Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 55-57

    LeitartikelZwischen Islamismus und Islamophobie

    Ob Pegida oder die Anschläge von Paris: In beiden Fällen spielt die Verunsicherung durch moderne Lebenswelten eine zentrale Rolle. Die Heimat, die man verloren glaubt, und nach der man sich sehnt, steht allerdings offenkundig immer wieder in der Gefahr, zu klein gedacht zu werden. Es ist dabei völlig unstrittig, dass man gewaltbereiten Extremisten gleich welcher Religion und Weltanschauung entschlossen gegenübertritt und im Rahmen der freiheitlichen Rechtsordnung alle Möglichkeiten ausschöpft. Wie die Balance zu halten ist, darüber muss immer wieder diskutiert werden. Ganz entscheidend ist dabei auch, dass die Muslime hierzulande in diese Diskussionen eingebunden werden und nicht nur über sie geredet wird.

Kommentar

  • Gratis S. 59

    KommentarMärtyrer

    Kommt endlich Bewegung in das Seligsprechungsverfahren für Oscar Romero?

Aktuell

Blickpunkt

  • Plus S. 65-70

    Die Krise der Orden und Aufbrüche an verborgenen „Anders-Orten“Die stillgelegten Propheten?

    Das Ordensleben in Deutschland steht vor einem historischen Traditionsbruch. Teilweise schrumpfen die Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens nur noch auf einen Schatten ihrer selbst zusammen. Zugleich wird den Orden aber immer wieder auch von höchster Stelle eine Art „Reservefunktion“ für die Zukunft der Kirche zugeschrieben. Ein oft wirklichkeitsfremder Blick verstellt dabei die Sicht auf Lage und tatsächliche Möglichkeiten der Orden. Zum Auftakt des „Jahrs der Orden“, welches bis Februar 2016 dauert, ist daher eine genaue Analyse notwendig. Selbstlähmung und Dialogunfähigkeit sind dabei Probleme, die klar zu benennen sind.

    Themenpaket: Zeit der Orden?

Nachrichten

Interview

  • Gratis S. 70-74

    Ein Gespräch mit dem Medienethiker Alexander Filipovi?„Als moralische Autorität eine größere Fallhöhe“

    Das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und den säkularen Medien wird immer wieder von wechselseitigen Vorwürfen und Missverständnissen belastet. Woran dies liegt, was die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit effizienter machen könnte und welche Ausrichtung das kirchliche Medienengagement selbst künftig haben soll, darüber sprachen wir mit dem Münchner Medienethiker Alexander Filipović. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Gratis S. 74-78

    Reformideen aus der Tradition der KircheFrau Kardinal und die Macht der Geschichte

    Reform gehört zu den Strukturmerkmalen der katholischen Kirche. Sie kann jedoch nur in dem Rahmen, den die kirchliche Tradition absteckt, stattfinden. Daher ist es eine Hauptaufgabe der Kirchengeschichte, den ganzen Tisch der Tradition zu decken und angeblich ewigen Wahrheiten und Strukturen alternative Modelle gegenüberzustellen. So hatten Fürstäbtissinnen über Jahrhunderte bischöfliche Vollmachten, gleichzeitig amtierten Bischöfe ohne jede Weihe. Erst das Zweite Vatikanische Konzil hat alle Vollmacht in der Kirche an die Bischofsweihe gebunden. Die Option einer „Frau Kardinal“ ist damit unmöglich geworden.

  • Plus S. 78-83

    Individualethische Anmerkungen zur Debatte um den assistierten SuizidErschöpfter Lebenswille?

    Menschen, die Sterbende mit Suizidwunsch begleiten, haben es stets mit Einzelschicksalen zu tun. Ziel einer Begleitung ist es daher, dem Einzelnen dabei zu helfen, dass dieser einen Zugang zu sich selbst, zu seinen tragenden Sinn- und Werteinsichten finden kann. Damit wird möglich, den Lebensweg auf seine eigene, individuelle und unverwechselbare Art und Weise zu vollenden.

    Themenpaket: Sterbende begleiten oder beim Sterben helfen?
  • Plus S. 83-88

    Zum Stand der Beziehungen zwischen katholischer Kirche und JudentumAuf einem guten Weg

    Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in vieler Hinsicht intensiviert und durchschlagend verbessert. Das schließt offene Fragen ein, belegt aber auch eine sich neu entwickelnde Kultur kritischer Auseinandersetzung, die das jüdisch-christliche Gespräch in der Gegenwart bestimmt. Auch bei den hochsensiblen Themen hat sie sich zuletzt als krisenfest erwiesen.

    Themenpaket: Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs
  • Gratis S. 88-92

    Wie religiös ist die Popmusik?„Like a prayer“

    Schillernde spirituelle Welten prägen die Popkultur. Bei Skandalen kommt rasch der Vorwurf der Blasphemie auf. Doch auch neue Facetten der Mystik begegnen in Songs oder auf Videoclips. Und manche Star-Inszenierung gleicht einem liturgischen ­Ritual.

  • Plus S. 92-96

    Wie man in Afrika Ehe und Familie verstehtIm Zentrum steht die Gemeinschaft

    Bei der Außerordentlichen Bischofssynode zum Thema Familie im Oktober letzten Jahres haben Äußerungen von afrikanischen Bischöfen für Irritationen gesorgt. In der afrikanischen Tradition wird die Ehe nicht als individuelle Angelegenheit verstanden, sondern diese bleibt stets bezogen auf die Gemeinschaft der Lebenden, der Verstorbenen und der Noch-nicht-Geborenen. Entsprechend stellt auch die Fruchtbarkeit der Ehe eine zentrale Dimension dar. Daraus erklärt sich ebenso das Verständnis von Homosexualität.

    Themenpaket: Bischofssynoden zum Thema Familie
  • Plus S. 96-100

    Dem Glaubenszweifel theologisch auf der SpurNot oder Segen

    Der Glaube ist heute keine unhinterfragte Selbstverständlichkeit mehr, sondern nur noch im Modus permanenten Angefragtseins möglich. Dennoch bleibt der Zweifel neben den großen Themen der rationalen Glaubensverantwortung und der Auseinandersetzung mit dem Atheismus in aktuellen theologischen Debatten bisher ein eher randständiges Thema. Aber es lässt sich eine zunehmende Vielfalt von Positionen erkennen.

  • Plus S. 100-104

    Eine Befragung im Kontext kirchlicher Ehe- und FamilienberatungVergeben und verzeihen

    In der täglichen Arbeit kirchlicher Ehe- und Familienberatungsstellen spielt das Thema Versöhnung eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund gab der Bundesverband der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberaterinnen und -berater eine umfassende empirische Untersuchung zum Thema Vergeben und Verzeihen in Auftrag. Erste Ergebnisse und ihre pastoraltheologische Deutung mahnen zu einer differenzierten Betrachtungsweise, gerade mit Blick auf einige Fragen der (Außer-)Ordentlichen Bischofssynoden zur Familie im vergangenen und in diesem Jahr.

  • Plus S. 104-107

    Der Blick durch die Religionsbrille verzerrt politische AnalysenGeschichtsbuch statt Koran

    Mit dem Begriff der „Kernschmelze“ hat der Journalist Martin Gehlen die Entwicklung des Islam und die politische Lage im Nahen und Mittleren Osten in der Herder Korrespondenz beschrieben (vgl. HK, November 2014, 586-590). Gegen diese Analyse wendet sich nun der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und engagierte Beobachter der Region, Ruprecht Polenz. Die Fokussierung auf die Religion verstelle den Blick auf die eigentlichen Ursachen für die Misere in der arabischen Welt und in Nordafrika.

Rezensionen

Autoren/-innen