Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
Herder Korrespondenz 76. Jahrgang (2022) Nr. 8/2022

Über diese Ausgabe

Auftakt

  • Heizung
    Plus S. 1

    Kühler Kopf

    Zu den multiplen Krisen, mit denen sich die Kirchen derzeit ohnehin auseinanderzusetzen haben, kommen jetzt die Engpässe bei der Energieversorgung.

Leitartikel

  • Kirchenbank mit Blumenschmuck
    Plus S. 4-5

    Nicht nur Eventlocation

    Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich auf Sylt kirchlich trauen lassen. Und das, obwohl weder er noch seine Frau Mitglied einer christlichen Kirche sind. Der Aufschrei war groß. Doch die Kirchen müssen sich darauf einstellen, dass es immer mehr Menschen geben wird, die als Ausgetretene einen kirchlichen Segen wünschen. Darauf müssen sie Antworten finden.

Kleine Anfrage

  • Anna-Nicole Heinrich
    Plus S. 56

    „In die Herzen hineinstolpern“

    Die Kirche hat eine richtig gute Botschaft, meint die Präses der EKD, Anna-Nicole Heinrich. Doch es braucht auch die richtigen Angebote. Die Fragen stellte Dana Kim Hansen-Strosche.

Gastkommentar

  • Schreibtisch
    Plus S. 6

    Nicht mehr kirchlich?

    Wenn man die Loyalitätsobliegenheiten aufgibt – wozu braucht es dann noch ein kirchliches Arbeitsrecht?

Kommentar

  • Schwangere Frau
    Plus S. 7

    Sophismen

    In Sachen Abtreibung bröckelt die katholische Front.

Porträt

  • Anne Gidion
    Plus S. 8

    Anne Gidion: Die Neue in Berlin

    Die norddeutsche Pastorin Anne Gidion wird künftig die Evangelische Kirche in Deutschland an der Spree vertreten.

Aktuell

  • Stephansdom in Wien
    Plus S. 9-10

    Österreich: Synodalität muss erst noch erlernt werden

    Während die deutsche Kirche darum ringt, im Synodalen Weg kirchliche Reformen voranzutreiben, gehen in Österreich die kirchlichen Uhren anders. Die synodale Erfahrung der letzten 50 Jahre ist anno 2022 wenig präsent.

  • Taufutensilien
    Plus S. 11-12

    Ökumene: Katholisch-lutherischer Dialog in der Krise

    Die fünfte Phase des ökumenischen Dialogs zwischen Lutherischem Weltbund und Päpstlichem Rat zur Förderung der Einheit der Christen endete enttäuschend. Rom hält das entstandene Konsenspapier „Baptism and Growth in Communion“ nicht für eine Basis, auf der man weiterdiskutieren kann. Was sind die Hintergründe?

Blickpunkt

  • Justitia
    Plus S. 13-16

    Kardinal Becciu auf der AnklagebankImmobilien-Investitionen des Vatikans: Der Prozess

    Der Gerichtsprozess gegen Kardinal Giovanni Angelo Becciu im Vatikan hat an Fahrt aufgenommen. Ihm werden Veruntreuung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Je mehr Zeugen vor dem Gericht aussagen, desto kafkaesker erscheinen die finanziellen Entscheidungsabläufe. Gleichzeitig mehren sich die Zweifel, ob überhaupt von einem rechtsstaatlichen, transparenten Verfahren die Rede sein kann. Und hält der Papst seine schützende Hand über wichtige Akteure?

Forum

Nachrichten

Feuilleton

Interview

Essays

  • Plus S. 21-23

    Spiritueller Machtmissbrauch aus religionspsychologischer SichtMein Wille geschehe

    Geistliches Leben und geistliche Begleitung sind gegen Missbrauch nicht gefeit und werden zu Tatorten. Fragen nach dem Zueinander von Spiritualität und narzisstischen Phänomenen tun sich auf. Geistlicher Missbrauch erscheint dabei als machtvolles Arrangement, das zu einem fatalen Zusammenwirken der Beteiligten wird. Immerhin hat die Aufarbeitung inzwischen begonnen.

  • Papst Franziskus schüttelt Metropolit Hilarion die Hand
    Plus S. 26-28

    Der ehemalige Außenamtsleiter auf Distanz zu Patriarch KyrillMetropolit Hilarion im Exil

    Der „Außenminister“ der russisch-orthodoxen Kirche ist abgesetzt worden – offenbar unter staatlichem Druck, mit Zustimmung des Patriarchen. Die Rekonstruktion der Geschehnisse zeigt: Er positionierte sich zum Krieg von Anfang an kritisch und distanzierte sich zunehmend auch öffentlich von der Haltung Kyrills. Er ist kein „Dissident“, sondern weiterhin die mahnende Stimme zum Dialog zwischen Ost und West.

  • Ordensmann öffnet Tür
    Plus S. 29-32

    Synodalität aus Sicht der OrdenGemeinsame Suche nach der besten Lösung

    Formen der Partizipation gehören zum Grundcharakter eines klösterlichen Lebens. Das betrifft unter anderem die Leitungskonzepte. Seit dem Konzil haben die Orden ihr Verständnis von Synodalität neu entfaltet. Für die territorial verfasste Kirche können davon wichtige Impulse ausgehen.

  • Piemont
    Plus S. 33-34

    Ein Porträt der Waldenser in ItalienKleine Kirche, große Wirkung

    Während die Waldensergemeinden in den großen italienischen Städten weitgehend stabil sind, schrumpft sie in den Tälern des Piemont recht deutlich. Die Diakonie ist mittlerweile der wichtigste Arbeitszweig der kleinen Kirche. Vor allem in der Sozialarbeit entfaltet sie ungeahnte Potenziale.

  • Kirchenbank
    Gratis S. 35-37

    Analytische Theologie in der DiskussionTheologen mit „Konzilsproblem“

    Der Innsbrucker Pastoraltheologe Christian Bauer hat zuletzt für große Aufregung gesorgt: Seine scharfe Kritik an der Analytischen Theologie hat Gegenwehr von einigen ihrer Vertreter hervorgerufen. Die Fronten sind schon länger verhärtet. Trotzdem besteht Grund zur Hoffnung.

  • Plus S. 41-42

    Nach der Heiligsprechung von Charles de FoucauldDer französische Marabout

    Charles Eugène Vicomte de Foucauld genoss als Spross einer der reichsten Adelsfamilien Frankreichs ein ausschweifendes Leben. Dann die radikale Wende: Konversion zum Christentum, schließlich der Rückzug in die Einsamkeit der Sahara. Jetzt wurde er heiliggesprochen. Wie vorbildlich war der umtriebige Eremit wirklich?

  • Aufgeschlagenes Buch
    Plus S. 43-45

    Zum Profil katholischer BüchereiarbeitOrte der Pastoral

    Katholische Büchereien erscheinen wie ein Relikt aus vergangener Zeit, deren Unterhalt man sich im wahrsten Sinne des Wortes sparen kann. Dabei bieten sie längst mehr als nur eine Bibliothek. Sie können wichtige Anlaufstellen für Kirche vor Ort sein.

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