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Anzeige: Schuld und Verantwortung

Die Kirchen zur Finanz- und WirtschaftskriseDossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100205

Von Seiten der beiden großen Kirchen in Deutschland gab es im Jahr 2009 reichlich Stellungnahmen und Erklärungen zur Wirtschafts- und Finanzkrise, zu ihren Auswirkungen auf Deutschland und erst recht zu den Folgen weltweit. Ist es vor allem Aufgabe der Kirche, in solchen Situationen die Frage nach dem Großen und Ganzen zu stellen? Und wie sollen sie sich zu Wort melden, um überhaupt gehört oder verstanden zu werden?

Wir haben Ihnen in diesem Dossier Beiträge und Interviews zur Wirtschafts- und Finanzkrise, ihren Ursachen, ihren Folgen und möglichen Auswegen zusammengestellt.

Über dieses Paket

Blickpunkt

Interview

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 1/2010 S. 16-20

    Ein Gespräch mit dem Sozialethiker Friedhelm Hengsbach„Nach Warum und Wozu fragen“

    Die moralische Kommunikation und auch die sozialethische Reflexion müssen an den wirtschaftlichen und politischen Alltag anschlussfähig sein. Zur Übersetzung moralischer Ziele und ethischer Vorstellungen mahnt der Wirtschafts- und Gesellschaftsethiker Friedhelm Hengsbach in unserem Gespräch mit Blick auf die kirchlichen Stellungnahmen zur Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 4/2012 S. 203-208

    Zur Debatte um eine internationale FinanztransaktionssteuerUnbequeme Systemfragen

    Die seit 2008 andauernde Finanzkrise hat dazu geführt, dass eine nicht mehr ganz neue Idee seit zwei bis drei Jahren wieder erheblichen Aufwind genießt: die Besteuerung von Finanztransaktionen. Diese kann wesentlich dazu beitragen, die Finanzmärkte stärker in die Pflicht zu nehmen, aus sachlichen und aus moralischen Gründen. Hilfswerke, Verbände und auch Amtsträger beider großer Kirchen in Deutschland treten für die Steuer ein.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 12/2011 S. 617-621

    Die Kirche von Griechenland und die KriseMahnende Worte

    Erst relativ spät reagierte die orthodoxe Kirche in Griechenland, der fast die gesamte Bevölkerung angehört, auf die dramatische Krise des Landes. Die gegenwärtige Situation hat zu einer neuen Diskussion über das Verhältnis von Kirche und Staat geführt. Inzwischen engagiert sich die Kirche vor allem mit karitativen Hilfsangeboten.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 11/2010 S. 566-571

    Spekulation aus sozialethischer SichtImmer ein Übel?

    Kann spekulatives Verhalten wirtschaftsethisch gerechtfertigt sein? Diese Frage stellt sich gerade auch angesichts der jüngsten Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. Spekulation sollte nur dort möglich sein, wo spekulative Akteure tatsächlich zur Stabilisierung von Märkten beitragen und im Dienst der Realwirtschaft Risiken minimieren.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 1/2010 S. 39-43

    Die Finanzkrise verschärft die Lage der armen LänderEtwas Hilfe genügt nicht

    Die Gruppe der wenig oder kaum entwickelten Länder ist von den mittelbaren Folgen der Finanzkrise besonders betroffen. Sie verschärfen die ohnehin prekären Lebensverhältnisse und machen manchen mühsam errungenen Fortschritt bei der Armutsbekämpfung wieder zunichte. Viele zivilgesellschaftliche Akteure sind vor allem über die Art der internationalen Krisenbewältigung tief enttäuscht.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 5/2009 S. 237-242

    Die Finanzkrise trifft vor allem die Schwellen- und EntwicklungsländerFinanzwirtschaft – kein Selbstzweck

    Die globale Finanzkrise geht nicht auf eine unglückliche Verkettung einzelner politischer oder bankbetrieblicher Fehlentscheidungen zurück, sondern auf grundlegende Charakteristika der heutigen Finanzwirtschaft. Besonders betroffen ist die Gruppe der Entwicklungs- und Transformationsländer. Können die Beschlüsse des jüngsten G20-Gipfels in London Abhilfe schaffen?

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 2/2009 S. 75-79

    Zur Ethik unternehmerischen HandelnsMenschenwürde und Mammon

    Mit der Krise auf den internationalen Finanzmärkten ist die Ethik unternehmerischen Handelns neu in Blick geraten. Im Sommer letzten Jahres hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Denkschrift veröffentlicht, die sich genau dieser Frage widmet. Kritiker werfen der EKD nun vor, das bestehende neoliberale System zu stützen und so die Einheit mit der weltweiten Gemeinschaft der Kirchen zu gefährden.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 9/2008 S. 460-465

    Sozialethische Anmerkungen zur aktuellen FinanzmarktkriseRisiken, die niemand im Griff hat

    In der aktuellen Finanzmarktkrise scheint kein Ende absehbar. Bestand im Frühsommer noch Hoffnung, das Schlimmste könne überstanden sein, reißt seit Mitte Juli der Strom der Schreckensmeldungen nicht mehr ab: Bankenpleiten, gigantische Abschreibungssummen und überraschende staatliche Rettungsaktionen. Aus Sicht der Christlichen Gesellschaftsethik muss es um mehr gehen als nur um die schrittweise Verbesserung der kapitalmarktdominierten Finanzwirtschaft.

Autoren/-innen

  • Emunds, Bernhard

    Prof. Bernhard Emunds

    Bernhard Emunds ist seit Ende 2006 Professor für Christliche Gesellschaftsethik an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen und Leiter des dortigen Oswald von Nell-Breuning-Instituts. Promotion am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Frankfurt und Habilitation an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster über die Grundlagen einer Ethik der internationalen Finanzmärkte. Arbeitsschwerpunkte: Finanzmärkte, Weltwirtschaft, Arbeitsmarkt und Sozialstaat.

  • Hengsbach, Friedhelm

    Friedhelm Hengsbach

    Der Jesuit Friedhelm Hengsbach (geb. 1937), promovierter Volkswirt und habilitierter Professor für Christliche Wirtschafts- und Gesellschaftsethik, leitete von 1992 bis 2006 das renommierte Oswald von Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik in Sankt Georgen, Frankfurt am Main.

  • Stoll, Georg

    Georg Stoll

    Der promovierte Theologe Georg Stoll (geb. 1960) arbeitet seit 1998 bei Misereor in der Abteilung Entwicklungspolitik als Referent für Fragen der Entwicklungsfinanzierung sowie der zivilgesellschaftlichen Beteiligung. Seine Schwerpunktthemen sind dabei unter anderen Entschuldung, Good Governance und Steuergerechtigkeit.

  • Kruip, Gerhard

    Prof. Gerhard Kruip

    Gerhard Kruip wurde 1957 geboren und ist Professor für christliche Anthropologie und Sozialethik an der Universität Mainz. Seine Schwerpunkte sind theoretische und praktische Gerechtigskeitsfragen im Zusammenhang mit der sozialen Sicherung, Globalisierung, Armutsbekämpfung, intergenerationeller Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz.

  • Bedford-Strohm, Heinrich

    Heinrich Bedford-Strohm

    Heinrich Bedford-Strohm (geb. 1960) ist seit 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und seit 2011 Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Zuvor war er Professor für Systematische Theologie und Theologische Gegenwartsfragen an der Universität Bamberg.

  • Wiemeyer, Joachim

    Professor Joachim Wiemeyer

    Joachim Wiemeyer (geb. 1954), promovierter Volkswirt und habilitierter Theologe, lehrt seit 1998 Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Mitglied der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“.

  • Vliagkoftis, Konstantinos

    Konstantinos Vliagkoftis

    Konstantinos Vliagkoftis (geb. 1971), Promotion zum Dr. theol. in Thessaloniki (2002); seit 2003 Sekretär und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland.

  • Schonecke, Wolfgang

    Wolfgang Schonecke

    Wolfgang Schonecke (geb. 1938) war bis 2007 Leiter des Netzwerks Afrika Deutschland mit Sitz in Bonn und Berlin (www.netzwerkafrika.de) und führt seit 2008 das Berliner Büro. Von 1965 bis 1982 arbeitete er in der Pastoral in Uganda. Von 1982 bis 1992 übernahm Schonecke Leitungsaufgaben für seinen Orden der Afrikamissionare – Weiße Väter; 1994 bis 2001 leitete er die Pastoralabteilung bei der ostafrikanischen Bischofskonferenz (AMECEA).

  • Reichert, Wolf-Gero

    Wolf-Gero Reichert

    Der Theologe und Volkswirt Wolf-Gero Reichert (geb. 1981) ist seit September 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am NBI. Arbeitsschwerpunkte: Ethik der Finanzmärkte, Gerechtigkeitstheorie und Ethik des Pflegemarktes.

  • Stierle, Wolfram

    Wolfram Stierle

    Dr. Wolfram Stierle (geb. 1961) ist Diplom-Ökonom und Theologe. Er arbeitet im Leitungsstab des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), ist Mitglied des Beirats der Evangelischen Akademie zu Berlin und des Kuratoriums des Evangelischen Studienwerkes Villigst.