Knopf im OhrDrei Antworten von Steiff-Mitarbeiterin Sunnhild Walzer

Knopf im Ohr: Drei Antworten von STEIFF-Mitarbeiterin Sunnhild Walzer
© Office Frinken

Mit einem Elefanten als Nadelkissen hat 1874 alles angefangen – welche Kuscheltiere stellt Steiff inzwischen her und welche Produkte gibt es darüber hinaus?
Sunnhild Walzer: Die Bandbreite ist riesig. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Wir unterscheiden zwischen Plüschtieren, Sammlerstücken, Studio Tieren und Babyartikeln. Im Allgemeinen produzieren wir bspw. Modelle aus dem Bereich „Haus- und Hoftiere“, wie Hunde oder Katzen, sowie z. B. Füchse oder Igel für die Serie „Wald- und Wiesentiere“ oder Robben und Eisbären für die Serie „Arktis- und Seetiere“. Wir haben auch schon Einhörner, Drachen oder Yetis entwickelt oder zusammen mit anderen Unternehmen berühmten Filmfiguren ein Plüschtier gewidmet – wie bspw. Olaf aus der Zeichentrickverfilmung „Die Eiskönigin“.

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden und weshalb entwerfen Sie nun Kuscheltiere?
Sunnhild Walzer: Ich habe mich aus Liebe zur Handarbeit für diesen Beruf entschieden. Die Arbeit mit Stoffen und die Gestaltung neuer Designs sind faszinierend. Mir bereitet es Freude, mich an neuen Herausforderungen zu probieren und die verschiedensten Plüschtiere zu entwickeln, die später einem Kind ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Mein erster Teddy war von Steiff, wodurch die Marke schon in meiner Kindheit präsent gewesen ist. Somit war es naheliegend, in der Firma Steiff Kindheitserinnerung und Leidenschaft beruflich zu verbinden. Heute sind mir alle Steiff Tiere ans Herz gewachsen – das Studio Elefanten Baby ist mein persönlicher Favorit.

Wie entsteht ein Kuscheltier?
Sunnhild Walzer: Das Leben eines Steiff Tieres beginnt in der Vorstellung eines Designers/einer Designerin. Er bzw. sie entwirft anhand einer Zeichnung ein Schnittmuster, sucht geeignete Materialien aus und erstellt einen Prototyp. Ist dieser fertiggestellt, muss er mehrere Instanzen im Unternehmen durchlaufen, bevor ein Gremium die Produktion freigibt. Dann schneidet ein/-e Mitarbeiter/-in die Materialien zu und ein/-e weitere/-r näht die Einzelteile zusammen. Weitere befestigen die Augen und wenden die zusammengenähten Hüllen für das Befüllen mit synthetischem Füllmaterial oder Holzwolle. Ist ein Tier gefüllt, bekommt es zum Abschluss den persönlichen Schliff durch Scheren, Bürsten und Bemalung. Abschließend erfolgt eine weitere Qualitätsprüfung, bevor das Tier seinen „Knopf im Ohr“ erhält.

Vita

SUNNHILD WALZER ist Industriemeisterin und arbeitet seit 29 Jahren für die Margarete Steiff GmbH. Als Abteilungsleiterin des Entwicklungszentrums koordiniert sie inzwischen die Herstellung neuer Kuscheltiere.

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