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Redaktionsumfrage: Spirituelle Sehnsuchtsorte

Über diese Ausgabe

Editorial

Lebenskunst

  • Plus S. 4-7

    Auf der Suche nach Orten, wo mein Allerinnerstes nie allein ist.Der Himmel, ein Zelt

    Mein Zelt ist grün. Mein Zelt ist der Himmel. Meistens liegt der Himmel hinten in der Kammer, neben Werkzeugkiste und Marmeladengläsern. Ich weiß, dass er da ist, aber ich habe zu viel zu tun, um hineinzukriechen. Oder das Wetter ist zu schlecht oder ich erfinde andere Gründe, die von meiner Bequemlichkeit ablenken. Aber ich weiß: Er ist da. Dass ein Ort heilig ist, das glaube ich eigentlich nicht. Obwohl ich es glauben möchte. Weil es ein so schöner Gedanke ist, der nach Heimat schmeckt und nach Ankommen. Ein heiliger Ort, das wäre ja ein Ort, an dem mein Allerinnerstes nie allein ist. Ein Ort, an dem ich Gott treffen kann, wann ich will.

  • Plus S. 16-19

    Als Stille und Unendlichkeit mich in ihre Arme schlossenGeborgen im All

    20 Jahre her und so nah, als hätte ich es gerade erlebt. Heute muss ich nicht mehr in die Namib fahren, um dort zu sein. Ich muss nur die Augen schließen. Dann durchdringt Wärme meine Haut. Ich sehe die weite Linie zwischen Himmel und Erde. Ich sehe die Farben des Sandes im wechselnden Licht. Ich weiß, dass ich ein Sandkorn bin. Geborgen im All.

  • Plus S. 42

    Von der Sehnsucht des Pilgers

    Spiritualität besteht für mich darin, der Spur meiner eigenen Lebendigkeit zu folgen und meiner Sehnsucht zu trauen. Und Pilgern ist letztlich – auch wenn es oft nur vage mitbedacht wird – immer die Sehnsucht, sich frei zu gehen von den alten beengenden Lebensmustern und sich auf den Weg zu machen zum Unbekannten, das größer ist als ich selbst, auf etwas zu, das mich ganz in seinen Bann zieht.

Spiritualität

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