Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
Herder Korrespondenz Nr. S2/2022

Über diese Ausgabe

Editorial

Streitgespräch

  • Helmut Hoping und Magnus Striet im Gespräch mit Stefan Orth
    Plus S. 4-7

    Die Theologen Helmut Hoping und Magnus Striet im Streitgespräch„Gott, ein möglicher Wahrheitskandidat“

    Der Dogmatiker Helmut Hoping meint: Gott lässt sich nicht beweisen. Trotzdem ist seine Existenz mehr als eine Hypothese: Wer Theologie treiben will, muss den „Sprung in den Glauben“ wagen. Der Fundamentaltheologe Magnus Striet widerspricht: Gott ist nicht mehr als eine Möglichkeit, auf die man hoffen kann. Theologie darf die Zweifel nicht überspringen und muss sich den Anfragen der Gegenwart stellen. Die Fragen stellte Stefan Orth.

Essays

  • Lupe vergrößert das Wort Gott
    Plus S. 8-10

    Warum es mehr Zurückhaltung brauchtHeute von Gott reden?

    Alles, was wir über Gott sagen, kann immer nur eine Analogie sein. Gott bleibt das absolute Geheimnis. Die Kirche ist gemeinsam mit den Menschen auf der Suche nach der immer größeren Wahrheit. Auch Jesus wollte keine Doktrin vermitteln. Er verkündete das Reich Gottes. Ihm nachzufolgen heißt, die Gegenwart Gottes im Hier und Jetzt real werden zu lassen.

  • Blick in den wolkigen Himmel
    Plus S. 11-13

    Die Mystik und die GottesschauKann man Gott sehen?

    Man kann Gott nicht sehen, wie man einen Gegenstand sieht. Man kann aber zur Einsicht gelangen, dass in all unserer Erkenntnis einzelner Dinge Gott immer schon mitangeschaut und miterkannt ist.

  • Bunte Kirchenfenster
    Plus S. 14-16

    Dogmatische Reflexion zu den göttlichen EigenschaftenWie ist Gott?

    Zeitgenössische Dogmatik nimmt vor allem in den Blick, was Gott in der Geschichte von sich selbst zu erkennen gegeben hat. Überlegungen zum Wesen und zu den Eigenschaften Gottes sind dahinter zurückgetreten. Wie aber muss Gott sein, damit er dem Menschen ein personales Gegenüber sein kann?

  • Gott erschafft Adam
    Plus S. 17-20

    Gottes Handeln in der WeltDer Ermöglicher

    Die Idee eines handelnden Gottes ist einer doppelten Bedrohung ausgesetzt. Neben dem Fortschritt der Naturwissenschaften stellt sich auch die Frage, ob die Vorstellung eines wirkursächlich in der Welt handelnden Gottes nicht in letzter Konsequenz ein monströses Gottesbild zeichnet.

  • Universum
    Plus S. 40-41

    Neuester AtheismusGott geht uns nichts an

    Nach den Anfeindungen des „neuen Atheismus“ und der Suche von Gläubigen nach Rettungsankern ist es Zeit anzuerkennen: Gott und Religion dienen heute vor allem der Selbstüberhöhung. Statt Realitätsverweigerung ist Indifferenz angesagt.

  • See im Abendlicht
    Plus S. 42-43

    Neuer AtheismusVon der Provokation profitieren

    Es scheint ruhig geworden zu sein um den Neuen Atheismus, der als Gegenbewegung zu religiösen Fundamentalismen entstand, ein naturalistisches Weltbild vertritt und scharfe Kritik am „Gotteswahn“ übte. Gleichzeitig sind dessen religionskritischen Thesen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wie mit dem Phänomen umgehen?

  • Kleines Kreuz
    Plus S. 44-46

    Gottesreden in Politik und RechtDas Kreuz mit dem Nullum

    Der sogenannte Kreuzerlass von 2018 bestimmt, dass im Eingangsbereich eines jeden bayerischen Dienstgebäudes „als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns“ ein Kreuz anzubringen ist. Klagen dagegen wurden nun abgewiesen. Die Fragen dahinter verweisen nicht nur theologisch, sondern auch verfassungsrechtlich auf eine letztendliche Verantwortlichkeit.

  • Eine Straße führt zum Horizont
    Plus S. 50-52

    Hat Gott ein Geschlecht?Aus der Spur reißen lassen

    Um die Übergeschlechtlichkeit und die sexuelle Vielfalt in den Gottesbegriff einzutragen, schlagen katholische Jugendverbände neue Schreibweisen wie „Gott+“ und „Gott*“ vor. Die Motivation für die Neukreationen sind alles andere als neu.

  • Statue Gott Vater
    Plus S. 56-58

    Gott im FilmNetter Großvater und Sozialprolet

    Eines ist Gott in der Film- und Fernsehlandschaft nicht: selten oder gar singulär. Er ist ein beliebter Neben- und sogar Hauptdarsteller in Produktionen unterschiedlichster Genres und Qualität. Dabei ist Gott im Film immer eine Projektion.

  • Blick in einen Altarraum
    Gratis S. 59-61

    Gekreuzte PerspektivenUnserem Gottesglauben Worte schenken!

    Auf den ersten Blick haben die Schriftstellerin Mirijam Günter, aufgewachsen in Kinder- und Jugendheimen, und der ehemalige Kölner Generalvikar Dominik Meiering kaum etwas gemeinsam. Doch ihr Glaube an Gott verbindet sie.

Autorinnen und Autoren