Richtige HautpflegeEndlich wieder glatte Hände

Wie man trockene Haut wieder in den Griff bekommt

Endlich wieder glatte Hände
Unsere Haut möchte gut versorgt werden © shih-wie - iStock

Wir brauchen unsere Hände zum Greifen, Malen, zum WhatsApp-Tippen und natürlich zum Streicheln. Unangenehm wird das alles, wenn die Haut trocken, spröde und rissig ist. Das häufige Händewaschen und Desinfizieren in der Pandemie-Zeit gibt den durch Heizungsluft und Winterkälte beanspruchten Händen dann den Rest. Folgende Tipps helfen Ihnen und Ihrem Kind, wieder zarte Haut zu bekommen:

Ausreichend trinken: Unsere Haut bekommt ihre Feuchtigkeit allein durch die Flüssigkeit, die wir zu uns nehmen.

Handschuhe tragen: Kalte Luft setzt der Haut an den Händen stark zu. Bei sehr niedrigen Temperaturen ist es deshalb ratsam, Handschuhe zu tragen. Bei der Hausarbeit sind Handschuhe übrigens ebenfalls sinnvoll.

Das Händewaschen: Wir alle müssen uns aktuell mehrfach am Tag für die Dauer von etwa 30 Sekunden (oder zweimal „Happy Birthday“ singen) die Hände waschen. Das trocknet die Haut aus. Hautärzte empfehlen, die Hände möglichst nur mit lauwarmem Wasser und mit pH-hautneutraler Seifenlotion („pH 5,5“) zu waschen.

Oder besser desinfizieren? Desinfektionsmittel sind für die Haut nicht grundsätzlich besser oder schlechter. Die Wirkung, nämlich das Abtöten von Keimen, erzielen beide Methoden. Auf Kinderhänden befinden sich oft nicht nur potenzielle Krankheitserreger, sondern sie sind vom Spielen oder Essen auch richtig dreckig. In diesem Fall ist Händewaschen unumgänglich. Doch bei sauberen Händen kann Desinfizieren eine gute Option sein, insbesondere wenn das Desinfektionsmittel rückfettende Substanzen enthält.

Hände eincremen: Nach dem Händewaschen ist vor dem Eincremen. Spezielle Handcremes für Kinder gibt es nicht, doch wenn die Creme frei von Aluminium, Duft-, Farb- und Zusatzstoff en ist, eignet sie sich auch für zarte Kinderhaut. Je trockener die Haut ist, desto höher sollte der Fettgehalt der Creme sein. Zugesetzter Harnstoff (Urea) unterstützt die Speicherung von Feuchtigkeit. Bei rissiger Haut oder offenen Stellen kann er allerdings brennen oder jucken. Auch Zusätze von Ringelblume (Calendula) oder Kamille können bei bereits gereizter Haut oder offenen Stellen kontraproduktiv sein und allergische Reaktionen hervorrufen. Statt mit Handcremes kann auch mit einzelnen Substanzen wie reinem Mandelöl oder Sheabutter Linderung erzielt werden. Wichtig ist die Regelmäßigkeit: Am besten sollten die Hände nach jedem Waschen eingecremt werden.

SOS bei spröder und rissiger Haut: Bilden sich kleine Risse oder platzt die Haut auf, ist intensive Pflege nötig. Heilsalben mit dem Wirkstoff Dexpanthenol oder reines Wollfett (Lanolin) können helfen. Cremen Sie die Hände abends vor dem Ins-Bett-Gehen dick ein. So können das Fett und die Inhaltsstoff e über Nacht wirken. Häufig wird empfohlen, über die eingecremten Hände Baumwollhandschuhe anzuziehen. Wenn das Kind das mag, ist das in Ordnung, zwingend notwendig ist es nicht.

Wann zum Arzt? Bilden sich Ekzeme auf der Haut, sind die Risse schmerzhaft oder tief und wird die Haut mit den genannten Mitteln nicht besser, ist der Weg zum Haut- oder Kinderarzt unvermeidlich. Manchmal ist eine vorübergehende Behandlung mit kortisonhaltigen, entzündungshemmenden Cremes notwendig. Wer unter spröder und rissiger Haut leidet, hat jedoch nicht unbedingt etwas falsch gemacht. Häufig ist es Veranlagung. Auch Neurodermitis oder Erkrankungen der Schilddrüse können hinter den Hautirritationen stecken. Daher ist es keinesfalls übertrieben, einen Arzt zu konsultieren, wenn die Hautprobleme Sie oder Ihr Kind belasten.

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