USAKatholiken und ihre Bischöfe für und gegen Trump

Obwohl die katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten anders als Papst Franziskus mehrheitlich anscheinend eine gewisse Vorliebe für Donald Trump als Präsidenten zeigen – vor allem wegen seiner strikten Ablehnung von Abtreibung –, widersprechen sie in anderen Punkten der Regierungspolitik vehement. Das betrifft unter anderem die strikte Zurückweisung von Migranten aus Mittel- und Südamerika. Nach erneuten Hinrichtungen in Bundesgefängnissen fordern die Bischöfe von Trump, die wieder aufgenommene Vollstreckung der Todesstrafe nach Bundesrecht zu beenden. Die Washingtoner Regierung habe „sogar noch mehr Hinrichtungen angesetzt“, heißt es beklagend in einer Erklärung.

Justizminister William Barr, ein Katholik, hatte auf Weisung von Donald Trump darauf gedrängt, die seit 2003 ausgesetzten Hinrichtungen, denen ein Urteil gemäß Bundesrecht zugrunde liegt, wieder aufzunehmen. Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Regierungsentscheidung im Juli. Eine Mehrheit der Bevölkerung scheint weiterhin die Todesstrafe bei schweren Verbrechen zu befürworten.

Einen interessanten Gegenakzent zu Trumps Wahlkampf, der mit dem Lebensschutz-Thema vor allem Katholiken, die ihm gegenüber eher distanziert sind, für sich gewinnen will, hat nun auch der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben gesetzt. Erzbischof Vincenzo Paglia bat darum, die Abtreibungsproblematik im Wahlkampf nicht als Spielball für politische Interessen zu verzwecken. Sie dürfe nicht als „ideologische Waffe“ für einschlägige Kampagnen dienen. Sonst drohe ein großer gesellschaftlicher Schaden. Alle Menschen guten Willens seien aufgerufen, sich für das Leben einzusetzen, das ein Geschenk von Gott ist.

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