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Anzeige: Umfrage der Zeitschrift einfach leben zum Thema: Heimat - was ist das?

Artikel

2018

  • Plus einfach leben Nr. 2 – 2018 S. 4-5

    Wenn der Glaube abhandengekommen istLebenskrisen - Lebenschancen

    Es ist kein Einzelfall, dass ich in Gesprächen höre: „Früher war ich einmal eifriger Ministrant. Aber jetzt sagt mir das alles nichts mehr. Ich kann nicht mehr an das glauben, was mir damals selbstverständlich war. Durch das Studium und durch viele Enttäuschungen hindurch ist mir der Glaube abhandengekommen.“ Viele leiden dann unter dem Schwund alter Gewissheiten und Sicherheiten.

  • Plus einfach leben Nr. 1 – 2018 S. 10

    Diese zwei GeboteBibel tiefer verstehen

    Einer von den Pharisäern, ein Gesetzeslehrer, wollte Jesus auf die Probe stellen und fragte ihn: „Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?“ Er antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.“ (Mt 22, 35-40)

2010

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2010 S. 30-32

    Weit gegangenRückweg ins Leben

    Die Pilgererfahrung in den Alltag zu integrieren, ist das eigentliche Ziel. Ulrich Hagenmeyer, der den Weg nach Santiago gemacht hatte, wandert auf der Suche nach Orientierung auf der alten Via Francigena von Canterbury nach Rom.

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2010 S. 25-27

    Die wichtigste Pilgerreise meines LebensErfahrungen am Mount Kailâsh

    Raimon Panikkar war 76, als er sich von seinen Freunden in der festen Überzeugung verabschiedete, auf der anstrengenden Pilger-Tour um den Heiligen Berg Indiens, Mount Kailâsh, zu sterben. 25 Tage war er in den Höhen Tibets unterwegs. Unmittelbar nach seiner Rückkehr schrieb er an einen Freund: „Alles ist Auferstehung“.

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2010 S. 18-21

    Als Paar auf dem FranziskuswegEin Weg für alle Sinne

    Ihre Beziehung stand auf der Kippe. Sie empfanden sich selber als haltlos und teilweise sinnentleert. Der Alltag, Leistungsstress, Geldverdienen – das hatte ihre Ehe zermürbt. Die Pilgerwanderung nutzten sie als Chance, aus der Krise zu kommen.

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2010 S. 9-11

    2600 Kilometer vor mirAufbrechen zur rechten Zeit

    Mit dem ersten Schritt auf den Jakobsweg tritt der Pilger aus der Alltagshektik der modernen Leistungsgesellschaft heraus in das gegensätzliche Zeitmaß der Pilgerschaft. Dieser erste Schritt verwirklicht seinen Aufbruchsentschluss, lässt ihn Wirklichkeit werden.

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2010 S. 6-8

    Was ein Pilger brauchtRatschläge eines alten Reiseführers

    Jeder Reiseführer über den camino enthält eine Liste von Vorschlägen: was man mitnehmen, womit man vorsichtig sein solle und so weiter. Mitte des achtzehnten Jahrhunderts schrieb Nicola Albani, der alleine wanderte, Ratschläge für jeden auf, der sich auf Pilgerfahrt nach Compostela begeben wollte.

2009

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2009 S. 29-31

    Die Heiligen und ihre Feste

    Das ganze Kirchenjahr ist geprägt von Heiligen. Wer ihre Abbildungen in den Kirchen sieht, merkt, wie reich die Christentumsgeschichte durch sie ist.

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Welche Sicherheit bietet der Glaube?

Glaube hat verschiedene Aspekte. Einmal sind wir in ein Glaubenssystem hineingewachsen, das nicht nur durch die Dogmatik der Kirche geprägt ist, sondern durch den gelebten Glauben unserer Vorfahren. In dieser Glaubenstradition haben wir eine gewisse Sicherheit mitbekommen. Diese Tradition ist schon eine gebündelte Form der Antworten auf Fragen, die Menschen immer gestellt haben. Sie zeigt uns, wie wir auf die Herausforderungen des Lebens reagieren können, auf Krankheit und Leid, auf Enttäuschung und Scheitern, auf Konflikte und Unsicherheit, auf die Erwartungen von außen und von innen. Dieser Glaube prägt unser Denken und Fühlen von innen her. Aber er ist wenig reflektiert. Wenn wir selber zu denken anfangen, stellen wir dieses uns überlieferte Glaubenssystem in Frage. Aber wir dürfen es nicht geringschätzen. Unsere eigenen Wurzeln gründen im Humus dieser Tradition und geben uns Halt. In jedem Leben kommt aber ein Punkt, an dem wir uns erst einmal von dem abwenden, was wir mitbekommen haben. Und das ist nicht falsch: Wir sollen es kritisch hinterfragen. Aber nach diesem Hinterfragen sollen wir auch prüfen, was in dem Überlieferten an Gutem war und wie weit es uns heute – auf bewusste Weise gelebt – Halt zu geben vermag.

Ein anderer Aspekt liegt darin: Der Glaube deutet unsere Wirklichkeit. Er ist keine letzte absolute Gewissheit und bietet keine letzte absolute Sicherheit. Es gibt keinen Glauben ohne Zweifel. Aber es gibt auch keinen Nicht-Glauben ohne Zweifel. Die Frage ist, ob dieser Glaube der Wirklichkeit entspricht oder nicht. Wir können die Deutungsmuster anschauen, mit denen Nicht-Glaubende die Wirklichkeit interpretieren. Entspricht das mehr der Wirklichkeit als die Deutung des Glaubens?

Für mich ist es eine Hilfe, die Alternative des Nicht-Glaubens zu Ende zu denken: „Alles ist Einbildung. Wir können nichts wissen.“ Wenn ich diese Alternative zu Ende denke, dann steigt in mir eine tiefe Gewissheit auf: Die Deutung des Glaubens stimmt. Und es reift in mir der Entschluss: „Ich setze auf die Karte des Glaubens. Ich entscheide mich für den Glauben.“ Wir können den Glauben nicht letztlich beweisen. Aber er ist trotzdem vernünftig. Und es ist nicht gegen meinen Verstand, wenn ich auf die Karte des Glaubens setze. Jedoch braucht es immer auch den Sprung in den Glauben, es braucht Vertrauen und Entscheidung.

Quelle: Anselm Grün, Anselm Grüns Buch der Antworten (Herder, 2007)