Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing

Über diese Ausgabe

Auftakt

  • Kruzifix
    Plus S. 1

    Zentrales Glaubenssymbol

    Die Kreuze in den bayerischen Dienstgebäuden dürfen vorerst hängen bleiben. Will man das Symbol nicht relativieren, sollte man sie allerdings eher abnehmen.

Leitartikel

  • Stuttgart
    Plus S. 4-5

    Reformbedarf

    Bei aller Schwere durch den Ukraine-Krieg und seine Folgen: Die Erleichterung darüber, sich wieder einmal bei einer Präsenzveranstaltung treffen zu können, war beim Katholikentag allenthalben zu spüren. Dafür, dass weniger Besucher nach Stuttgart kamen, gibt es mehrere Gründe. Erneuerung braucht nicht nur die Kirche, sondern auch das Format der Großveranstaltung.

Kleine Anfrage

  • Integrationsstaatsministerin Reem Alabali-Radovan
    Plus S. 56

    „Wir sind heute besser aufgestellt“

    800.000 Flüchtlinge aus der Ukraine sind mittlerweile in Deutschland. Die Migrations- und Integrationsbeauftragte der Bundesregierung meint: Das Land ist gut vorbereitet. Die Fragen stellte Dana Kim Hansen-Strosche.

Gastkommentar

  • Moskau
    Plus S. 6

    Ökumenische Zeitenwende

    Mit Blick auf die Beziehungen zum Moskauer Patriarchat muss darüber nachgedacht werden, unter welchen Voraussetzungen zwischenkirchliche Dialoge überhaupt noch sinnvoll erscheinen.

Kommentar

  • Christoph Schönborn
    Gratis S. 7

    Sturms Wahrnehmung und Schönborns Argument

    Es gibt nur einen Weg, um festzustellen, was die spezifisch katholischen Faktoren für sexuellen Missbrauch sind: den Vergleich. Das ist keine Relativierung, sondern die Grundlage jeder empirischen Forschung.

Porträt

  • Robert McElroy
    Plus S. 8

    Robert McElroy: Auch in der Kritik

    Die gegensätzlichen Reaktionen auf die Kardinalsernennung des Bischofs von San Diego spiegeln die Polarisierung des US-Katholizismus wider.

Aktuell

  • Stuttgart
    Plus S. 9-10

    Katholikentag: Kirche nach dem Missbrauchsskandal

    Unter dem Motto „Leben teilen“ fand in Stuttgart der 102. Katholikentag statt. Neben dem Krieg in der Ukraine standen vor allem die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs und die Themen des Synodalen Weges im Mittelpunkt des Programms.

  • Europarat
    Plus S. 11-12

    Europarat: Gegen den antimuslimischen Rassismus

    Ressentiments gegen den Islam sind weiterhin verbreitet. Unter diesem Etikett werden ganze Bevölkerungsgruppen als rückständig diskreditiert. Der Europarat sieht die Grundlagen der Demokratie in Gefahr.

Blickpunkt

  • Rollatoren
    Gratis S. 16-18

    Erwartungen an eine menschenfreundliche Regulierung von SuizidhilfeBegrenzt rationale Entscheidungen

    Autonome Entscheidungen als Ausdruck des freien Willens und rationaler Abwägung sind selten. Das betrifft auch die Entscheidung, das eigene Leben selbstbestimmt beenden zu wollen. Es bedarf daher einer gesetzlichen Absicherung der Freiheit, schützende Regeln zur Suizidprävention in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens konzeptionell zu gestalten und deren Einhaltung durchzusetzen.

Forum

Nachrichten

Feuilleton

Interview

  • Plus S. 19-22

    Gespräch mit dem Fotografen Konrad Rufus Müller„Eine Art Menschwerdung“

    Konrad Rufus Müller ist vor allem für seine Porträts der Bundeskanzler berühmt, die er alle fotografiert hat. Sein erstes Foto schoss der gebürtige Berliner 1960 von Papst Johannes XXIII. Im Interview spricht er über seine katholische Erziehung, wie Jesuiten und Redemptoristen sein Leben geprägt haben und warum er nach wie vor nur analog fotografiert – auch Holocaust-Überlebende. Die Fragen stellte Dana Kim Hansen-Strosche.

Essays

  • Mario Grech
    Plus S. 23-26

    Synodalität aus römischer SichtZuhören als Fundament einer synodalen Kirche

    Eine synodale Kirche ist eine hörende Kirche. Hören ist das Grundprinzip des christlichen Lebens und der Kirche. Dabei muss nicht nur das Volk auf die Bischöfe hören, sondern alle müssen sich gegenseitig anhören. So wird das ganze Gottesvolk zum Subjekt der Unfehlbarkeit im Glauben. Ein Impuls des Generalsekretärs der Bischofssynode, der für die bis in den Oktober 2023 laufende Weltbischofssynode zum Thema Synodalität verantwortlich ist.

  • Busan
    Plus S. 30-33

    Der Ökumenische Rat der KirchenAuf dem Weg zur Einheit

    Die letzte Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Korea liegt neun Jahre zurück. Seither hat das Gremium versucht, in seiner Arbeit die traditionelle theologische Sprache mit der säkularer ausgerichteten Sprache der Zivilgesellschaft in Verbindung zu bringen.

  • Drohne
    Plus S. 34-36

    Autonome Waffensysteme für die Bundeswehr?Krieg der Maschinen

    Die Bundeswehr soll aufgerüstet werden. Aber wie? Es gibt „autonome“ Waffensysteme, die sich – in unterschiedlichem Maße – selbst steuern und kontrollieren. Sie können Menschenleben vernichten, besitzen aber keinen moralischen Kompass. Darf die Bundeswehr so etwas anschaffen? Die Antwort hängt davon ab, wie „autonom“ diese Systeme tatsächlich sind.

  • Kongo
    Plus S. 37-40

    Die Demokratische Republik KongoIm Herz der Finsternis

    Der Kongo ist von Kriegsökonomie, Ausbeutung und Krieg notorisch geplagt. Hier wollte der Papst Präsenz zeigen. Nun muss er die Reise einstweilen aufschieben. Wenn er sie nachholt, wird ihm eine Welle der Begeisterung entgegenschlagen.

  • Heroldsbach
    Plus S. 41-42

    Aufgelöste geistliche Gemeinschaft „Totus Tuus“Ein neuer Anfang?

    Im vergangenen November hat der Bischof von Münster die geistliche Gemeinschaft „Totus Tuus – Neuevangelisierung“ aufgelöst – wegen „schwerwiegender Mängel im geistlichen Umgang mit Mitgliedern“. Nun sind maßgebliche Akteure der Gruppe bei einer Veranstaltung im Wallfahrtsort Heroldsbach in Erscheinung getreten. Der Wallfahrtsdirektor betet um einen „neuen kirchlichen Anfang“ für „Totus Tuus“.

  • Wüste
    Plus S. 43-47

    Lernen von den WüstenväternMinimalismus als Lebensstil

    An den Peripherien des Römischen Reiches entsteht seit dem dritten Jahrhundert ein neues Lebensmodell: Gemeinschaften von „Aussteigern“, die auf Konsum und Selbstverwirklichung verzichteten und dabei eine neue Balance zwischen dem Wohl des Einzelnen und dem Wohl der Gemeinschaft fanden. Ein Vorbild für heute?

Rezensionen

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