Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

„Kinder sind gleich und unterscheiden sich. Sie haben gleiche elementare Bedürfnisse, aber ihre Biografien und Lebenswelten machen sie einzigartig« (Prengel/Steinhilber 2008, S. 85). Diversitäts-Ansätze (lat. diversitas = Vielfalt, Vielfältigkeit) bzw. Diversity-Theorien gehen auf die unterschiedlichen Lebensbedingungen und Gruppenzugehörigkeiten sowie die verschiedene Fähigkeiten, Begabungen oder Behinderungen von Kindern ein. Sie stellen die Grundlage für eine vorurteilsbewusste Pädagogik dar. Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sollen die Vielfalt und die Heterogenität der Kinder in ihren jeweiligen Lebenslagen sensibel wahrnehmen und auf der Grundlage dieser Wahrnehmung ihre pädagogische Arbeit gestalten.
Dimensionen von Diversität: 1. Geschlecht/Gender, 2. Kultur/Ethnizität, 3. Behinderung bzw. Nichtbehinderung, 4. sozioökonomische Situation der Kinder und ihrer Familien (Kasüschke 2008, S. 163).

Ethnizität: Die individuell empfundene Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe, deren gemeinsame Merkmale z. B. Sprache und Religion bzw. gemeinsame Traditionen sein können (Schubert/Klein 2006, S. 90).

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