UgandaBekennender Christ greift auf die Todesstrafe zurück

Ugandas Präsident Yoweri Museveni versteht sich eigenem Bekunden nach als Christ. Als solcher habe ihn sein Glaube bisher davon abgehalten, Hinrichtungen zuzustimmen. Nun scheint dieser Glaube zu schwinden. Denn Museveni will die Todesstrafe wieder vollstrecken.

Beim Besuch eines Hochsicherheitsgefängnisses in der Hauptstadt Kampala sagte er nach Angaben der Zeitung „Daily Monitor“, er werde den Befehl geben, die Häftlinge im Todestrakt zu hängen. Damit wolle er die enorme Zahl von Ermordungen im Land senken. Seine christlich motivierte Nachsicht sei zu einem Problem geworden. „Wir müssen einige dieser Leute hängen, denn wenn man sieht, wie sie Menschen töten, verdienen sie es, getötet zu werden.“ Nach Behördenangaben sitzen derzeit 278 zum Tode Verurteilte in ugandischen Gefängnissen. Laut Amnesty International wurden Hinrichtungen in Uganda zuletzt 1999 vollzogen.

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