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Anzeige: Schuld und Verantwortung

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 55-57

    Leitartikel„Reli“ oder Ethik?

    In Deutschland wird seit einiger Zeit wieder schärfer darüber gestritten, was denn eigentlich mit Blick auf den Religionsunterricht Normalität ist - oder zumindest sein sollte. Die Auseinandersetzung um den bekenntnisgebundenen Religionsunterricht wird derzeit besonders im Bundesland Berlin geführt; so heftig, dass zwischenzeitlich darüber diskutiert wurde, ob wieder von einem Kirchen- beziehungsweise einem Kulturkampf gesprochen werden müsse. Die Auseinandersetzungen beschränken sich auch keineswegs auf die Bundeshauptstadt. Diese Diskussionen werfen die grundsätzliche Frage auf, wie die beiden Fächer Religion und Ethik sinnvoll zueinander ins Verhältnis gesetzt werden können.

    Themenpaket: Religionsunterricht in der Diskussion

Kommentar

  • Plus S. 58-59

    KommentarAnständig

    Wieder überzeugt die Caritas mit einer originellen Jahreskampagne.

  • Plus S. 60

    KommentarErfüllung

    Die Ausstellung „Medium Religion“ belegt höchst intelligent ihre These.

Aktuell

  • Plus S. 63-65

    VatikanstadtNeue rechtliche Regelungen erlassen

    Seit Anfang dieses Jahres gilt ein neues Gesetz über die Quellen des Rechts für den „Staat der Vatikanstadt“. Dort muss die Geltung italienischer Gesetze künftig ausdrücklich anerkannt werden.

Blickpunkt

  • Plus S. 65-70

    Die „Kölner Erklärung“ von 1989 und ihre WirkungenEine durchwachsene Bilanz

    Vor zwanzig Jahren wurde die „Kölner Erklärung“ veröffentlicht, in der sich Theologen kritisch mit der Praxis von Bischofsernennungen, der Erteilung der kirchlichen Lehrerlaubnis und dem lehramtlichen Anspruch in moraltheologischen Detailfragen auseinandersetzten. Sie erregte seinerzeit beträchtliches Aufsehen, hatte durchaus aber auch längerfristige Wirkungen.

Interview

  • Plus S. 70-74

    Ein Gespräch mit dem Soziologen Heinz Bude„Ein neuer politischer Egalitarismus“

    Deutschland wird zu einer ungleicheren Gesellschaft. Über Gruppen, die zunehmend den Anschluss an den gesellschaftlichen Mainstream verlieren, die notwendige neue Verständigung über soziale Gerechtigkeit sowie die Aufgabe der Kirchen in der gegenwärtigen Krise sprachen wir mit dem Kasseler Soziologen Heinz Bude. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus S. 75-79

    Zur Ethik unternehmerischen HandelnsMenschenwürde und Mammon

    Mit der Krise auf den internationalen Finanzmärkten ist die Ethik unternehmerischen Handelns neu in Blick geraten. Im Sommer letzten Jahres hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Denkschrift veröffentlicht, die sich genau dieser Frage widmet. Kritiker werfen der EKD nun vor, das bestehende neoliberale System zu stützen und so die Einheit mit der weltweiten Gemeinschaft der Kirchen zu gefährden.

    Themenpaket: Die Kirchen zur Finanz- und Wirtschaftskrise
  • Plus S. 79-83

    Jürgen Habermas und seine neuen Verehrer„Alt, aber nicht fromm“

    Einst war Jürgen Habermas ein rotes Tuch für konservative Politiker, Professoren und Bischöfe; heute wird er sogar vom Papst zustimmend zitiert. Der Philosoph aber bleibt bei aller respektvollen Annäherung an Religion ein auf Abstand bedachter Beobachter, der sich gegen Vereinnahmung wehrt.

  • Plus S. 83-86

    Afghanistan am Beginn eines SchicksalsjahresIn der Identitätsfalle

    2009 wird für Afghanistan ein Schicksalsjahr. Es ist das Jahr, in dem ein neuer amerikanischer Präsident neue Weichen für Afghanistan stellen will und in dem die afghanische Bevölkerung einen neuen Präsidenten wählt. Die internationale Staatengemeinschaft sollte jetzt endlich eine positive „Afghanisierung“ zulassen und vor allem ihre anspruchsvollen Hilfszusagen einlösen.

  • Plus S. 87-91

    Die Evolutionslehre und die kirchliche BuchzensurBedrohte Brückenschläge

    Die Haltung der katholischen Kirche zur Evolutionslehre tendierte zuerst zu immer schärferer Ablehnung, dann zu Rückzugsgefechten. Die historische Perspektive hilft zu erhellen, welche Missverständnisse bis heute nachwirken und welche theologischen Prämissen hinter der Ablehnung einer Entwicklung des Lebendigen noch heute stehen.

  • Plus S. 91-95

    China, der Dalai Lama und die Tibet-FrageDen Felsen streicheln?

    Der Dalai Lama genießt im Westen nach wie vor hohes Ansehen als religiöse Leitgestalt. Sein Einsatz zugunsten einer größeren Autonomie für seine Heimat war bisher allerdings erfolglos. Die Aufmerksamkeit, die die Tibet-Frage im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit den Unruhen in Tibet und den Olympischen Spielen fand, ist wieder abgeflaut. Den Exil-Tibetern läuft die Zeit davon.

  • Plus S. 95-99

    Die christlichen Feste im heutigen EuropaMehr als kulturelles Erbe

    Feste prägen das Zeitmaß und die Zeitvorstellungen Europas bis heute. Welcher Zusammenhang besteht dabei zwischen Festkultur und kultureller Identität? Welche neuen religiösen Festpraktiken entwickeln sich in Europa und wie stehen sie zu einer ebenfalls sich verändernden kirchlichen Liturgie?

  • Plus S. 100-104

    Der Heilige Stuhl in der globalen FinanzkriseErfolgreiches Management

    Der jahrelang defizitäre Haushalt des Heiligen Stuhls konnte von 2004 bis 2006 ein positives Ergebnis verzeichnen. Inzwischen macht sich aber die globale Finanzkrise auch im vatikanischen Budget bemerkbar. Nicht zuletzt dank einer vorsichtigen Anlagestrategie sind die Auswirkungen der Finanzkrise bisher aber begrenzt geblieben.

  • Plus S. 104-107

    Erwartungen an die Zweite Bischofssynode für AfrikaVersöhnung, Gerechtigkeit und Friede

    Im März wird Benedikt XVI. auf seiner Reise nach Angola und Kamerun das „Instrumentum Laboris“ zur Zweiten Afrikasynode vorstellen. Die vor zweieinhalb Jahren veröffentlichten „Lineamenta“, das erste vorbereitende Dokument zur Synode, hatte in den afrikanischen Ortskirchen und bei afrikanischen Theologen ein zwiespältiges Echo hervorgerufen.

Autoren/-innen