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Bischofssynoden zum Thema FamilieDossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100177

Seit das Generalsekretariat zur Vorbereitung der Außerordentlichen Bischofssynode im Oktober 2014 eine Umfrage unter Bischöfen und Gläubigen weltweit gestartet hat, haben sich große Hoffnungen auf diese Bischofstreffen gerichtet, die sich der Familie und ihrer vielfältigen Herausforderungen angenommen haben, ebenso deren kirchlicher Sendung und evangelisierender Kraft. Die Bischöfe auf der ganzen Welt sind angehalten, sich mit den Lebensrealitäten der ihnen Anvertrauten in diesem ebenso existenziellen wie sensiblen Bereich auseinanderzusetzen. Vor allem sollen sie nachforschen, was ihre Diözesanen in Fragen der Familienpastoral und der Sexualmoral überhaupt noch von ihrer Kirche erwarten.

Mit einer ganzen Reihe von Artikeln widmet sich die Herder Korrespondenz den Familiensynoden.

Über dieses Paket

Leitartikel

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 6/2014 S. 271-273

    LeitartikelFrauen, Männer und die Kirche

    Seit das Generalsekretariat zur Vorbereitung der außerordentlichen Bischofssynode im Oktober dieses Jahres eine Umfrage unter Bischöfen und Gläubigen weltweit gestartet hat, richten sich große Hoffnungen auf dieses Bischofstreffen, das sich der Familie und ihrer vielfältigen Herausforderungen annehmen soll. Wenn sich die Familiensynode mit neuer Offenheit der Lebensrealität heutiger Menschen stellen soll und sie sich mit den Herausforderungen und Aufgaben auseinandersetzen wird, unter denen heute Ehepaare und Familien ihren Alltag zu bewältigen haben, kommen die Bischöfe nicht umhin, diese Realität auch und vor allem „gender-sensibel“ oder „geschlechterbewusst“ zu betrachten. Soll es bei der Familiensynode nicht lediglich darum gehen, sich selbstreferenziell nur der eigenen Verkündigung und Lehrtradition zu vergewissern, sondern darum, dieser Verkündigung wieder ihre orientierende Kraft und Relevanz zurückzugewinnen, muss auch deren oft sehr unterschiedliche Lebensrealität beziehungsweise ihr Verhältnis zueinander in den Blick genommen werden.

Kommentar

Aktuell

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 11/2014 S. 547-549

    BischofssynodeNeue Akzente bei sexualethischen Positionen?

    Während der Außerordentlichen Bischofssynode zu familienpastoralen Fragen wurde mit Blick auf Wiederverheiratete Geschiedene als auch auf die Bewertung von Homosexualität kontrovers diskutiert. Inwieweit daraus Neuakzentuierungen der katholischen Lehre erwachsen, wird sich erst im kommenden Jahr zeigen.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 3/2014 S. 115-117

    BischofssynodeErgebnisse der Umfrage veröffentlicht

    Die Bischöfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die Ergebnisse der Umfrage, mit der die außerordentliche Bischofssynode zu Fragen der Familienpastoral und Sexualmoral vorbereitet werden soll, detailliert und ungeschönt veröffentlicht. In anderen Ländern ist das unterblieben.

Blickpunkt

Interview

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 8/2015 S. 402-405

    Interview mit Bischof Franz-Josef Bode über die Familiensynode„Die Fixierung auf das Sexuelle überwinden“

    Um der Wirklichkeit von Ehe und Familie gerecht zu werden, braucht es Veränderungen in der kirchlich-pastoralen Praxis. So dürfe der Ausschluss von Beichte und Eucharistie etwa für wiederverheiratete Geschiedene nicht allein schematisch durch die Sexualmoral bestimmt sein, erklärt Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode im Gespräch. Reformen seien nötig, ohne dass es zu einem „Dammbruch“ komme. Bode nimmt im Herbst an den Beratungen der Familiensynode in Rom teil. Die Fragen stellte Volker Resing.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 12/2014 S. 613-617

    Ein Gespräch mit Kardinal Christoph Schönborn über die Familiensynoden„Gegen das Süßholzraspeln“

    Nach der Bischofssynode in Rom richtet sich der Blick bereits auf das kommende und entscheidende Bischofstreffen im nächsten Jahr. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn fordert für die Ordentliche Synode ein noch offeneres Hinschauen auf die Lebenswirklichkeit der Menschen. Ehe und Familie hätten einen konkreten Ort, konkrete Lebensbedingungen und ihre eigene Geschichtlichkeit. Die Fragen stellte Volker Resing.

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 10/2015 S. 517-521

    Anmerkung zur Lerngemeinschaft der Synode über den Lernprozess Ehe und Familie„Mut zu unvollkommenen Lösungen“

    Im Vorfeld zur ordentlichen Familiensynode im Oktober wird weltweit diskutiert, welche Ergebnisse zum kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zu erwarten sind. Die Hauptanliegen gelten nicht für alle Christen, eine Polarisierung schreitet voran. Wie weit muss die Synode auf den aktuellen Zeitgeist eingehen? Was muss bewahrt werden? Und muss es nicht zuallererst zu einer theologischen Selbtvergewisserung der katholischen Kirche mit ihren Werten und Traditionen kommen?

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 2/2015 S. 92-96

    Wie man in Afrika Ehe und Familie verstehtIm Zentrum steht die Gemeinschaft

    Bei der Außerordentlichen Bischofssynode zum Thema Familie im Oktober letzten Jahres haben Äußerungen von afrikanischen Bischöfen für Irritationen gesorgt. In der afrikanischen Tradition wird die Ehe nicht als individuelle Angelegenheit verstanden, sondern diese bleibt stets bezogen auf die Gemeinschaft der Lebenden, der Verstorbenen und der Noch-nicht-Geborenen. Entsprechend stellt auch die Fruchtbarkeit der Ehe eine zentrale Dimension dar. Daraus erklärt sich ebenso das Verständnis von Homosexualität.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 10/2014 S. 509-514

    Viele Aspekte der kirchlichen Sexualmoral werden nicht mehr verstandenNaturrecht und Menschenrecht

    Wer heute auf ein Naturrecht jenseits des Autonomieanspruchs Bezug nimmt, verliert den Anschluss an die politische und rechtliche Dynamik der modernen Moral. Denn ein solches Naturrecht wird als ungeschichtlich wahrgenommen, als Denkform einer vergangenen Epoche. Für die Außerordentliche Bischofssynode zur Familie liegt hier eine der zentralen inhaltlichen Herausforderungen.

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 9/2014 S. 457-462

    Zur Kritik an der vermeintlichen Gender-IdeologieWachstumspotenzial für die eigene Lehre

    Eindringlich wird innerhalb der katholischen Kirche in jüngster Zeit vor der vorgeblichen Gender-Ideologie gewarnt. Eine Ideologiekritik im Sinne der Aufklärung beziehungsweise eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Vielzahl von „Gender Studies“ ist aber nicht im Blick. „Gender Studies“ dagegen als Herausforderung wahrzunehmen, hieße diese auch positiv als Wachstumspotenzial für die eigene Lehre zu begreifen.

Autoren/-innen

  • Foitzik, Alexander

    Alexander Foitzik

    Alexander Foitzik, Dipl. theol., geboren 1964 in Heidelberg. Studium der Katholischen Theologie in Freiburg und Innsbruck. Von 1992 bis 2015 Redakteur der Herder Korrespondenz. Seitdem als Studienleiter an der Katholischen Akademie Freiburg tätig.

  • Bujo, Bénézet

    Bénézet Bujo

    Bénézet Bujo (geb. 1940) ist Priester der Diözese Bunia (im Nordosten der DR Kongo). Promotion und Habilitation an der Universität Würzburg. Professor für Moraltheologie, Sozialethik und afrikanische Theologie in Kinshasa (1979 bis 1988) und Fribourg/Schweiz (1989 bis 2010). Gastprofessur in Nairobi (1984 bis 1996) und Johannesburg (2003 bis 2005).

  • Schönborn, Christoph

    Kardinal Christoph Schönborn

    Kardinal Christoph Schönborn (geb. 1945) ist seit 1995 Erzbischof von Wien. 1963 trat Schönborn in den Dominikanerorden ein. Er studierte Theologie in Paris und Regensburg unter anderem bei Joseph Ratzinger. Ab 1975 lehrte Schönborn Dogmatik in Fribourg. 

  • Bode, Franz-Josef

    Franz-Josef Bode

    Franz-Josef Bode (geb. 1951 in Paderborn) ist seit 1995 Bischof von Osnabrück. Er hat in Paderborn, Regensburg, Münster und Bonn studiert und wurde 1986 promoviert. 1991 wurde er Weihbischof in Paderborn. Von 1996 bis 2010 war er „Jugendbischof“ der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2010 ist Bode Vorsitzender der Pastoralkommission. Wie bereits vor drei Jahren nimmt Bode auch in diesem Jahr an einer Bischofssynode in Rom teil.

  • Marschütz, Gerhard

    Gerhard Marschütz

    Gerhard Marschütz (geb. 1956) ist seit 2000 außerordentlicher Universitätsprofessor für Theologische Ethik am Institut für Systematische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. 1999 Habilitation mit der Schrift „Familie humanökologisch. Theologisch-ethische Perspektiven“. Zuletzt erschien von ihm im Verlag Echter das zweibändige Werk „theologisch ethisch nachdenken“. Band 1: Grundlagen (2. Aufl . 2014), Band 2: Handlungsfelder (2011). Zum Thema vgl. auch seinen Beitrag in: Stephan Goertz (Hg.), Wer bin ich, ihn zu verurteilen? Homosexualität und katholische Kirche, Freiburg 2015.

  • Koch, Heiner

    Erzbischof Heiner Koch

    Heiner Koch (geb. 1954) wurde im September 2015 als Erzbischof von Berlin eingeführt. Seit 2013 war er Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Der promovierte Theologe arbeitete nach seiner Priesterweihe erst in der Seelsorge, bevor er zum Erzbischöflichen Generalvikariat Köln wechselte und dort schließlich Leiter der Hauptabteilung Seelsorge wurde. Seit 2010 ist Heiner Koch zudem Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Katholische Deutsche Auslandsseelsorge, seit 2014 Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie. Er nimmt an der Familiensynode teil.

  • Tück, Jan-Heiner

    Prof. Jan-Heiner Tück

    Jan-Heiner Tück (geb. 1967) ist seit 2010 Professor für dogmatische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

  • Sautermeister, Jochen

    Prof. Jochen Sautermeister

    Jochen Sautermeister wurde 1975 geboren und ist Professor für Moraltheologie der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn. Vorher war er Inhaber der Stiftungsprofessur für Moraltheologie unter besonderer Berücksichtigung der Moralpsychologie an der katholisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

  • Striet, Magnus

    Magnus Striet

    Magnus Striet (geb. 1964) ist seit 2004 Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Gotteslehre, Theodizee und Eschatologie, Fragen einer theologischen Anthropologie.

  • Bucher, Rainer

    Prof. Rainer Bucher

    Rainer  Bucher wurde 1956 geboren und ist seit 2000 Professor für Pastoraltheologie an der Universität Graz. Er war von 1990 bis 1998 Referent bei der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk und ist Mitinitiator und Redakteur des theologischen Internetfeuilletons feinschwarz.net. Thematisch einschlägige Veröffentlichungen: Priester des Volkes Gottes. Gefährdungen– Grundlagen – Perspektiven, Würzburg 2010; Wenn nichts bleibt, wie es war. Zur prekären Zukunft der katholischen Kirche,3. Auflage, Würzburg 2017.

  • Orth, Stefan

    Stefan Orth

    Stefan Orth, Dr. theol. (geb. 1968), Studium der Katholischen Theologie in Freiburg, Paris und Münster. 1998 Promotion. Seit 1998 Redakteur der Herder Korrespondenz, seit 2014 stellvertretender Chefredakteur.

  • Goertz, Stephan

    Stephan Goertz

    Stephan Goertz wurde 1964 geboren. Er ist Professor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Zuvor war er von 2004 bis 2010 Professor für Sozialethik/Praktische Theologie an der Universität des Saarlandes.

  • Ruh, Ulrich

    Ulrich Ruh

    Ulrich Ruh, geboren 1950, Dr. theol. Dr. h.c., studierte katholische Theologie und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Von 1974 bis 1979 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenische Theologie der Theologischen Fakultät Freiburg (Professur Karl Lehmann). 1979 wechselte er als Redakteur zur "Herder Korrespondenz", die er von 1991 bis 2014 als Chefredakteur wesentlich prägte. 2005 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz als „Würdigung für seine Verdienste in Kirche und Gesellschaft“ verliehen. Seit 2015 ist Ruh Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.