Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
  Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 63 (2009) Heft 11

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 541-543

    LeitartikelVom Osten lernen

    Nichts treibt die Christen in Deutschland - Katholiken wie Protestanten - derzeit so um wie Ängste und Sorgen um die eigene Zukunft. Weder die Vergewisserung über funktionierende kirchliche Apparate noch das politische Bekenntnis zur gesellschaftlichen Bedeutung der Kirchen können die zunehmende individuelle Minderheits-Erfahrung des einzelnen Christen, der einzelnen Christin zerstreuen. Solchermaßen verunsichert hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten der Blick von West nach Ost innerhalb der deutschen Ortskirche spürbar gewandelt. Über die Hoffnung auf ein Wiedererblühen der Kirche in Ostdeutschland nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus hat sich sehr rasch die bange Frage gelegt, ob einem nachvolkskirchlichen Westen auch in seinen ehemals durch und durch katholisch geprägten Regionen in absehbarer Zeit nicht ähnliche Zustände wie im Osten blühen. Wenn dem aber so ist, müsste von der Kirche im Osten und ihren Diasporagemeinden doch auch zu lernen sein.

    Themenpaket: Missionarische Pastoral für Deutschland

Kommentar

  • Gratis S. 544-545

    KommentarVernetzt

    Eine Studie und ein Studientag zur Weltkirchenarbeit inDeutschland.

  • Gratis S. 546

    KommentarQualität

    Die EKD wünscht mehr Aufmerksamkeit für dieGottesdienstgestaltung.

Aktuell

  • Gratis S. 547-549

    KirchenGemeinsamkeit trotz Irritationen

    Ein Papier aus dem EKD-Kirchenamt sorgte Anfang Oktober mit seinen Einschätzungen der katholischen Kirche für Aufregung. Beide Kirchen sind aber nicht gewillt, sich vom ökumenischen Weg abbringen zu lassen. Das soll der zweite Ökumenische Kirchentag in München zeigen.

  • Gratis S. 549-551

    Frankreich„Sprengstoff“ Scheidung und Wiederheirat

    Je mehr die Gläubigen persönlich von diesem Thema betroffen sind, desto mehr distanzieren sie sich von der kirchlichen Haltung im Umgang mit Geschiedenen und wiederverheirateten Geschiedenen. Das ergab eine Untersuchung der französischen Familienzeitschrift „Le Pèlerin“.

Blickpunkt

  • Gratis S. 551-556

    Priesterliches Leben in winterlicher ZeitZuversicht im Niedergang?

    Das Wegbrechen kirchlichen Lebens auf allen Ebenen setzt Priester enormen Spannungen aus. Ihre abnehmende Zahl führt zu einem früher undenkbaren Arbeitszuwachs, Unzufriedenheit und Unsicherheit wachsen. Sollen Priester mit aller Kraft bestehendes kirchliches Leben zu erhalten versuchen oder aktiv die Betriebsamkeit reduzieren? Entscheidend in dieser Situation ist zu fragen, was helfen kann, die priesterliche Identität zu leben.

    Themenpaket: Priester in der Krise

Interview

Essays

  • Gratis S. 565-569

    Die ersten „Katholischen Sozialtage für Europa“Experiment gelungen

    In Danzig fanden vom 8. bis 11. Oktober erstmals „Katholische Sozialtage für Europa“ statt. Auf Einladung der Kommission der Bischofskonferenz der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) trafen sich engagierte Katholiken aus der ganzen EU und befassten sich unter dem Leitwort „Solidarität“ mit dem christlichen Beitrag zum europäischen Projekt, das sich derzeit in einer heiklen Phase befindet.

  • Gratis S. 569-574

    Die Diskussion über Sterbehilfe in der SchweizLanges Ringen

    Seit Jahren gibt es einen Sterbehilfetourismus in die Schweiz, wo Organisationen wie „Exit“ und „Dignitas“ Beihilfe zur Selbsttötung anbieten. Die strafrechtliche und ethische Diskussion über das Thema Sterbehilfe hat sich verschärft, nachdem die Züricher Staatsanwaltschaft und die Organisation „Exit“ im Sommer dieses Jahres eine Vereinbarung über die organisierte Hilfe zur Selbsttötung abgeschlossen haben.

    Themenpaket: Sterbende begleiten oder beim Sterben helfen?
  • Gratis S. 574-579

    Maßstäbe einer gerechten GlobalisierungEntwicklungsverträgliche Klimapolitik

    Zentrale Entwicklungsprobleme wie Ernährungssicherheit, Gesundheits-, Wasser- und Energieversorgung oder Migration sind eng mit dem Klimawandel verknüpft. Klimaschutz und eine armenorientierte Entwicklungspolitik dürfen daher nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer integrierten Klima- und Entwicklungspolitik ist die bevorstehende UN-Konferenz in Kopenhagen für ein umfassendes Klimaschutzabkommen ab dem Jahr 2012.

    Themenpaket: Klimawandel und Ökologie
  • Gratis S. 583-588

    Woher rühren die gewaltsamen Konflikte in Nigeria wirklich?Leben auf dem Pulverfass

    Der jüngste Gewaltausbruch im Sommer war der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von gewaltsamen Konflikten, die Nigeria seit Jahren erschüttert: Konflikte, die vorgeblich religiös motiviert sind und doch ihre Ursache in der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Lage des Landes haben. Die katholische Kirche genießt in weiten Teilen der Bevölkerung großes Ansehen und versucht, dieses für Dialog und Aussöhnung unter den Religionsgemeinschaften zu nutzen.

  • Gratis S. 588-593

    Die Wunden in Sri Lanka sind noch nicht geschlossenNach dem Bürgerkrieg

    Im südasiatischen Inselstaat Sri Lanka ging jetzt ein 25-jähriger Bürgerkrieg zwischen der Regierung und den Kämpfern der tamilischen Minderheit zu Ende. Auch die Kirchen waren von der Spaltung des Landes betroffen. Nach dem Bürgerkrieg bleiben erhebliche Folgeprobleme; die Lage ist ausgesprochen labil.

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