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Anzeige: Fastenumfrage

Nr. 3 – 2021März

Inhalt
1. Auflage 2020
Bestellnummer: Z330062

Liebe Leserin, lieber Leser,

Letztes Jahr im März, als der Lockdown begann, dachten wir, dass die Corona-Krise bis zum Sommer überwunden ist. Doch jetzt kämpfen wir immer noch damit. In diese herausfordernde Situation fällt nun die Fastenzeit. Alle geistlichen Methoden der christlichen Tradition für die Fastenzeit dienen der Selbstbegegnung: Wir verzichten bewusst auf ein Übermaß beim Essen und Trinken. Denn wir wissen, dass wir Essen und Trinken im Übermaß als Flucht missbrauchen, um uns selbst nicht mehr zu spüren. Wir entrümpeln jetzt auch unsere Kalender, um mehr Zeit für uns zu haben. Wir üben bestimmte Verhaltensweisen ein, damit wir uns frei fühlen und nicht mehr von unseren Bedürfnissen beherrscht werden. Ende März begehen wir in diesem Jahr dann die Karwoche, das Ziel der Fastenzeit. Da geht es um unsere tiefste Verwandlung: um die Verwandlung vom Tod zum Leben, von der Einsamkeit zur Gemeinschaft, der Verzweiflung zur Hoffnung, der Verlassenheit zur Geborgenheit. Eine solche Verwandlung kann nur dann in uns geschehen, wenn wir uns der eigenen Wahrheit stellen, auch der schmerzlichen Wahrheit, wie sie uns die Passionszeit und die Karwoche vor Augen halten: verurteilt, verspottet, verletzt, gegeißelt und festgenagelt werden und schließlich einsam sterben. Wir schauen all die negativen Aspekte unseres Lebens an, in der Hoffnung, dass Ostern alles verwandelt. Nicht wir müssen uns verwandeln: Gott selbst wird uns verwandeln, so wie er seinen Sohn Jesus Christus verwandelt hat, als er ihn aus dem Tode erweckte.

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Fastenzeit 2021. Und ich wünsche Ihnen, dass sie eine Zeit der inneren und äußeren Verwandlung für Sie wird und eine Zeit der Hoffnung auf das neue Leben der Auferstehung.

Ihr

Pater Anselm Grün

Über diese Ausgabe

Lebenskunst

  • Plus einfach leben Nr. 3 – 2021 S. 4-5

    Leben als WandelSich auf die Jahreszeiten einlassen

    In unserer Zeit verstärkt sich die Tendenz, den Jahreszeiten auszuweichen. Im Winter macht man Urlaub in wärmeren Gegenden oder verwandelt die Ruhe des Winters in die Unruhe des Skitourismus. Die Corona-Krise hat uns jedoch solche räumlichen Fluchtmöglichkeiten genommen. Sie ist eine Einladung, sich den Jahreszeiten zu stellen und darüber zu meditieren, wie sie unseren inneren Wandel begleiten.

  • Plus einfach leben Nr. 3 – 2021 S. 8-9

    BegegnungenWas tröstet

    Leiden gehört zum Leben. Aber auch Trost: Wir trösten und wir werden getröstet. Wann und warum wir so darauf angewiesen sind, mit Leib und Seele, darüber spricht die bekannte Therapeutin Luise Reddemann mit Rudolf Walter, dem Herausgeber von „einfach leben“.

Spiritualität