Zeit der Orden?Dossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100181

Zum ersten Mal in der Kirchengeschichte wurde ein Jesuit zum Papst gewählt. Damit geraten auch die Orden wieder verstärkt in den Blick. Auf der einen Seite haben die Orden in Deutschland und anderen europäischen Ländern meist mit Überalterung und Nachwuchsmangel zu kämpfen. Auf der anderen Seite scheinen sie gerade in der gegenwärtigen kirchlichen und religiösen Situation eine besondere Aufgabe und Rolle spielen zu können.

Wir haben Ihnen in diesem Dossier jüngere Beiträge zur aktuellen Lage der Orden zusammengestellt.

Über dieses Paket

Leitartikel

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 5/2013 S. 217-219

    LeitartikelStunde der Orden?

    Der neue Papst Franziskus ist Jesuit: Damit sind die Orden verstärkt in den Blick geraten. Das Ordensleben in seiner Vielfalt ist ein Spezifikum der katholischen Kirche und bildet einen Grundpfeiler des kirchlichen Lebens. Gleichzeitig müssen die Orden in Deutschland und anderen europäischen Ländern wegen Überalterung und Nachwuchsmangel immer mehr Einrichtungen abgeben. Gerade in der gegenwärtigen kirchlichen und religiösen Situation sind die Orden aber unverzichtbar. Sie stehen für Pluralität in der Kirche, können flexibel agieren und verfügen über geistliche Ressourcen.

Blickpunkt

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 2/2015 S. 65-70

    Die Krise der Orden und Aufbrüche an verborgenen „Anders-Orten“Die stillgelegten Propheten?

    Das Ordensleben in Deutschland steht vor einem historischen Traditionsbruch. Teilweise schrumpfen die Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens nur noch auf einen Schatten ihrer selbst zusammen. Zugleich wird den Orden aber immer wieder auch von höchster Stelle eine Art „Reservefunktion“ für die Zukunft der Kirche zugeschrieben. Ein oft wirklichkeitsfremder Blick verstellt dabei die Sicht auf Lage und tatsächliche Möglichkeiten der Orden. Zum Auftakt des „Jahrs der Orden“, welches bis Februar 2016 dauert, ist daher eine genaue Analyse notwendig. Selbstlähmung und Dialogunfähigkeit sind dabei Probleme, die klar zu benennen sind.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 7/2004 S. 336-340

    Zur Situation des Ordensnachwuchses in DeutschlandMut zur Lebenshingabe

    Seit Ende der achtziger Jahre sind die Nachwuchszahlen der Orden im deutschsprachigen Raum auf früher kaum für möglich gehaltene Tiefstände gesunken. Könnten Modelle gestufter Zugehörigkeit einen Ausweg bieten oder sollen die Orden unzeitgemäß bleiben und weiter von ihrem Nachwuchs das totale Engagement fordern?

Interview

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 4/2015 S. 177-182

    Ein Gespräch mit Generaloberin Edith-Maria Magar„Bereitschaft, Altes loszulassen“

    Was bedeutet das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Orden“ ganz konkret für eine Ordensgemeinschaft? Wie lässt sich der nicht zuletzt wegen Überalterung und Nachwuchsmangel notwendige Umstrukturierungsprozess bewältigen, so dass das Vermächtnis der Ordensgründerinnen und -gründer erhalten bleibt und die Ordensgemeinschaften auch unter veränderten Bedingungen ihrer Sendung gerecht werden können? Darüber sprachen wir mit Schwester Edith-Maria Magar, Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Die Fragen stellte Alexander Foitzik

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 7/2013 S. 340-344

    Ein Gespräch mit Jesuiten-Provinzial Stefan Kiechle„Wirklichkeit nüchtern und wahrhaftig anschauen“

    Zum ersten Mal in der Kirchengeschichte wurde ein Jesuit zum Papst gewählt. Ob sich mit dem Jesuiten-Papst die Rolle des Jesuitenordens in der Weltkirche verändern wird und welche Bedeutung der Orden weltweit gesehen und innerhalb der deutschen Ortskirche hat, darüber sprachen wir mit dem Provinzial der deutschen Jesuitenprovinz, Stefan Kiechle. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 7/2011 S. 339-343

    Ein Gespräch zum Dialogprozess mit Schwester Miriam Altenhofen„In aller Gebrechlichkeit unsere Aufgabe erfüllen“

    Die Orden können zu dem Dialogprozess der Kirche in Deutschland einen besonderen Beitrag leisten, aus ihrer eigenen Tradition heraus. Über die künftige Aufgabe und Rolle der Ordensgemeinschaften sprachen wir mit Schwester Miriam Altenhofen, der stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Ordensobernkonferenz. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 5/2015 S. 252-255

    Vom Segen und der Last eines bedeutungsgeladenen TitelsKirchen und Klöster als „Weltkulturerbe“

    Unter den vielen UNESCO-Kulturerbestätten befinden sich auch viele Kirchen und Klöster, andere streben diesen Titel an. Dabei ist die Auszeichnung Segen und Fluch zugleich. Über die neuen Möglichkeiten aufgrund einer größeren Öffentlichkeit, aber auch die Unterschiede zwischen musealen, touristisch genutzten oder religiösen Räumen mit ihren Eigengesetzlichkeiten wurde zuletzt wieder diskutiert. Wie tourismustauglich sind Kirchen und Klöster?

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 12/2014 S. 642-646

    Bedeutung und Herausforderung einer alten Lebensform heuteOra et labora?

    Der Benediktinerorden gehört nicht nur zu den ältesten Orden, sondern ist auch mit seiner Wirkungsgeschichte heute weiterhin einer der ganz großen. Wo steht der traditionsreichste Orden im von Papst Franziskus ausgerufenen „Jahr der Orden“ mit Blick auf Verbreitung, Spiritualität und Engagement. Welche Perspektiven eröffnen sich – gerade angesichts mancher Krisenphänomene – für die Zukunft?

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 4/2009 S. 183-188

    Die Franziskanische Familie gedenkt ihrer GründungFundamental missionarisch

    Die Franziskanische Familie schaut auf eine bewegte 800-jährige Geschichte zurück. Die Vielfalt der franziskanischen Gruppierungen, der Lebens- und Apostolatsformen mit eher dezentralisierten oder allenfalls föderativen Leitungs- und Planungsstrukturen stellt eine hohe Herausforderung dar, bietet aber auch große Chancen.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 10/2002 S. 520-524

    Der Dominikanerorden weltweitGemeinschaft im Dialog

    Im Vergleich zu anderen Orden und Kongregationen liegen die Eintritte in den Dominikanerorden auch in der westlichen Welt relativ hoch. Schwerpunkte der Tätigkeiten des fast 800 Jahre alten Predigerordens liegen heute im Engagement für den Dialog der Konfessionen, Religionen und Kulturen. Das Gesicht des Ordens wird sich in den kommenden Jahren verändern: Er wird internationaler und weniger eurozentrisch.

Autoren/-innen

  • Eckerstorfer, Bernhard

    Bernhard Eckerstorfer

    Bernhard A. Eckerstorfer (geb. 1971) trat nach der Promotion über den nordamerikanischen Theologen George Lindbeck ins oberösterreichische Benediktinerstift Kremsmünster ein. Dort ist er Novizenmeister und über sein Kloster hinaus in der Ausbildung junger Ordensleute tätig. In seinen Publikationen und Vorträgen beschäftigt er sich mit dem Mönchtum in der heutigen Welt.

  • Magar, Edith-Maria

    Edith-Maria Magar

    Schwester Edith-Maria Magar (geb. 1955) ist seit 2012 Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen; dem Orden gehört sie seit 1977 an. Die gelernte Krankenschwester und studierte Lehrerin für Pflegeberufe war Schulleiterin, Bildungsreferentin und viele Jahre Aufsichtsratsvorsitzende der Marienhaus GmbH. Seit 2000 gehört sie der Generalleitung ihrer Ordensgemeinschaft an. Schwester Edith-Maria ist Vizepräsidentin des Deutschen Caritasverbandes und Beraterin der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz.

  • Schalück, Hermann

    Hermann Schalück

    Der promovierte Theologe und Franziskaner Hermann Schalück (geb. 1939) leitete von 1973 bis 1983 die nordwestdeutsche Franziskanerprovinz. Von 1983 bis 1985 war er Generalsekretär des Franziskanerordens in Rom, von 1985 bis 1991 Mitglied der Ordensleitung. Als Generaloberer leitete Schalück von 1991 bis 1997 den Orden. Von 1997 bis 2008 war er Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes Missio in Aachen. Er lebt als Autor, Referent und Seelsorger in München.

  • Entrich, Manfred

    Manfred Entrich

    Der Dominikanerpater und promovierte Theologe Manfred Entrich (geb. 1943 in Göttingen) leitet seit 1996 den Bereich Pastoral im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. Zuvor war Entrich unter anderem Jugendpfarrer in Köln, Prior im Dominikaner-Konvent St. Andreas, Ausbildungsleiter am Institut der Orden und Dozent am Priesterseminar Köln.

  • Altenhofen, Miriam

    Miriam Altenhofen

    Schwester Miriam Altenhofen (geb. 1961) ist ausgebildete Religionspädagogin, Psychologin und Psychotherapeutin. Sie leitet die deutsche Provinz der Steyler Missionarinnen, der 350 Schwestern in 19 Niederlassungen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz angehören. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) und Vorsitzende der Konferenz missionierender Orden (KMO). Ebenso vertritt sie, zusammen mit zwei weiteren Ordensmitgliedern, die DOK in der Mitte Mai gegründeten Konferenz Weltkirche.

  • Kiechle, Stefan

    Stefan Kiechle SJ

    Der in Paris promovierte Theologe Stefan Kiechle (geb. 1960) ist seit Herbst 2010 Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten. Von 1998 bis 2007 war er Novizenmeister, danach leitete er die Beratungsstelle „Offene Tür“ in Mannheim. Das in der Jesuitenausbildung obligatorische so genannte Terziat verbrachte Kiechle, der 1982 in den Orden eingetreten ist, 1995 in Chile.

  • Engel, Ulrich

    Ulrich Engel

    Ulrich Engel OP, Dr. theol. habil. (geb. 1961) ist seit 1984 Mitglied des Dominikanerordens und leitet das dominikanische Forschungszentrum „Institut M.-Dominique Chenu“ in Berlin (www.institut- chenu.eu). Er ist Prorektor und Professor für Philosophisch- theologische Grenzfragen an der Philosophisch- Theologischen Hochschule Münster (www.pth-muenster. de). Als Co-Schriftleiter zeichnet Engel für die Zeitschrift „Wort und Antwort“ mitverantwortlich (www. wort-und-antwort.de). Er war von 2013 bis 2014 Mitglied der Berliner Steuerungsgruppe zur Vorbereitung der ersten bundesdeutschen Ordensaktionstage.

  • Ruh, Ulrich

    Prof. Ulrich Ruh

    Ulrich Ruh, Dr. theol. (geb. 1950 ), Studium der Katholischen Theologie und Germanistik in Freiburg und Tübingen. 1974 bis 1979 Wissenschaftlicher Assistent bei Professor Karl Lehmann in Freiburg. 1979 Promotion. Seit 1979 Redakteur der Herder Korrespondenz; von 1991 bis 2014 Chefredakteur.

  • Sejdini, Zekirija

    Zekirija Sejdini

    Zekirija Sejdini (geb. 1972) ist seit 2014 Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Innsbruck. Studium der Islamischen Theologie und Philosophie sowie Islamischen Religionspädagogik in Kairo, Istanbul und Heidelberg. 2002 bis 2004 Lehrbeauftragter der Evangelischen Fachhochschule Ludwigsburg (Schwerpunkte: Christlich-Islamischer Dialog). 2004 bis 2006 Abteilungsleiter für das Lehramt an der Islamischen Religionspädagogischen Akademie in Wien, 2006 bis 2009 Fachinspektor für den islamischen Religionsunterricht an den allgemeinbildenden Pflichtschulen in Wien, 2009 bis 2013 Stellvertretender Leiter des Schulamtes der IGGiÖ und Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen. Zwischen 2011 und 2014 war er Vorsitzender des Schurarates (Legislative) und Medienreferent der IGGiÖ.