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Sterbende begleiten oder beim Sterben helfen?Dossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100204

Direkte Sterbehilfe ist in Deutschland nicht rechtmäßig. Die katholische Kirche fordert höchste Achtung vor dem menschlichen Leben als Teil der göttlichen Schöpfung. Gleichzeitig wird der Ruf in der Gesellschaft laut, dass der Mensch nicht nur frei über sein Leben, sondern auch über seinen Tod zu bestimmen vermag. Nicht selten hängt dies mit dem Wunsch zusammen, nicht unnötig lange zu leiden. Auch theologisch wird diskutiert, ob die Entscheidung über Leben und Tod durch den Menschen die Schöpfungsordnung angreift.

Mit einer ganzen Reihe von Artikeln hat sich die Herder Korrespondenz bereits der ethisch brisanten Debatte zum Thema Sterbehilfe gewidmet. Wir dokumentieren sie in diesem Dossier.

Über dieses Paket

Interview

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 5/2014 S. 231-235

    Ein Gespräch über Sterbehilfe mit dem Gerontologen Thomas Klie„Die Ressource des sozialen Miteinanders“

    Warum nehmen wir Anteil, wenn ein Nachbarkind die Nacht durchgeschrien hat, aber nicht an den Mühen der Nachbarin, die in der Begleitung eines dementen Angehörigen an ihre Grenzen stößt? Über das Leben als Hochbetagte und in Abhängigkeit von anderen, das Leitbild der geteilten Verantwortung für die Sorge beziehungsweise die Frage, was dies alles mit der aktuellen Diskussion über Sterbehilfe zu tun hat, sprachen wir mit dem Freiburger Gerontologen Thomas Klie. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 2/2015 S. 78-83

    Individualethische Anmerkungen zur Debatte um den assistierten SuizidErschöpfter Lebenswille?

    Menschen, die Sterbende mit Suizidwunsch begleiten, haben es stets mit Einzelschicksalen zu tun. Ziel einer Begleitung ist es daher, dem Einzelnen dabei zu helfen, dass dieser einen Zugang zu sich selbst, zu seinen tragenden Sinn- und Werteinsichten finden kann. Damit wird möglich, den Lebensweg auf seine eigene, individuelle und unverwechselbare Art und Weise zu vollenden.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 11/2014 S. 567-572

    Warum der assistierte Suizid nicht die richtige Antwort istHandhabbarer Tod?

    Drei Gründe lassen sich benennen für die breite Akzeptanz des so genannten assistierten Suizids in unserer Gesellschaft: eine veränderte Einstellung zum Leben selbst, ein verkürztes Verständnis von Autonomie und das Versprechen vermeintlicher Leidenslinderung. Hinter allem steht letztlich die implizite Entwertung gebrechlichen Lebens.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 11/2009 S. 569-574

    Die Diskussion über Sterbehilfe in der SchweizLanges Ringen

    Seit Jahren gibt es einen Sterbehilfetourismus in die Schweiz, wo Organisationen wie „Exit“ und „Dignitas“ Beihilfe zur Selbsttötung anbieten. Die strafrechtliche und ethische Diskussion über das Thema Sterbehilfe hat sich verschärft, nachdem die Züricher Staatsanwaltschaft und die Organisation „Exit“ im Sommer dieses Jahres eine Vereinbarung über die organisierte Hilfe zur Selbsttötung abgeschlossen haben.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 6/2005 S. 304-310

    Neue Spielfilme zum Thema SterbehilfeEnde von Würde und Sinn?

    In den vergangenen Wochen kamen zwei Oscar-prämierte Filme zum Thema aktive Sterbehilfe in die Kinos und sorgten für hitzige Diskussionen. Beide Filme lassen Priesterfiguren auftreten, die jeweils die Position der Kirche repräsentieren sollen, und fordern auf diese Weise eine Auseinandersetzung aus christlicher Perspektive heraus.

Autoren/-innen

  • Fritz, Alexis

    Alexis Fritz

    Dr. Alexis Fritz (geb. 1976 in Graz); Studium der Theologie und Philosophie in Innsbruck, Rom und Freiburg; Promotion in Freiburg über das Problem des naturalistischen Fehlschlusses; Leiter der Arbeitsstelle Theologie und Ethik im Deutschen Caritasverband.

  • Maio, Giovanni

    Prof. Giovanni Maio

    Prof. Dr. med. Giovanni Maio, M.A. (phil.) (geb. 1964) studierte Medizin und Philosophie an den Universitäten Freiburg, Straßburg und Hagen. Nach seiner Promotion zum Dr. med in Freiburg absolvierte er eine Facharztausbildung für Innere Medizin. Im Jahr 2000 habilitierte er sich an der Universität zu Lübeck für Ethik und Geschichte der Medizin. 2002 wurde er in die Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung berufen. Seit 2005 ist er Professor für Bioethik und Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und leitet das dortige interdisziplinäre Ethikzentrum.

  • Sautermeister, Jochen

    Prof. Jochen Sautermeister

    Jochen Sautermeister wurde 1975 geboren und ist Professor für Moraltheologie der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn. Vorher war er Inhaber der Stiftungsprofessur für Moraltheologie unter besonderer Berücksichtigung der Moralpsychologie an der katholisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

  • Reiter, Johannes

    Johannes Reiter

    Johannes Reiter (geb. 1944) war von 1984 bis 2009 Professor für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz. Er ist Mitglied der Internationalen Theologenkommission. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Bioethik.

  • Zwick, Reinhold

    Reinhold Zwick

    Reinhold Zwick (geb. 1954) ist Professor für Biblische Theologie und ihre Didaktik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Mitglied der Katholischen Filmkommission für Deutschland. Letzte Veröffentlichungen: Pier Paolo Pasolini, „Der Heilige Paulus“ – Übersetzung des Drehbuchs zu einem nicht realisierten Filmprojekt und Kommentar (zus. mit Dagmar Reichardt), Marburg 2007; Zeit BILD Theologie. Filmästhetische Erkundungen (Film und Theologie, Band 14), Marburg 2011 (Hg., zus. mit Peter Hasenberg und Gerhard Larcher); Religion und Gewalt im Bibelfilm (Film und Theologie, Band 20), Marburg 2012.

  • Weibel, Rolf

    Rolf Weibel

    Rolf Weibel (geb. 1939), Dr. theol., seit 1975 ständiger Mitarbeiter der Herder-Korrespondenz, war bis 2004 ­Redaktionsleiter der Schweizerischen Kirchenzeitung. Mit dem Arbeitsschwerpunkt schweizerische Religionskultur arbeitet der kulturwissenschaftlich orientierte Theologe nachberuflich weiterhin als Fachjournalist und Referent.

  • Klie, Thomas

    Thomas Klie

    Thomas Klie (geb. 1956) ist seit 2004 Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät Rostock und Universitätsprediger. Er ist 2000 in Göttingen promoviert worden mit einer Arbeit zur „Didaktik der Verheißung“ und hat sich 2002 in Bonn habilitiert mit einer semiotischen und spieltheoretischen Untersuchung zur Pastoraltheologie.