MaschinenethikUnwürdig

Können Roboter ethische Entscheidungen treffen? Können Chat-Programme lügen? Und ab wann hätte eine künstliche Intelligenz Rechte? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Maschinenethiker Oliver Bendel an der Fachhochschule Nordwestschweiz. In einem Interview mit der „Welt“ erklärte er, dass es sein Ziel sei, „intelligenten Maschinen nicht nur Manieren beizubringen, sondern auch Moral. Sie sollen sich moralisch adäquat verhalten können. Dazu müssen moralische Regeln in die Maschinen eingebaut werden.“ Als Beispiel nennt Bendel einen selbst entwickelten Staubsauger, der keine Insekten tötet. Aber ob es dafür genug Nachfrage gibt? „Was tatsächlich als Produkt auf den Markt kommen wird, entscheidet letztlich der Verbraucher. Ich befürworte sogar, dass Maschinen mit einem Moralmenü ausgestattet werden. Dann kann jeder selber einstellen, nach welchen moralischen Regeln die Maschine

agieren soll. Also beispielsweise Marienkäfer verschonen, aber Spinnen doch einsaugen.“

Die Hetze der AFD gegen die Klimaschützerin Greta Thunberg „ist keiner Partei im deutschen Bundestag würdig“. Mit diesen Worten hat die Politikjournalistin Ann-Katrin Müller den Auftakt der Rechtspopulisten zum Europawahlkampf kritisiert. Bei der Veranstaltung in Offenburg hatte der AFD-Vorsitzende Alexander Gauland gegen Thunberg gepöbelt, die er „eine schwedische Schulschwänzerin“ nannte. Sie werde „in einer professionell gesteuerten Kampagne zum Nachwuchsheiland aufgebaut“. Ann-Katrin Müller hält dazu auf „Spiegel online“ fest: „Wenn man sich anguckt, wie hart die AFD auf Greta Thunberg einschlägt, dann fragt man sich schon, ob das der richtige Umgang ist.“ Es gehe immerhin um ein 16-jähriges Mädchen und dessen Engagement.

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