Drüber und drunterWie aus Bananenkartons Bewegungsparcours entstehen

Hineinklettern, darüberkrabbeln, erklimmen … – Kinder nutzen Alltagsmaterialien vielseitig und selbstverständlich. Mit (Bananen-)Kartons können Sie gemeinsam kreative und flexible Bewegungsmöglichkeiten schaffen.

Steigen, gleiten, krabbeln, gehen: Bananenkartons animieren zu vielfältigen Bewegungsformen
Steigen, gleiten, krabbeln, gehen: Bananenkartons animieren zu vielfältigen Bewegungsformen© Kindergarten Bremgarten

Bananen- bzw. andere großformatige Pappkartons bieten sich als universell verwendbare Spielmaterialien an: Sie sind zweckfrei, wandelbar und unkompliziert zu beschaffen. Insbesondere Bananenkartons lassen sich aufgrund ihrer hohen Stabilität leicht zu Bewegungsbausteinen umfunktionieren. Mit diesen erweitern Kinder ihre Körpererfahrungen, sie üben sich im Balancieren und erlangen zunehmend Sicherheit im Klettern. Begriffe wie AUF–ÜBER– HINTER–VOR–NEBEN erfahren die Kinder dabei spielerisch.
TIPP: Fragen Sie in einem Supermarkt oder bei einem Fachhandel für Haushaltsgeräte nach großen, stabilen Kisten für die Kita.

Los geht’s:

Positionieren Sie die Kartons im Bewegungsraum oder auf einer freigeräumten großen Fläche. Das zweckfreie Arrangement lädt die Kinder ein, selbstständig zu experimentieren: hineinklettern, erklimmen, darüberkrabbeln, sich verstecken, darin sitzen/liegen/stehen, stapeln, Reihen bilden, mit den Händen darauf klopfen, schieben, ziehen, auseinandernehmen usw. Greifen Sie die Ideen der Kinder auf und benennen Sie diese, indem Sie bspw. sagen: „Julius, du bist in den Karton hineingeklettert und hast dich ganz klein gemacht.“ In der anfänglichen Experimentierphase wird schnell deutlich, welches Aktionspotenzial in den Kartons steckt. Versammeln Sie die Kinder und fassen Sie deren Ideen mündlich zusammen. Legen Sie den Fokus dabei auf die Bewegungsmöglichkeiten und überlegen Sie gemeinsam, wie sie die Kartons unterschiedlich positionieren können. Dazu Impulse:

Bananenkarton-Straße

  • Kartons mit der Öffnung nach oben im Raum aufstellen: Die Kinder krabbeln, gehen, hüpfen und klettern hinein und heraus.
  • Kisten in einer Reihe anordnen: Die Kinder bewegen sich krabbelnd, gehend, hüpfend oder kletternd von Karton zu Karton.
  • Die Straße kann optional auch um die Ecke gehen, im Kreis laufen, an einer Wand enden, in Schlangenlinien verlaufen oder einen Fußgängerüberweg als Unterbrechung haben.
  • Alle Kartons mit der Öffnung nach unten in einer Reihe aufstellen, sodass eine geschlossene Fläche entsteht, die zum Darüberkrabbeln oder Darauflaufen anregt.

Flussüberquerung

Die Kartons stellen Steine im Flussbett dar. Stellen Sie diese dazu in kleineren und größeren Abständen im Raum auf. Die Kinder bewegen sich von Stein zu Stein, möglichst ohne dabei den Boden zu berühren.

Turmbau

Die Kinder stapeln die großen Kisten zu einem hohen Turm (ggf. mit Ihrer oder der Unterstützung eines Stuhls). Wenn der Turm ausreichend stabil ist, können die Mädchen und Jungen diesen erklettern.

Tunnel

Schneiden Sie einige Kartons so zu, dass ein Tunnel zum Hineinkrabbeln und Durchkriechen entsteht. Alternativ können die Kinder mit jeweils drei Kartons eine Pyramide zusammensetzen und sich hindurchbewegen.

TIPP: Sie können die Größe der Bewegungsbausteine verändern, indem Sie mehrere Kartons zu großen, ineinanderstehenden Würfeln zusammensetzen. Stellen Sie bspw. zwei Kartonböden hochkant in einen Kistendeckel und stülpen Sie einen weiteren Deckel darüber.

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