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Über diese Ausgabe

Editorial

  • Plus S. 1

    EditorialProjektionsfläche Papst

    Papst Franziskus weckt viele Hoffnungen auf Veränderungen in der Kirche und einen Aufbruch im Glauben. Es gibt auch Sorgen und auch Ablehnung. Welche Vorstellungen hat Franziskus, welche Theologie treibt ihn an und wie verändert sich das Papstamt in seinem Pontifikat? Danach wird gefragt. Dass man es sich mit Franziskus nicht zu einfach machen soll, dass er sich schlichten Zuschreibungen und Instrumentalisierungen verweigert, kann eine wichtige Erkenntnis der Auseinandersetzung sein.

Interview

Essays

  • Gratis S. 4-7

    Wie Papst Franziskus kommuniziertUnruhe stiften

    Wer verstehen will, wie Papst Franziskus spricht, darf nicht nur auf Worte achten. Entscheidend ist die Situation. Franziskus will Menschen bewegen und nur schwer kann man sich diesem Anliegen entziehen. Unbedacht, wie gelegentlich behauptet wird, ist sein Reden allerdings nicht.

  • Plus S. 8-11

    Warum Franziskus fasziniertEiner, der verständlich redet

    Die Sprache der Kirche bleibt vielen fremd. Das aber erklärt genau die Faszination, die Papst Franziskus weit über die Ränder der Kirche auslöst. Er ist einer von der Kirche, der verständlich redet.

  • Plus S. 12-15

    Papst Franziskus und die BefreiungstheologieDer andere Bergoglio

    Mit dem Pontifikat des Jesuiten Jorge Mario Bergoglio ist nun die Möglichkeit zur Relecture einer auch innerkirchlich bewegten Konfliktgeschichte des Vatikans mit der Befreiungstheologie gegeben. Vermutlich hatten alle Beteiligten dabei ihre Scheuklappen. Papst Franziskus sagt es ja von sich selbst. Warum sollten nicht andere damit beginnen, es auch von sich selbst zuzugeben und auszusprechen? Dann wären auch innerkirchlich Versöhnungen möglich, die noch ausstehen.

  • Plus S. 16-19

    Franziskus und die argentinische Theologie des GottesvolkesEin Lateinamerikaner in Rom

    Vielen Europäern kommt Papst Franziskus noch immer etwas fremd vor. Der Papst „vom anderen Ende der Welt“, wie Franziskus am Abend seiner Wahl selbst gesagt hat, weckt große Erwartungen, aber es gibt auch noch Unverständnis und manche Fragen. Um das zu überwinden, muss Franziskus aus seinen eigenen Wurzeln heraus erklärt werden. Je genauer die Kenntnisse über die lateinamerikanische Kirche und über die argentinische Theologie sind, desto besser lässt sich Papst Franziskus verstehen.

  • Plus S. 25-28

    Eine christentumsgeschichtliche OrientierungWas ist ein guter Papst?

    Der Blick auf die Papstgeschichte zeigt, dass Menschen früher mitunter ganz andere Erwartungen an einen Papst hatten als heute, abhängig jeweils von den Sorgen und Bedürfnissen der Zeit. Wie stellt man sich gegenwärtig einen guten Papst vor und auf welche historischen Vorbilder wird dabei gegebenenfalls zurückgegriffen?

  • Plus S. 29-33

    Über die Entmystifizierung einer InstitutionPapstrücktritt als Normalfall?

    Als Papst Benedikt XVI. im Februar 2013 seinen Rücktritt erklärte, war dies eine historische Sensation, denn seit Jahrhunderten war kein Papst mehr freiwillig aus dem Amt geschieden. Es traf die katholische Kirche völlig unvorbereitet. Papst Franziskus hat nun angedeutet, sich auch einen Rücktritt vorstellen zu können. Doch wenn der Amtsverzicht bei Päpsten zur Normalität würde, hätte dies gravierende Folgen für das Papstamt und die Kirche.

  • Plus S. 34-37

    Allmacht und Ohnmacht des PapstesSchwarzer General

    Kirchenrechtlich ist es ausschließlich der Papst mit seinem uneingeschränkten und immer frei auszuübenden Jurisdiktionsprimat, der allein Veränderungen anstoßen und umsetzen kann. Franziskus stellt sich der Aufgabe, den römisch geprägten Eurozentrismus in der Weitergabe des Evangeliums zu weiten für eine legitime Vielfalt katholischer Identität in den Teilkirchen vor Ort.

  • Plus S. 41-45

    Strukturen für Reformen in der katholischen KircheExperimentierfeld Synode

    Müssen die Hoffnungen auf eine Reform der Kirche aufgegeben werden, weil ein Konzil nicht absehbar ist und kaum mehr durchführbar scheint? Man braucht das Rad nicht neu zu erfinden, sondern kann aufnehmen und weiter entwickeln, was sich in der Kirche von heute schon an neuen Strukturen herausgebildet hat. Das wichtigste Element sind die Bischofssynoden.

  • Plus S. 46-49

    Warum der Antagonismus von Zentrale und Peripherie sich nicht einfach auflösen wirdDie unendliche Geschichte

    Das Verhältnis von Zentrale und Peripherie, von päpstlichem Primat und Bischofskollegium, von Universal- und Ortkirche gehört zu den bis heute unbearbeiteten „Altlasten“ der Kirchenlehre des Zweiten Vatikanischen Konzils. Das gilt sowohl für die Praxis als auch deren rechtliche „Fixierung“. Unter Papst Franziskus entwickelt sich hier eine neue Dynamik.

  • Plus S. 50-53

    Zur liturgischen Ästhetik des PapstamtesEdle Einfachheit oder falsche Bescheidenheit?

    Darf ein Papst sich so mir nichts dir nichts über alle Konventionen hinwegsetzen und sämtliche Klischees vom kurialen Pomp über Bord werfen? Schon bald zeigte sich, dass Papst Franziskus – der Name allein schon ein Programm – es ernst meinte mit den vielen Zeichen, die er bewusst anders setzte als seine Vorgänger.

  • Plus S. 54-56

    Der Papst als Politiker: Ein VersuchDie nicht berechenbare Autorität

    Die Spontanität und das öffentliche Handeln von Papst Franziskus haben in der weltweiten medialen Rezeption immer wieder für Begeisterung gesorgt, aber auch beträchtliche Irritation hervorgebracht. Seine besondere Autorität liege darin, sich nicht um eine demokratische Wiederwahl kümmern zu müssen.

  • Plus S. 57-59

    Papst Franziskus aus einer islamischen SichtDas Herz ist die oberste religiöse Instanz

    Bereits unter Benedikt XVI. hat der katholisch-muslimische Dialog neue Impulse erhalten. Papst Franziskus setzt diesen fruchtbaren Dialog zwischen dem Islam und dem Christentum fort: Durch die Betonung des Grundsatzes der Barmherzigkeit spricht er einen zentralen gemeinsamen Nenner zwischen dem Islam und dem Christentum an, der alle Menschen, ihre Würde und ihre Glückseligkeit unabhängig von ihrer weltanschaulichen Zugehörigkeit im Blick hat.

  • Plus S. 59-62

    Franziskus und die Neukonstruktion der ReligionEin universelles NEIN

    Momentan stützt sich das verfasste Christentum noch weitestgehend auf eine Kirche mit ihren „Angeboten“, eine innere Auszehrung zeichnet sich allerdings in vielerlei Hinsicht ab. Und trotzdem ist dieser Papst ein Hoffnungszeichen! Er ist das Beste, was der katholischen Kirche passieren konnte.

  • Plus S. 63-64

    Päpste und ihre Bilder in der Kunst aus zwei JahrtausendenBilder der Macht

    Papstbilder sind nicht immer Porträts im begrifflichen Sinn der Kunstgeschichte. In den ersten Jahrhunderten hatte das Bild einzelner Päpste nicht die Wiedergabe ihrer Individualität zum Ziel, sondern die zeichenhafte Repräsentanz des Amtes oder die Heiligkeit zahlreicher Amtsträger. Das änderte sich erst langsam. Insbesondere seit der Renaissance trat zu den Würdeformeln in offiziellen Papstdarstellungen auch die individuelle Charakterisierung hinzu.

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