Junge Buchhändler und wenig Religion

Eine Verkaufsschulung für Buchhändler zu religiöser Literatur soll in Deutschland den Absatz entsprechender christlicher Werke fördern. Wie das Fachmagazin „Börsenblatt“ berichtet, fehlen vor allem in der Buchhändlergeneration unter vierzig Jahren und bei Auszubildenden „elementare Kenntnisse zur christlichen Religion“. Das ab Herbst geplante Schulungsprojekt rund um religiöse Bücher und die Bibel soll über die Entwicklung entsprechender Warengruppen informieren. „Da sich die Altersstruktur der Kunden im Sortimentsbuchhandel deutlich in Richtung sechzig plus verschiebt, entgeht dem Buchhandel und den Verlagen hier ein Umsatz, der nur zum Teil über andere Vertriebswege wie Versender oder Onlinehändler ersetzt werden kann“, sagte die Göttinger Verlegerin Reinhilde Ruprecht. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Evangelischen Medienverbands in Deutschland.

Zu den Partnern des verlagsübergreifenden Projekts „Roadshow Religion“ gehören neben dem Evangelischen Medienverband und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger sowie der Katholische Medienverband. Auf Verlagsseite sind unter anderem das Katholische Bibelwerk, die Deutsche Bibelgesellschaft sowie Herder, Echter, Vier Türme und Vandenhoeck & Ruprecht engagiert. „Die Roadshow soll keinesfalls eine Missionsveranstaltung werden, sondern eine unterhaltsame Schulung für Buchhändler, wie man religiöse Literatur verkaufen kann“, sagte Folkert Roggenkamp, Verlagsleiter der Bibelgesellschaft. Immerhin sei noch gut jeder zweite Bundesbürger Mitglied einer Kirche.

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