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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 1-3

    LeitartikelDas „C“ ist nicht mehr Mainstream

    Veränderungen in der religiösen Landschaft Deutschlands betreffen die CDU (und die CSU) in einer Weise wie sonst keine andere Partei. Das liegt am Namen, aber nicht nur; vielmehr berühren diese Veränderungen auch ihren Gründungsimpetus, ihre innere Verfasstheit und ihre Funktionsmechanismen. Dass sich die Voraussetzungen, nach denen die Union in den zurückliegenden fast 70 Jahren ihrer Geschichte getickt haben, sich massiv verändert haben, das hat die Partei im vollen Umfang noch nicht begriffen. Doch wenn sich die Kanzlerinnen-Partei nicht stärker mit ihren Grundlagen befasst, ihr diskursives Defizit bearbeitet und hin und wieder die Komfortzone vermeintlicher Alternativlosigkeiten verlässt, werden andere möglicherweise in unliebsamer Weise in die Lücke stoßen.

Kommentar

  • Plus S. 4

    KommentarUnbefangen

    Papst Franziskus überzeugt in der Türkei wie in Straßburg. Warum?

  • Plus S. 5

    KommentarLoyalität

    Bischöfe haben Änderungen am kirchlichen Arbeitsrecht noch einmal vertagt

  • Gratis S. 6

    KommentarAllianzen

    Ralf Rothmann präsentiert sich als würdiger Träger des Kunst- und Kulturpreises.

Aktuell

  • Plus S. 7-9

    ZdKGrundlegende Fragen der Kirchenreform

    Die Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken hatte den Bundesgesundheitsminister zu Gast und diskutierte über Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Außerdem hielt man Rückblick auf die Familiensynode und plante das weitere Vorgehen nach dem Ende des bundesweiten Dialogprozesses im Herbst 2015.

  • Plus S. 9-11

    EKDReligionsunterricht in pluraler Gesellschaft

    Im November wurde eine Denkschrift des Rates der EKD zur Rolle des evangelischen Religionsunterrichts heute vorgestellt. Neben einer intensiveren interkonfessionellen Kooperation mahnt er auch eine größere Sensibilität für den Religionspluralismus an.

Blickpunkt

  • Gratis S. 11-15

    Zur Zukunft einer transparenten Vermögensverwaltung der katholischen KircheAus der Krise lernen

    Letztlich überzeugt die Kirche nicht durch ihren Reichtum, sondern durch das, was sie mit dem Vermögen für die Menschen selbstlos tut. Hier ist durch die Limburger Geschehnisse viel über Jahrzehnte erworbenes Vertrauen verspielt worden. Diesen Kollateralschaden aufzufangen, wird lange Zeit und Atem brauchen. Vielleicht ist es aber auch ein heilsamer Schock, der die Kirchen freier werden lässt, offen und ehrlich über ihr tatsächliches Vermögen zu informieren. Was aber hieße das im Einzelnen?

Nachrichten

Interview

Essays

  • Plus S. 19-23

    Unterschiedliche Gottesvorstellungen in der Rede vom ius divinumWelcher Gott will welches Gesetz?

    Der Ausschluss wiederverheirateter Geschiedener vom Eucharistieempfang wird mit dem ius divinum ebenso begründet wie die Aussage, dass partnerschaftlich gelebte Homosexualität Sünde sei. In der katholischen Kirche geht man wie selbstverständlich von einem von Gott gesetzten Recht aus. Allerdings variiert die Begründungslogik und auch das Lehramt selbst hat unübersehbar schon Korrekturen vorgenommen. Welcher Gott steht hinter den Vorstellungen von einem göttlichen Recht? Ein Gott, der anordnet, oder ein Gott, der den Menschen in die Verantwortung nimmt und entlässt, sich selbst in Freiheit bestimmen zu dürfen?

  • Plus S. 23-27

    Religiöse Interessenvertretung in der ÖffentlichkeitKirchen zeigen sich anpassungsfähig

    In welcher Weise bringen sich die christlichen Kirchen mit ihren normativen Positionen und Inhalten in aktuelle gesellschaftspolitische Debatten ein? Wie werden sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Diesen Fragen widmete sich ein Forschungsprojekt vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um die Schwangerschaftskonfliktberatung und die Debatte um Einwanderung und Asyl.

  • Gratis S. 27-31

    Impulse des Trappisten Thomas Merton für christliche Spiritualität heuteDer Nonkonformist

    Trappistenmönch, Mystiker, Schriftsteller, Friedensaktivist und Global Player im interreligiösen Dialog: Thomas Merton, der am 31. Januar 100 Jahre alt geworden wäre, aber bereits 1968 verstorben ist, war eine faszinierende Persönlichkeit. Gerade in seiner radikalen Offenheit gegenüber Gott kann er auch heute noch wichtige Anregungen für eine christliche Glaubenshaltung geben.

  • Plus S. 31-37

    Bedingungen für eine wirksamere EthikEmpirisch informiert

    Ethische Fragen können nicht ausschließlich anhand von Prinzipien entschieden werden. Die Bedeutung empirischer Erkenntnisse bei der Umsetzung von Normen wird unter Moraltheologen derzeit intensiv diskutiert und lässt sich besonders gut am Beispiel aktueller medizinethischer Fragen aufzeigen. Wie kann das Zusammenspiel von wissenschaftlichen Fakten und Wertvorstellungen gelingen?

  • Plus S. 37-42

    Papst Franziskus besucht Sri LankaWahlhilfe für den Präsidenten?

    Der Besuch von Papst Franziskus in Sri Lanka steht unter schwierigen Vorzeichen. Unter anderem bestand Gefahr, dass Präsident Mahinda Rajapaksa den Papst als Wahlhelfer zu instrumentalisieren sucht. Fünf Jahre nach Ende des Bürgerkriegs sind die Wunden des jahrelangen Konflikts nicht verheilt. Die Situation der religiösen Minderheiten hat sich verschlechtert. Radikale Kräfte wollen Sri Lanka zu einem buddhistischen Staat machen.

  • Plus S. 42-46

    Literarische Begegnungen mit dem Islam„Unsere Religion ist die Religion der Liebe“

    Immer neue monströse Gewalttaten des extremen Islamismus dominieren die mediale Aufmerksamkeit. Schriftsteller muslimischer Provenienz vermitteln augenöffnende Einblicke in ganz andere zeitgenössische Islamdiskurse. So konkret und persönlich, wie es nur die Literatur vermag, eröffnet eine Reihe belletristischer Neuerscheinungen hochaktuelle Blickfelderweiterungen in Sachen Islam.

  • Plus S. 46-49

    Der neue Text von Benedikt XVI. wird Einfluss auf die Synode habenWider die Vereinnahmung

    Benedikt XVI. hat für seine Gesammelten Schriften einen Text aus dem Jahr 1972 umgearbeitet und mit neuen „Schlussfolgerungen“ versehen. Anders als in der Ursprungsversion lehnt er darin eine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistie ab. Die Neufassung hatte der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff kommentiert (vgl. HK, Dezember 2014, 605-609).Nun bewertet der Freiburger Dogmatiker Helmut Hoping den viel diskutierten Vorgang.

    Themenpaket: Das Pontifikat Benedikts XVI.
  • Gratis S. 49-53

    Wo es um Familie geht, scheuen manche Christen nicht die Nähe zu autoritären MächtenDie antiliberale Versuchung

    Einige Meinungsführer des christlich-konservativen Milieus suchen im Kampf gegen den „Genderismus“ und für „Familienwerte“ neue Allianzen. Trotz Russlands Menschen- und Völkerrechtsverletzungen sehen sie in Präsident Wladimir Putin einen Verbündeten für die Bewahrung abendländischer Traditionen. Ein Irrweg, der in die Unfreiheit führen und das christliche Ethos verraten würde.

Rezensionen

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