Vereinigte Arabische Emirate„Ein Ruf zur Harmonie“: Die Emirate und ihre Fremden

Die islamischen Vereinigten Arabischen Emirate haben siebzehn Kirchen und Kapellen sowie einen Hindutempel offiziell als Kultstätten anerkannt. Bei einem Festakt des Herrscherpalastes von Abu Dhabi hat das Amt für Gemeinschaftsentwicklung unter dem Leitwort „Ein Ruf zur Harmonie“ einen neuen rechtlichen Rahmen für die nicht-islamischen Religionen in Kraft gesetzt. Ihnen werden gleiche Rechte im Rahmen der geltenden Gesetze zugesichert. Abu Dhabi sei jetzt ein führendes Modell der Toleranz und Koexistenz, heißt es.

Die Emirate ziehen damit die Konsequenz aus der Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit ihrer Bevölkerung aus Ausländern besteht, die entscheidend für die Entwicklung und den Wohlstand der Einheimischen sorgen. Seit den sechziger Jahren haben sich Arbeitsmigranten in immer größerer Zahl in den Emiraten angesiedelt. Die jetzige Regelung soll einer womöglich wachsenden Unzufriedenheit der hart arbeitenden ausländischen Bevölkerung und Unruhen vorbeugen, somit dem inneren Frieden dienen.

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