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Irritierende SchönheitDie Kirche und die Künste

Über diese Ausgabe

Editorial

Essays

  • Plus S. 2-6

    Das musisch-ästhetische Wirken der katholischen Kirche in DeutschlandNicht nur Beiwerk

    Die Kirchengeschichte hat gezeigt, dass die Kirche immer dort blühte, wo dies auch die Künste taten. Für die katholische Kirche sind die Kulturausgaben deshalb keine Subvention, sondern Investition. Welche Aktivitäten des Engagements der katholischen Kirche in Deutschland sind mit Blick auf die verschiedenen Kunstgattungen hervorzuheben? Wo findet der Dialog im Einzelnen statt?

  • Plus S. 6-11

    Zur Rolle der Künste in der evangelischen Kirche„…sed etiam pictura“

    Dem Protestantismus wird ein schwieriges Verhältnis zur Kunst nachgesagt. Tatsächlich gehört zum Protestantismus in seiner Konzentration auf die Schrift eine deutliche Skepsis gegenüber jeder Form von Kunstreligion. Heute bräuchte es eine entspannte Verhältnisbestimmung von Schrift und Bild, die auch den Freiraum der Künste im Kirchenraum ermöglicht.

  • Plus S. 11-16

    Die Bedeutung der Künste für die LiturgieArs celebrandi

    Die Feier der Liturgie ist als primäre „Glaubensästhetik“ selbst eine Kunst. Mit Blick auf das Verständnis des Zweiten Vatikanischen Konzils von Partizipation haben aber auch die Künste im Kontext der Liturgie unterschiedlichste Wirkdimensionen. Gerade um nicht zum Glasperlenspiel zu werden, bedarf die Ars celebrandi ihrer: als Partner, Ergänzung und Hilfe, aber auch als Gegenüber, Kontrast und Korrektiv.

  • Gratis S. 16-20

    Kirchenbau als BaukunstOrte der Zeitgenossenschaft

    Der Kirchenbau ist über die Jahrhunderte bis in die heutige Zeit eine besondere und herausragende Aufgabenstellung für jeden Architekten. Welche Rolle spielt dabei die Kunst? Und welche Bedingungen müssen gegeben sein, dass der Dialog zwischen Kunst und Kirche auf diesem Gebiet überzeugend gelingt?

    Themenpaket: Kirchenraum
  • Plus S. 21-24

    Zum Spannungsfeld von kulturellem und sozialem Engagement der KircheIst Kunst überflüssig?

    Kunst wird oft infrage gestellt: Bedeutet sie nicht Verschwendung? Könnte man das Geld nicht besser den Armen spenden? Ist Kunst überhaupt eine notwendige Aufgabe für die Kirche? Ist sie nicht bloße Ästhetik? Eine Reihe von Beispielen aus der kirchlichen Praxis zeigen, wie Kunst auch das Verhalten der Menschen prägt und sie verändert.

  • Plus S. 25-29

    Wie soll Theologie mit Kultur umgehen?Sensibilität ist gefragt

    Die Moderne hat auch für Kirche und Theologie kulturelle Selbstverständlichkeiten aufgelöst. Heute käme es auf einen theologischen Umgang mit Kultur an, der in die Schule der Hermeneutik geht, der alte Bestände weder musealisiert noch unkritisch immunisiert, sondern kulturellen Hervorbringungen mit respektvoller Sensibilität begegnet und sie schöpferisch anverwandelt.

  • Plus S. 29

    Was ist Bildtheologie?Jenseits der Nostalgie

    Die klassischen Methoden der Ikonographie und der Ikonologie, aber auch der Stilgeschichte sind nachhaltig gescheitert mit dem Versuch, Bilder und Kunstwerke in den Fokus der reflektierten theologischen Aufmerksamkeit zu rücken. Weil 
die Phänomene des Bildlichen und des Sehens nicht nur wesentlich für die Welterschließung, sondern auch für die Glaubensreflexion sind, versucht die Bildtheologie neue Wege zu gehen.

  • Plus S. 34-37

    Ästhetik und SpiritualitätIf you celebrate it

    In der Kunst geht es nicht in erster Linie darum, Außerordentliches zu kreieren, vielmehr um außerordentliches Wahrnehmen, um ein Wahrnehmen außerhalb vermeintlich zwingender Konventionen. So kann uns Kunst in eine vitalere Welt, sozusagen in die wirklichere Wirklichkeit versetzen.

  • Plus S. 38-42

    Zum religiösen Potenzial der PopulärkulturEigene Prägekraft

    Zwischen der Religion und der Populärkultur gibt es mehr Überschneidungen als auf den ersten Blick gedacht. In der Unterhaltungsindustrie, vor allem der Film- und Musikwirtschaft, werden vielfach religiöse Motive und Botschaften aufgegriffen und publikumswirksam interpretiert. Was reizt Theologen an der Auseinandersetzung damit?

  • Plus S. 42-46

    Ist Kitsch heute theologisch satisfaktionsfähig?Jeff Koons covert die Bibel

    Eine Kunstaktion von Jeff Koons liest sich wie die Coverversion des Propheten Hosea. Koons will einen Prozess einleiten, der den religiösen Diskurs von Scham und Schuld umkodiert. Von hier aus stellen sich im Rückblick auch Fragen an den religiösen Kitsch der spätmodernen Frömmigkeit.

  • Gratis S. 46-49

    Von den ungenutzten Chancen Neuer MusikHören lernen

    Obwohl sie sich auf die biblische Verheißung des „Canticum Novum“ berufen kann, fristet Neue Musik ein kirchliches Schattendasein. Besonders schwierig wird es bei der Suche nach Werken, die sowohl zeitgenössisch als auch für die liturgische Praxis tauglich sind. Im Hintergrund stehen die ästhetische Verengung kirchlicher Milieus sowie Schwierigkeiten der musikalisch-theologischen Kommunikation.

  • Gratis S. 49-53

    Zeitgenössische Kunst im kirchlichen Kontext?Durchkreuzte Schönheit

    Spitzenkünstler von internationalem Rang haben in den letzten Jahren in Kirchen gearbeitet und ausgestellt. Wie passt das zusammen mit dem von Paul VI. Mitte der siebziger Jahre diagnostizierten Auseinanderdriften von Kunst und Kirche? Und wie kann dieses Spannungsverhältnis – jenseits der Rollenzuschreibungen von Herrin und Magd – heute wirklich produktiv werden?

  • Plus S. 53-57

    Summarisches über Literatur und ReligionUnsere liebe Frau von Milo

    Die Literatur seit der Aufklärung setzt sich in vielfältigen Brechungen mit dem Christentum auseinander, ohne an dogmatische Vorgaben gebunden zu sein; die Kirchen haben sich dagegen weitgehend in eine ästhetische Sonderwelt eingemauert. Heute zehren einzelne Autoren noch von ihrer christlichen, vor allem katholischen Herkunft, während die großen Kirchen vor sich hin erodieren.

  • Plus S. 57-60

    Warum gerade die Begegnung von Kirche und Theater so schwierig istGemeinsame Fragen

    Nach jahrhundertelanger erfolgreicher Partnerschaft von Kirche und Theater ist das Verhältnis seit der Aufklärung schwer belastet. Heute begegnet man sich manchmal freundlich, oft hegt die eine gegen die andere Seite alte Vorurteile, doch meistens steht man sich fremd gegenüber – oder noch schlimmer, man hat das Interesse aneinander verloren.

  • Plus S. 60-64

    Zum Kino als theologischem ErkenntnisortFilme machen sehend

    In Filmerzählungen findet die Theologie aktuelle Reformulierungen und neue Kontextuierungen von Glaubenstraditionen. Filme tragen neue Fragestellungen und tastende Antworten an sie heran, markieren ebenso Plausibilitätsprobleme und Vermittlungsdefizite der Theologie, die dieser dann zu bearbeiten aufgegeben sind – wie sie umkehrt auch Ressourcen für theologische Einsichten sein können.

    Themenpaket: Film und Religion

Autoren/-innen