KindermöbelHier wohne ich!

Schlafraum, Spielplatz, Rückzugsort, Lernstätte – ein Kinderzimmer hat viele Funktionen zu erfüllen. Und die Möbel müssen einiges aushalten

Hier wohne ich!
Ein Kinderzimmer ist ein wichtiger Rückzugsort © Jekaterina Nikitina - gettyimages

Nicht mehr lange, dann ist es endlich so weit. Ihr Kind kommt auf die Welt und zieht nicht nur in Ihr Leben, sondern auch in eine Babyecke oder ein eigenes Zimmer ein. So groß der Nestbautrieb während der Schwangerschaft auch sein mag: Am Anfang reicht es vollkommen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Kindern werden so schnell groß, und mit ihnen wachsen auch die Anforderungen an ein eigenes Zimmer. Daher lohnt es sich, schon bei der Ersteinrichtung überlegt vorzugehen und auf robuste, wandelbare Basics zu setzen. Aus einem Stubenwagen, einer Wiege oder einem Beistellbett wächst ein Kind nach etwa sechs Monaten heraus, dann braucht es ein Babybett. Dabei lohnt es sich, in ein Modell zu investieren, das sich später in ein Kinderbett umbauen lässt, also einen höhenverstellbaren Boden hat und dessen Seitenschutz abnehmbar ist. Die zweite große Anschaffung: eine Wickelkommode. Sie ermöglicht rückenschonendes Wickeln (kein unwichtiges Argument, wenn man bedenkt, dass Neugeborene etwa sechs- bis zehnmal täglich gewickelt werden), ersetzt am Anfang einen Kleiderschrank und bietet genügend Stauraum. Modelle, die sich später als normale Kommode nutzen lassen, sind besonders budgetfreundlich. Sinnvolle Anschaffungen dazu: ein Seitenschutz, der verhindert, dass das Baby herunterfallen kann, eine Wickelunterlage, die gut zu reinigen ist und erhöhte Seitenteile hat, und ein Heizstrahler, der vor allem Herbst- und Winterbabys immer schön warm hält. Nicht notwendig, aber sehr praktisch sind kleine Körbe oder ein Wandregal über der Kommode, um Wickelutensilien oder eine neue Windel immer griffbereit zu haben. Da das Babyzimmer gerade am Anfang vor allem zum Schlafen und Wickeln benutzt wird, ist auch eine dimmbare Beleuchtung besonders wichtig. Vorhänge oder Jalousien sorgen auch tagsüber für die nötige Dunkelheit, ein Nachtlicht für angenehme Beleuchtung beim Stillen, Fläschchengeben oder Windelnwechseln.

Kinderzimmer-Basics

Irgendwann (und sehr viel schneller, als man glaubt) wird es Zeit, aus dem Baby- ein Kinderzimmer zu machen, in dem gespielt, getobt, gemalt und natürlich geschlafen werden kann. Wie bei so vielen Dingen im Leben gilt dabei auch für ein Kinderzimmer: Weniger ist mehr. Es sollte möglichst viel Platz zum Spielen bieten – und der Fantasie genügend Raum lassen. Das funktioniert deutlich einfacher, wenn das Kinderzimmer nicht zu vollgestellt wird. Einfache und transportable Ordnungshilfen wie große Körbe oder schlichte Boxen helfen beim Aufräumen und können bei Bedarf von Raum zu Raum getragen werden. Lieblingsbücher finden zum Beispiel auf Bilderleisten oder in einem alten Tellerregal einen besonderen Platz. Und Schubkästen unter dem Bett oder eine aufklappbare Sitzbank bieten Extra-Stauraum für alles, was nicht so oft benutzt wird. Denkt man über größere Anschaffungen nach, lohnen sich Möbel, die mit dem Kind mitwachsen. Sind Geschwister geplant oder vorhanden, bietet sich ein höhenverstellbares Hoch- oder Etagenbett an. In kleinen Zimmern schafft das sogar Bewegungsmöglichkeiten, es lässt sich erklettern und kann zum Höhlenbau genutzt werden. Wer sich dafür entscheidet, große Möbelstücke wie das Bett, den Schrank oder Schreibtisch und die Wände in neutralen Farben zu halten, kann ein Kleinkindzimmer später unkompliziert in ein Zimmer für ein Kindergartenoder auch Schulkind verwandeln. Oder mit Elementen wie neuen Kissen, anderer Bettwäsche oder Wand-Tattoos unkompliziert die Farbe wechseln oder umdekorieren.

Wie schon im Babyzimmer hilft auch im Kinderzimmer die Beleuchtung dabei, eine angenehme Stimmung zu erzeugen. Eine Leselampe am Bett ist gemütlicher als eine grelle Deckenleuchte. Und mit einer kleinen Schreibtischlampe lässt es sich gleich viel besser basteln und malen.

Ein Schreibtisch zur Einschulung

Manche Eltern kaufen erst zur Einschulung ihres Kindes einen neuen Schreibtisch, in dem alles Platz findet, was Erstklässler benötigen. Der Schreibtisch sollte genügend Ablageraum und Beinfreiheit haben. Die Tischplatte darf nicht zu klein, aber auch nicht so groß sein, dass das Kind nicht mehr bequem an alles herankommt. Und dem passenden Stuhl sollte genauso viel Aufmerksamkeit wie dem Tisch selbst gewidmet werden, er sollte in der Höhe verstellbar sein und sich der Größe des Kindes anpassen.

kizz Tipp

Der Naturholzmöbel-Hersteller Team 7 aus Österreich bietet Schreibtische, die sich verschiedenen Größen anpassen. Auch die Growing Tables von Pure Position, die in einer gemeinnützigen, deutschen Werkstatt für Menschen mit Behinderung angefertigt werden, lassen sich auf vier verschiedene Höhen verstellen.

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