflegeanstalt Herisau, um mit ihm zu wandern. Einmal war ein Ausflug nach Rapperswil geplant. Da meinte Walser nur: "Weshalb Forellen in Rapperswil essen, wenn wir im Appenzellerland Speck haben können?"

Zufriedenheit vereinfacht das Leben. Einfach leben ist vielleicht nicht immer leicht. Aber es macht manches leichter.