ChinaWar Jesus etwa für die Todesstrafe?

In China hat die staatliche Universität „Electronic Science and Technology“ in der Provinz Sichuan das Gleichnis von Jesus und der Ehebrecherin (Joh 8,1–11) verfälscht. Darin geht es um die Frage, ob die Ehebrecherin gesteinigt werden soll. Die Hochschule hat ein Ethik-Lehrbuch herausgegeben, in dem Jesus zunächst noch korrekt sagt: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ Als das Volk dann abzieht, steinigt Jesus die Frau selbst. Dabei sagt er: „Auch ich bin ein Sünder. Doch wenn nur Menschen ohne Fehler das Gesetz anwenden könnten, wäre das Gesetz tot.“

Die Universität gilt als kommunistische Kaderschmiede. „Die Autoren wollen die chinesisch-sozialistischen Gesetze rechtfertigen“, kommentierte der Lehrer Mathew Wang den falschen Text gegenüber „Ucanews“. In China verhängen Richter jedes Jahr viele tausend Todesurteile. So viele Hinrichtungen gibt es nirgendwo sonst. Bislang hat kein geistlicher Führer öffentlich gegen das Zerrbild Jesu protestiert.

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