Gegen die Bischöfe: Iren erleichtern Scheidungen

Allen bischöflichen Aufrufen wurde getrotzt: Gegen die Mahnungen der Kirche haben sich mehr als 82 Prozent der Bürger des einst „katholischen“ Irland dafür ausgesprochen, Scheidungsverfahren deutlich zu erleichtern. Künftig genügen nur noch zwei statt bisher vier Trennungsjahre, um einen Scheidungsprozess einzuleiten.

Die irischen Bischöfe hatten vor der „Auflösung der Ehe“ gewarnt. Es wäre hilfreicher, „Paare besser auf die Ehe vorzubereiten und sie stärker zu unterstützen“. Doch in Irland will fast keiner mehr die Argumente der Kirche hören. Nach etlichen Skandalen und dem Bekanntwerden massenhafter Fälle sexueller und psychischer Gewalt durch Geistliche ist jede bischöfliche Autorität zusammengebrochen, und die Menschen wenden sich in Scharen ab.

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