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Wie heute Gott feiern?Liturgie im 21. Jahrhundert

Über diese Ausgabe

Editorial

Essays

  • Plus S. 2-5

    Liturgiewissenschaft angesichts des religiösen Pluralismus der GegenwartPointe des Katholizismus

    Die Liturgiewissenschaft muss ihre kritische Verantwortung für die Kirche wahrnehmen, ohne sich auf einen zu engen binnenkirchlichen Aktionsraum festzulegen. Der Pluralismus in der religiösen und auch christlichen wie katholischen Feierkultur der Gegenwart ist so ausgeprägt, dass die Auseinandersetzung mit der Liturgie der Kirche im engeren Sinne nicht mehr die einzige Aufgabe des Faches sein kann.

  • Plus S. 5-9

    Wie Kirche liturgiefähig wirdDen heutigen Menschen im Blick

    Oft wird gefragt, ob der heutige Mensch überhaupt noch in der Lage sei, an der Liturgie der Kirche mit ihren traditionellen Formen und Texturen teilzunehmen. Diese Frage ist jedoch falsch gestellt. Es geht zuerst um die Suche nach der Liturgiefähigkeit der Kirche. Eine Kirche, die liturgiefähig ist, wird in ihre Feier auch Menschen in­tegrieren können, die liturgiefern sind.

  • Plus S. 9-13

    Wie christliche Gottesdienste gestalten?Die Ästhetik der Liturgie

    Die Liturgie ist die privilegierte ästhetische Dimension des Glaubens. Dass die Ars celebrandi in der erneuerten Liturgie nach 50 Jahren noch immer in den Kinderschuhen steckt, sollte nicht entmutigen, sondern zu verstärkten Bemühungen um eine gleichermaßen traditions- und zeitgemäße Ästhetik der Liturgie führen.

  • Plus S. 14-17

    Mehr Reflexion auf die Rollen in der Liturgie tut notÄmter und Begabungen

    Die Liturgie ist nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein Zusammenspiel verschiedener Charismen und Dienste. Aber auch 50 Jahre nach der Verabschiedung der Liturgiekonstitution ist das dort grundgelegte Potenzial nicht nur nicht ausgeschöpft, sondern vermutlich zu einem großen Teil noch gar nicht erfasst.

  • Gratis S. 17-20

    Kirchenmusik vor alten und neuen HerausforderungenMusikalisch feiern

    Ohne Musik ist das Feiern nur ein Schatten seiner selbst, im schlimmsten Fall sang- und klanglos. Deshalb brauchen Gottesdienste nicht nur eine musikalische Umrahmung, sondern eine musikalisch-liturgische Dramaturgie. Eine wichtige Frage heißt: Wer ist eigentlich wofür zuständig?

  • Gratis S. 20-25

    Was das neue Gebet- und Gesangbuch bringtGotteslob ante portas

    Nach mehr als zehn Jahren liegt das neue Gotteslob fertig vor. Vieles von dem, was anfangs gewünscht und konzipiert worden ist, spiegelt sich in ihm. Manches ist aufgrund kirchlicher Realitäten offen geblieben, einiges ist in den dynamischen Prozessen der Buchwerdung weniger geglückt. Alles in allem aber bedeutet dieses Buch einen großen Sprung nach vorne.

    Themenpaket: Wir haben ein neues Gotteslob!
  • Plus S. 25-28

    Reform des Gottesdienstes in der evangelischen KircheFeiern und Verstehen

    In der evangelischen Kirche gab es kein Pendant zur umfassenden Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils. Dennoch hat sich in Bezug auf den evangelischen Gottesdienst einiges getan. Es wurde und wird viel im Bereich alternativer Gottesdienste experimentiert; gleichzeitig ist man darum bemüht, an der Qualität der ­gottesdienstlichen Formen zu arbeiten.

  • Plus S. 29-33

    Das Problem „tridentinische“ MesseIm zentralistischen Schwitzkasten

    Benedikt XVI. hat 2007 die vorkonziliare Messe als „außerordentliche Form“ des römischen Ritus allgemein zugelassen und damit der Kirche etliche Probleme eingebrockt. Die Kompetenz der Ortskirchen in Sachen Liturgie wurde weiter beschnit­ten. Das Ressentiment gegen die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils hat neue Nahrung bekommen; es gibt die Flucht in einen romantisierenden Kulturästhetizismus.

  • Plus S. 41-45

    Gottesdienste für FernstehendeLiturgien auf der Schwelle

    Wer sich zu so genannten niederschwelligen Gottesdiensten einladen lässt, hat Gott und seine Kirchen noch nicht aufgegeben, auch wenn die Nähe nicht mehr über die normale Sonntagsliturgie läuft. Nicht gefragt sind dabei binnenkirchliche Kommunikationsformen und dogmatische oder moralische Botschaften. Wie können solche Gottesdienste angesichts dieser Erwartungen aussehen?

  • Plus S. 45-48

    Neue Herausforderungen für Gottesdienstübertragungen in den MedienBildschirm statt Kirchenbank?

    Seit vielen Jahren gehört die Übertragung von Gottesdiensten zu den selbstverständlichen Bestandteilen des Programms in Radio und Fernsehen. Für die Zukunft scheint angesichts des neuen Mediums Internet, aber auch gewandelter gesellschaft­licher Bedingungen ein Perspektivenwechsel notwendig. Zu überdenken ist dabei vor allem die Fixierung auf die Übertragung von Eucharistiefeiern.

  • Plus S. 49-52

    Interreligiöses Beten und zivilreligiöse Feiern als HerausforderungAn den Bruchlinien spätmoderner Lebenskultur

    Die vieldimensionale Symbolik und Sinnlichkeit christlicher Liturgien ist auch dort am richtigen Platz, wo sie sich in den Grenzgebieten zwischen Säkularität, pluraler Religiosität und kultisch inszenierter Transzendenz ansiedelt. Das gilt sowohl für das interreligiöse Beten als auch für zivilreligiöse Feiern, beispielsweise angesichts von Trauerfällen, die eine Nation bewegen.

  • Gratis S. 53-57

    Liturgische Bewegungen in den NiederlandenVergebliche Erneuerung

    Die Niederlande waren ein Experimentierfeld für die liturgische Erneuerung durch das Zweite Vatikanische Konzil. Dabei wurde aber durchweg übersehen, dass sich das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld radikal geändert hatte. Will die Liturgie nicht zu einem innerkirchlichen Randphänomen werden, muss sie den Anschluss an die vielfältige Landschaft von Ritualen finden, die sich derzeit entwickelt.

  • Plus S. 61-64

    Gottesdienstliches Leben als Feier der Vielfalt in den USA„All Are Welcome!“

    Gottesdienstliche Offenheit und Gastfreundschaft sind kein Zufall in der seit langem multiethnischen und multikulturellen katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten. Inwieweit kann der bunte und vielfältige US-amerikanische Katholizismus, wie er sich in den liturgischen Traditionen spiegelt, auch ein weltkirchliches Vorbild für den Umgang mit Pluralität innerhalb der Weltkirche sein?

Autoren/-innen