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Einfach leben 8/2022

Nr. 8 – 2022August

Inhalt
1. Auflage 2022
Bestellnummer: Z330076

Liebe Leserin, lieber Leser!

Am 27. und 28. August feiern wir das Fest der hl. Monika und ihres Sohnes, des hl. Augustinus, dessen Name ja mit dem Monatsnamen August zusammenhängt. In seiner Jugend hat Augustinus seiner Mutter viel Kummer bereitet: Er heiratete eine Frau, die für ihn nicht standesgemäß war. Und er geriet in die Sekte der Manichäer. Ein Bischof meinte damals zu Monika, die Tränen einer Mutter seien nie umsonst, sie würden irgendwann Frucht tragen. Das kann ein Hoffnungswort sein für viele Mütter, die darunter leiden, dass ihre Kinder nicht den Weg gehen, den sie für gut halten. Die Kinder spüren es, wenn die Liebe der Mutter von Hoffnung getragen ist. Und solange eine Mutter hofft, besteht die Möglichkeit, dass sich die Kinder wandeln.
Augustinus wurde zum bedeutendsten Kirchenvater des Westens. Er hat wunderbare Sätze geformt, aus denen seine Liebe und Weisheit herausklingen. Ich möchte nur zwei Sätze von ihm zitieren: „Sine amico nihil amicum = Ohne Freund ist nichts freundlich“. Augustinus schätzte die Freundschaft hoch. Sie gibt dem Leben einen neuen Geschmack. Das andere Wort: „Ama et fac quod vis = Liebe und tu, was du willst“. Wenn unser Tun von Liebe geprägt ist, dann können wir tun, was wir wollen. Alles ist dann gut. Alles wird so zum Segen für die Menschen. Diese zwei Worte wünsche ich Ihnen für den Monat August als Leitfaden. Unsere Welt ist bedroht vom Krieg, sie ist zerrissen und gespalten. Gerade in solch gefährdeten Zeiten brauchen wir die Freundschaft als einen Halt, der uns mit anderen Augen auf die Welt schauen lässt. Und wir brauchen die Liebe, die allen Hass und alle Zwietracht in dieser Welt verwandelt.
So wünsche ich Ihnen einen gesegneten August, in dem Sie Freundschaften genießen und die Liebe Ihr Leben und Ihr Miteinander verwandelt.

Ihr Pater

Anselm Grün

Über diese Ausgabe

Lebenskunst

Spiritualität

Interview

  • Plus einfach leben Nr. 8 – 2022 S. 8-9

    BegegnungenUnsere Abschiede

    Sie gehören zum Leben, von Anfang an: Abschiede. Was könnte die Kunst eines abschiedlichen Lebens sein? Darüber spricht Anselm Grün mit dem einfachleben-Herausgeber Rudolf Walter.

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