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Artikel

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2014

  • Plus einfach leben Nr. 9 – 2014 S. 24-27

    Familienfreunde

    Wie Freundschaften zustande kommen? Manchmal geht es ganz nüchtern zu. Etwa wenn die Kinder in die Schule kommen.

  • Plus einfach leben Nr. 9 – 2014 S. 22-23

    Liebe und Freundschaft

    Wenn sich ein junger Mann in eine junge Frau verliebt, bezeichnen sie ihre Liebe oft als Freundschaft. Doch Freundschaft und Liebe sind voneinander verschieden.

  • Plus einfach leben Nr. 9 – 2014 S. 16-17

    Mein allerkleinster Lehrer

    Ole ist drei. Und schon ein großer Lehrer. Von ihm kann man lernen, was in der Freundschaft wirklich zählt. Und dass man dazu kein Facebook braucht.

  • Plus einfach leben Nr. 9 – 2014 S. 14-15

    Meine Kinderfreundin

    Warum Freunde sich finden, bleibt ein Geheimnis. Sicher ist nur: Kinder brauchen Kinder. In den Kinderfreundschaften bilden sich Selbstwertgefühl und Selbstbild aus.

  • Plus einfach leben Nr. 9 – 2014 S. 10-11

    Freunde in der Not

    Es ist sprichwörtlich: Ob einer ein wirklicher Freund ist, das zeigt sich dann, wenn es uns nicht gut geht.

  • Plus einfach leben Nr. 9 – 2014 S. 4-7

    In aller Freundschaft

    Was Freundschaft in schwierigen Zeiten bedeutet, das hat Friedrich Schorlemmer in der Diktatur erlebt. Aber nicht nur in der Not brauchen wir Freunde.

  • Plus einfach leben Nr. 7 – 2014 S. 4-5

    Wie Helfen zum Segen wirdWie wir leben wollen

    „Helfen“ – das sei nach „lieben“ das zweitschönste Wort unserer Sprache, sagen manche. Wir kennen alle das Gefühl, Hilfe zu brauchen, denn die Erfahrung von Not ist universal. Und auch der spontane Impuls, dem beizustehen, der in Not ist, gehört zu unserem Menschsein. Anderen zu helfen, tut uns selber gut. Aber wie verhindern wir, dass wir uns dabei selber überfordern? Wie kann Helfen für andere und uns selbst zum Segen werden?

  • Plus einfach leben Nr. 6 – 2014 S. 4-5

    Teilen – um das Leben zu erlangenWie wir leben wollen

    Die Bibel fordert uns auf, miteinander zu teilen: „Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen; denn an solchen Opfern hat Gott Gefallen.“ (Hebr 13,16) Und der 1. Timotheusbrief mahnt uns: „Sie sollen wohltätig sein, reich werden an guten Werken, freigebig sein und das, was sie haben, mit anderen teilen. So sammeln sie sich einen Schatz als sichere Grundlage für die Zukunft, um das wahre Leben zu erlangen.“ (1 Tim 6,18f)

  • Plus einfach leben Nr. 2 – 2014 S. 4-5

    Vergebung befreitWie wir leben wollen

    Wenn manche Christen das Wort „Vergebung“ hören, regt sich in ihnen Widerstand. Sie haben den Eindruck, als Christen müssten sie immer nachgeben und das böse Verhalten der anderen ständig entschuldigen. Sie wehren sich gegen diese passive Haltung. Ihr Widerstand ist berechtigt, sofern man Vergebung als etwas Passives versteht. Doch Vergeben ist ein aktives Sich-Befreien von der Bindung an den, der mich verletzt hat. Wenn ich das nicht kann, dann hat der andere immer noch Macht über mich, dann bestimmt er meine Stimmung.

Wer hilft, hilft sich auch selbst

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen zum Helfen. In den 70er Jahren hat Wolfgang Schmidbauer das berühmte Buch geschrieben „Der hilflose Helfer“, wo er meint, manche helfen Schwächeren, um sich selber stark zu fühlen. Das kann natürlich ein Motiv sein, aber damit darf ich nicht jedes Helfen madig machen, sondern natürlich bekomme ich selber etwas davon, wenn ich anderen helfe, fühle ich mich wertvoll, spüre ich meine Fähigkeiten und das tut mir auch gut, aber ich helfe nicht, damit ich etwas davon habe, sondern ich helfe, weil ich die Not des anderen sehe. Aber wenn ich dann spüre, dass der andere sich aufrichtet, sich verstanden fühlt, dann bekomme ich auch etwas. Ein Therapeut sagt immer, wer viel gibt, der braucht auch viel. Es gibt Menschen, die viel anderen geben, weil sie selber Zuwendung, Anerkennung, Bestätigung brauchen. Aber wenn ich gebe, weil ich brauche, bin ich immer verausgabt. Wenn ich gebe, weil ich empfangen habe, weil ich eine innere Liebe in mir spüre und die Not des anderen sehe und anspringe auf seine Not, dann bekomme ich auch etwas, aber ich gebe nicht, weil ich etwas brauche, sondern ich gebe, weil ich aus einer Quelle schöpfe.

Helfen ist gesund

Es gibt genügend psychologische Untersuchungen, die zeigen, dass Menschen, die anderen helfen, gesünder leben. Zum Beispiel Großeltern, die sich um Enkelkinder kümmern, leben gesünder als jemand, der nur mit sich selber beschäftigt ist. Die Sorge für andere ist nicht nur eine quälende Sorge, sondern eine Sorge, die auch uns selber guttut, die uns lebendig hält.

Es gab ja im Blick auf das große Engagement, das viele Menschen für die Flüchtlinge haben, das Unwort des Gutmenschen, dass der einfach nur halt gut ist, weil er es selber braucht. Das ist auch für mich eine Disqualifizierung der Menschen, die anderen helfen und die es aus redlichen Motiven tun. C. G. Jung sagt, helfen oder der Helfer ist ein archetypisches Bild und dieses Bild lockt in uns unsere Fähigkeiten hervor, wir spüren, wozu wir fähig sind. Die Gefahr ist nur, dass wir uns mit dem archetypischen Bild des Helfers identifizieren und dann werden wir blind, dass wir gar nicht merken, dass wir unser eigenes Bedürfnis nach Nähe, nach Zuwendung am anderen ausagieren. Also wir sollen vorsichtig sein, uns nicht zu identifizieren, aber wir sollen dankbar sein, dass der Helfer in uns ganz viel Lebendigkeit und Fähigkeiten hervorlockt.